München

Das Spiel als Methode

Iman Issa lädt im Lenbachhaus zu einem Spiel der Bedeutung ein. Sie hinterfragt museale Autorität und historische Zuschreibung. Eine präzise Versuchsanordnung, die Aufmerksamkeit, Skepsis und aktive Mitwirkung fordert.

Zwischen den Jahren in München

Wer die ruhigeren Tage rund um den Jahreswechsel für Kunst und Austausch nutzen möchte, findet auch „zwischen den Jahren“ ein vielseitiges Programm. Von körperlich-experimentellen Workshops über geführte Rundgänge bis hin zu Ausstellungseröffnungen spannt sich der Bogen von institutionellen Häusern bis in den Galerieraum.

Institution als Readymade

Mit “Shifts” verwandelt Iris Touliatou den Kunstverein München zu einem Ort institutioneller Selbst-Reflexion. Ihre Ausstellung untersucht die Infrastrukturen und Abhängigkeiten, die kulturelle Produktion ermöglichen und bedingen.

Schöner Schein

Troika versuchen Betrachter:innen in hinters Licht zu führen. Ihre illusionistischen Bilder erkunden die Grenze zwischen Realität und Konstruktion. Mit Pflanzen aus Metall, ausgestorbenen Kakteen in antarktischem Eis und verpixelten Wüstenaufnahmen bespielt die Künstler:innengruppe die neuen Räumlichkeiten von Max Goelitz.

Von Tieren, Menschen und Systemen

Vollgehängte Wände und ungemein viel Kunst. In der Jahresausstellung 2025 der Akademie der Bildenden Künste präsentieren Studierende aller Semester aktuelle Arbeiten und geben Einblicke in ihre künstlerische Prozesse. Das sind unsere Highlights.

Realität trotzen

Die Wirklichkeit verschwimmt vor nostalgischen Bildern und traumgleichen Szenerien. Die Gruppenausstellung “Dear Reality” in der Galerie Sperling versammelt Arbeiten von ASMA, Jose Bonell, Michele Cesaratto, Veronika Hilger, Isaac Lythgoe und Isabel Nuño de Buen. Sie bilden multiperspektivische Realitäten ab.

Wen kümmert’s?

Was heißt es, Verantwortung zu übernehmen, im Privaten, im Kollektiv oder im Ausnahmezustand? In der Platform rückt die oft übersehene Realität von Sorgearbeit in den Fokus. FLINTA*-Künstler*innen verhandeln in persönlichen und politischen Arbeiten eine Praxis, die oft erst in ihrer Abwesenheit schmerzlich zu erkennen ist.

Über den Dächern der Stadt

Die Fenster des Nachbarhauses erleuchten die Nacht, Menschen rücken nah aneinander und abstrakt wirkende Farbfelder entpuppen sich als digitale Landschaften. Jonah Gebka zeigt bei Boutwell Schabrowsky urbane Stimmungsbilder, die sich nahtlos in den unkonventionellen Ausstellungsraum der Galerie einfügen: ein möbliertes Apartment.

Persönliche Einblicke, poetische Bilder

Vincent Scheers, Wisrah C. V. da R. Celestino und Helena Uambembe präsentieren im Haus der Kunst geliehene Vorhänge, kämpfende Hähne und gemalte Erinnerungen. Die Künstler*innen wurden mit dem Ars-Viva-Preis ausgezeichnet. In einer gemeinsamen Ausstellung zeigen sie überwiegend neue, speziell dafür entstandene Werke.

Skulpturaler Dialog

Fließende Stoffe und kleinteilige Keramiken in warmes Licht getaucht: Die Materialien der Arbeiten von Lu Cheng und Laura Klodt-Bußmann sind von Körperlichkeit, Durchlässigkeit und Transparenz geprägt. Im c/off gehen ihre Skulpturen einen harmonischen Dialog ein.