Dekadenz und Verdorbenheit

Zwischen barockem Wulst und surrealistischen Formierungen hat Genesis Belanger in der Galerie Perrotin eine Welt zwischen Phantasma und absurder Realität geschaffen. Irritiert, aber amüsiert lässt ihre Ausstellung “Blow Out” über unser Konsumverhalten reflektieren. 

Kaffee, Kippe, Kurzurlauben

Faulenzen am Pool mit Drinks, Pommes und Kippe. So fühlt sich Freiheit an. Oder ein “Kurzurlaub”, den Monja Gentschow auf Leinwand festgehalten hat. Die HVW8 Gallery bietet derzeit einen Ort zum kurzweiligen Entfliehen aus dem grauen Berlin und zeigt die neuesten Arbeiten der Künstlerin.

Wenn der Schrank lebendig wird

In der Galerie Jan Kaps besitzen die Möbel Zehen, Köpfe, Brustkörper, als ob Menschen, Tiere darin eingeschlossen wären, eins mit dem Eichenholz geworden sind. Wen würde es wundern, wenn die seltsamen Möbelstücke des Künstlerduos Daniel Dewar und Grégory Gicquel sich plötzlich bewegen, sobald sie unbeobachtet sind?

10 besonders gute Jahresgaben

Schon mal darüber nachgedacht, Mitglied in einem Kunstverein zu werden? Dann wäre genau jetzt vielleicht der Moment, es auch zu tun. Zum Jahresende erscheinen die Jahresgaben – für Mitglieder exklusiv oder zu einem reduzierten Preis: die perfekte Gelegenheit, Kunst zu kaufen. Diese Editionen und Unikate haben es uns besonders angetan.

Kann Kunst das Klima retten?

Es geht um alles oder nichts. Die Klimakrise. Mit zehn künstlerischen Positionen beleuchtet die Gruppenausstellung “Clear River, Calm Sea” das Verhältnis von Mensch und Natur in der Hamburger St. Katharinen Kirche. Kuratorin Bettina Freimann erzählt, was Kunst und Künstler*innen beitragen, um die Klimakrise zu bewältigen.

Mäusekapelle besingt Hackfleischschwan

Dominika Bednarskys keramische Tierwelt wirkt verspielt, doch eine Brutalität versteckt sich hinter rosa Wurstscheiben und Ananas. Die dekorativen Tierchen sind absurd lustig und fordern gleichzeitig dazu auf, ihr eigenes Genre zu hinterfragen. Mit “Up to no Gouda” bei Robert Grunenberg darf sich Kleinvieh austoben – so gut es eben noch kann.

Sehnsucht nach vergangener Ordnung

Cyprien Gaillard zeigt diesen Herbst in Paris seine Vorstellung von Zeit. Im Palais de Tokyo und bei Lafayette Anticipations lässt der Künstler in eine Spirale von glorifizierter Vergangenheit und dem Wunsch nach dem Erhalt vergangener Ordnungen eintauchen.

Künstliche Objektophilie

Anna Nero zeigt in “Testing into Compliance” bei Feldbusch Wiesner Rudolph ihre neuesten Malereien und Keramiken. Sie könnten vieles sein: ein Plumbus von Rick & Morty, Laborutensilien oder doch eher Sexspielzeug. Die Werke fetischisieren Dinge, deren Funktion letztlich unklar bleibt und erzeugen eine Künstlichkeit wie in einem Labor.

Unter Beobachtung

Ein trügerisches Swarovski-Lächeln, eine neon-gelbe Augenschaar im Dunkeln, ein pechschwarzer Hausaufgang – in der Ausstellung „True Site“ in der New Yorker 11 Newel Gallery wähnen sich Besuchende unter Beobachtung.

Reflexionen über Repräsentation

Die deutsch-iranische Künstlerin Anahita Razmi nutzt in ihrer Praxis Strategien der Aneignung und transkulturellen Rekontextualisierung. In ihrer Einzelausstellung bei Carbon 12 in Dubai schlägt sie eine neue Richtung ein.