Alle Artikel von Carolin Kralapp

Große Gefühle und kleine Skandale

Das Kunstmuseum Wolfsburg wird 30 und feiert dies mit “Welten in Bewegung” – einer großen Ausstellung, die vielfältige Perspektiven auf gesellschaftliches Zusammenleben und globale Umbrüche bietet. Wackelnde Hühnchen, Sexpuppen, Bondage-Techniken und Demonstrierende treffen hier aufeinander.

Von der Bibel bis nach Hogwarts

Von “Harry Potter” und “Herr der Ringe” bis hin zu Brockhaus und der Bibel: In der Ausstellung “Bibliografie” in der Galerie Kai Erdmann präsentiert Anna Ley eine persönliche Auswahl prägender literarischer Werke. Zwischen Buchdeckeln, Geschichtsunterricht und “Top Light 250” werden die Millennials zurück in ihre Schulzeit katapultiert.

Freizeitfieber

Der Sommer klopft an: Die Ausstellung “A Day Off” im f³ – Freiraum für Fotografie beleuchtet humorvoll die Freizeitkultur. Füße hochlegen und nichts tun? Fehlanzeige! Hier werden Schönheitswettbewerbe veranstaltet, Freizeitparks erkundet, Intensiv-Sonnenbäder genommen, es wird gequarzt und geschlemmt.

Die Kunst des Loslassens

Im Rahmen der 60. Venedig Biennale und seiner neuen Ausstellung “Transcendence” in der Santa Maria della Pietà haben wir Wallace Chan erneut zum Gespräch getroffen. Es geht um vermeintliche Gegensätze, Religion, künstlerische Meditation und Spiritualität.

Sehen und Staunen

Mit “Circles of Light” zeigt der Gropius Bau derzeit eine Retrospektive der Künstlerin Nancy Holt. In ihren multimedialen Arbeiten beschäftigt sie sich intensiv mit dem, worauf Kunst und Kunstbetrachtung basieren: der Wahrnehmung.

Ich mach’ mir die Welt

In “Forced Amnesia” im Casino Luxembourg verbindet Mary-Audrey Ramirez die virtuelle mit der realen Welt. In einer verwinkelten Architektur treffen KI-generierte Kreaturen in spannungsgeladenen Lichtszenarien aufeinander. Höhepunkt ist das gleichnamige Videospiel. Hinweis: Auch dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit KI erstellt.

Hinter verschlossenen Türen

In “My Happy Place” in der Galerie Kollaborativ hat Julie Legouez einen heimelig anmutenden Ikea-Wohntraum eingerichtet, der sich bei näherer Betrachtung als beklemmender Angstraum entpuppt und die traumatische Erfahrung toxischer Beziehungen widerspiegelt. Häusliche Gewalt ist allgegenwärtig – Tendenz steigend.

Funktionlos, aber fun

In “Nie wieder Freizeit” in der Galerie Mathias Güntner entzieht Axel Loytved einfachen Alltagsgegenständen ihren ursprünglichen Nutzen und verfremdet sie bis zur völligen Funktionslosigkeit. Dabei entwickeln die Objekte ein merkwürdig-witziges Eigenleben mit wesenhaften Zügen, das Fragen aufwirft.

Wie Misogynie salonfähig wurde

In “On Rape – An Institutional Failure” im C/O Berlin legt Laia Abril mit viel Empathie für die Betroffenen in Fotografien, Geschichten, Zitaten, Artefakten und Videos frauenfeindliche Strukturen offen – ohne explizite Darstellungen sexualisierter Gewalt. Ein eindringlicher Appell. Unbedingt hinschauen.