Alle Artikel von Carolin Kralapp

Kaffee, Kippe, Kurzurlauben

Faulenzen am Pool mit Drinks, Pommes und Kippe. So fühlt sich Freiheit an. Oder ein “Kurzurlaub”, den Monja Gentschow auf Leinwand festgehalten hat. Die HVW8 Gallery bietet derzeit einen Ort zum kurzweiligen Entfliehen aus dem grauen Berlin und zeigt die neuesten Arbeiten der Künstlerin.

Künstliche Objektophilie

Anna Nero zeigt in “Testing into Compliance” bei Feldbusch Wiesner Rudolph ihre neuesten Malereien und Keramiken. Sie könnten vieles sein: ein Plumbus von Rick & Morty, Laborutensilien oder doch eher Sexspielzeug. Die Werke fetischisieren Dinge, deren Funktion letztlich unklar bleibt und erzeugen eine Künstlichkeit wie in einem Labor.

Friede, Freude, Freiheit?

Das Foam in Amsterdam zeigt mit “Blessings from Mousganistan” derzeit die außergewöhnlich farbenfrohe Welt des Fotografen Mous Lamrabat. Die politisch und religiös aufgeladenen Bilder visualisieren eine ganz eigene Utopie des Friedens und der Hoffnung. Hier treffen die Betrachter*innen auf schrille Farbwelten und popkulturelle Bezüge.

Diverse Dekonstruktion

Das feministische Kollektiv Femxphotographers.org hat mit “Mind Over Matter” bei Hantje Cantz ihre zweite Publikation veröffentlicht. Ziel ihrer künstlerischen Arbeit: den männlichen Blick dekonstruieren. Da schauen wir doch gerne mal genauer hin!

Konzeptuelle Komplexitäten

Dem Konzeptkünstler Matt Mullican und seinem komplexen Kunstansatz wird in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck mit “Mapping the World” eine große Werkschau gewidmet, die seine letzten 50 Schaffensjahre beleuchtet. Hier treffen diverse Medien, Techniken und eigens entwickelte kosmologische Systeme aufeinander.

Wolfsburg erstrahlt im Feminismus

Das Kunstmuseum Wolfsburg und die Städtische Galerie zeigen mehrere Ausstellungen, die ganz im Zeichen des Feminismus stehen. Alle Ausstellungsflächen der Stadt sind derzeit feministischen Positionen von FLINTA+ Künstler*innen gewidmet. Erfahrt hier, warum sich gerade jetzt ein Ausflug in die Volkswagenstadt lohnt.

Licht, Leere und ein Zeit-Raum

In der Galeria Plan B beschäftigt sich Belu-Simion Fainaru mit dem Paradoxon Zeit. Seine komplexen In-Situ-Installationen aus Haushaltsgegenständen und Erinnerungsstücken transportieren eine Dualität von Anwesenheit und Abwesenheit, von einer neuen Zeitlichkeit und Nicht-Zeit, von Leere und Raum.

Binäres System? Nein, danke!  

Das C/O Berlin zeigt mit “Queerness in Photography” drei Ausstellungen, die sich mit queeren Lebensrealitäten, Fragen nach Geschlecht, Identität und Sexualität auseinandersetzen. Anhand historischer Bilder, Filmen und zeitgenössischen Positionen wird der Kampf gegen konstruierte Geschlechterrollen sichtbar gemacht.

Selbstbestimmung vs. Fremdeinwirkung

Der Schinkel Pavillon zeigt mit “FAKE-ESTATE” die erste institutionelle Einzelausstellung von Anna Uddenberg in Berlin. Die skulpturalen und performativen Werke sind künstlerische Reaktionen auf Fragen nach Körperlichkeit, Verhaltensweisen und Grenzerfahrungen zwischen freiem Willen und Kontrollverlust.

Über Nicht-Orte und die Einsamkeit

Der Fotograf Lukas Korschan beschäftigt sich in seinen künstlerischen Arbeiten mit “Nicht-Orten”, wie Flughäfen, Bahnhöfen, Einkaufszentren, die raum- und zeitlos erscheinen, oft besucht und doch übersehen werden. Die Ausstellung “Könnte auch woanders sein” in der ARTCO Galerie zeigt seine melancholischen und detailreichen Fotografien.