Internet Explorer: Kunst online #7

Räume öffnen sich, wenn Kunst und Internet verschmelzen. Es wird voyeuristisch. Identitäten werden gewechselt. Epoch Gallery, KV Wiesbaden, Galerie Galerie und documenta 15 machen es möglich und reflektieren über pandemische Einschnitte, ihre Folgen für die Gesellschaft und die Einsamkeit.

Das strategische Spiel

Es sind die Momente der Entschleunigung, das Warten am Flughafen oder im Fahrstuhl, an die eine Bewegung anschließt, die Lena Marie Emrich in ihren manipulierten Alltagsobjekten auszudrücken versucht. Office Impart zeigt in “Never Fight The Current” ihre neuen Arbeiten.

Videopremiere: Sexual Healers TV

In “La Entrevista” spricht Nayare Soledad Otorongx mit fünf Transfrauen. Die gesungenen Interviews brechen mit Mainstream-Erwartungen darüber, was Trans*frauen untereinander besprechen. Entstanden im Auftrag von Sexual Healers TV feiert die Videoarbeit Premiere auf gallerytalk.net.

Wie viel ist zu viel?

Für die erste Video-Einzelausstellung des Künstlers Pope.L wurde der Portikus in Frankfurt am Main in ein Film-Set verwandelt. Er produzierte dort gemeinsam mit einem Team aus Städelstudierenden eine TV-Gameshow, die mit einem ironischen und satirischen Duktus auf tiefverankerte stereotypisierende Strukturen aufmerksam machen will.

Drill, Baby, Drill

In Chemnitz stellt Cristina Lucas die Frage nach Macht und Ohnmacht, sucht Gewinner, findet vor allem Verlierer und skizziert eine alles umfassende, (einst) verheißungsvolle Maschine, ein kapitalgetriebenes Mühlrad, das langsam, aber sicher zum Stehen kommt.

Ein Atlas von Erinnerungen

Chloë Saï Breil-Dupont schafft in ihren Gemälden intime Bildwelten, die einen Fokus auf das Erbe der Renaissance legen. Aus Anlass ihrer Teilhabe bei “FLESH” in der Newchild Gallery, sprach gallerytalk.net mit Breil-Dupont über Alchemie und Aby Warburg.

Wenn der Stammbaum knurrt

Mit “Night of Hinnā” im ChertLüdde Bungalow erinnert sich Monia Ben Hamouda an alle Kontroversen, die an ihrem Stammbaum ranken. Ihre kaligrafischen Skulpturen sind wundersam zweidimensional, sie sind etwas zwischen Schrift und Figur, sie sind Text, Tier und Gewürz.