Florida Man und seine Facetten

Kaum ein US-amerikanischer Staat ist so klischeebehaftet wie Florida: Instinktiv denkt man an Palmen, Alligatoren und Waffengewalt. Bei C/O Berlin zeigt Anastasia Samoylova nun Fotografien, die mit vielen Vorurteilen des „Sunshine State“ aufräumen – und andere bedienen.

Auf Horizontlinie

Die Galerie Esther Schipper präsentiert die neueste Arbeit des Duos Grönlund-Nisunen neben einem Werk von Ryoji Ikeda. Eine ziemlich schaukelige Angelegenheit: Mit Strobo-Licht und rotem Flirren bringen die Künstler die Besuchenden aus dem Gleichgewicht.

Karren, Korrosion und Knöterich

Das Auto ist Rückzugsort, Nicht-Ort, Unabhängigkeit, Statussymbol und hochpolitisch. Mit “Carpark” mischen sich derzeit einige von Künstler*innen getunede Modelle in das Stadtbild ein. Sie beleuchten, besingen und bewuchern sie und stellen sozialpolitische, gesellschaftliche Verweise her.

Warmes Zerbrechlichsein

Die Akademie der Künste verleiht der US-amerikanischen Fotografin, Filmemacherin und Aktivistin Nan Goldin den Käthe-Kollwitz-Preis 2022. Eine Retrospektive in Berlin beleuchtet das Werk der letzten 50 Jahre, das Freundschaft, Sexualität, Gewalt und Liebe jenseits von Geschlechterrollen und Heteronormativität verhandelt.

Auf Messers Schneide

Die Galerie Eva Presenhuber zeigt in ihrer Zürcher Dependance Fotografien von Torbjørn Rødland. Zu sehen sind Situationen des Übergangs, des Werdens und des Vergehens. Jeden Moment drohen die eingefangenen Zustände zu kippen.

Zwei Hü und ein Brr

Es ist nicht überragend viel, wofür Oldenburg über seine Stadtgrenze hinaus bekannt ist. Matthias Dornfelds Ausstellung im Kunstverein lässt an die Oldenburger denken. Nicht an diejenigen, die dort leben, sondern an die Pferde. Das ist ein schönes Zusammenspiel zwischen Ausstellung und dem, wofür Oldenburg vielleicht am bekanntesten ist.

Salz, Widerstand, Fluidität

Die Kestner Gesellschaft lässt Künstler:innen der Region Hannover mit den architektonischen Gegebenheiten des Hauses zu arbeiten. Lucila Pacheco Dehne nutzt mit ihrer Ausstellung “To All My Roaring Bodies, The Seeds And The Mountains” die Zwischenräume und Leerstellen des Hauses und verleiht besonders der Küche eine neue Bedeutung.

Gottes neue Häuser

Was soll mit einer Kirche passieren, wenn keine Gläubigen mehr kommen? Im DG Kunstraum in München werden unter dem Titel “Kirche Raum Gegenwart” künstlerische und architektonische Entwürfe für aufgeschlossene Kirchenräume präsentiert.

Schwarze Existenzen in der Polykrise

In der Remise des Braunschweiger Kunstvereins können Besucher:innen die zweite von drei Phasen der Wechselausstellung “An Overture of Grief and Joy” betrachten. Die einzelnen Phasen bilden netzwerkartige Verbindungen untereinander und zu den gleichzeitig ablaufenden Krisen.

Vier and laughing

Die Vier ist sehr harmonisch. Das könnte der Grund für das auf vier Positionen basierte Konzept von “4 x 4” im Eigen + Art Lab sein. Doch mit den Werken der südafrikanischen Künstler*innen Githan Coopoo, Asemahle Ntlonti, Natalie Paneng und Guy Simpson zeigt sich die vordergründige Harmonie auch von ihrer mysteriösen Seite.