Hamburg

Sie wächst und tobt

Im Chess Club entsteht eine neue Metropole. Zwischen dem monströsen Femininen, das seinen Platz ganz selbstverständlich belegt, finden sich Bürgertum, Berühmtheiten, Einfluss, Überfluss, Kleptomanie, Zerstörung und Kreation. Gemeinsam bilden sie die Pfeiler der neu erbauten Stadt.

Bau mir einen Unterschlupf

Die Gruppenausstellung “On What Defines a Shelter” im Frappant erkundet das Konzept des Schutzraums. Es ist auch der sensible Versuch, einem Thema, welches von so viel Körperlichkeit und Erinnerung geprägt ist, durch analytische Distanz näher zu kommen.

Alles in Ordnung

In “Tomomi’s group show (still art)” im W.M.P. zeigt Tomomi Yamakawa situative Installationen, Skulpturen und Performances, die aufmerksam die Nuancen des Alltäglichen verhandeln. Indem sie oft übersehene Details hervorhebt, schafft sie Beachtung für unsichtbare Konventionen, die den privaten und öffentlichen Raum strukturieren.

Ein Dutzend rote Rosen

Blumen für die Frau, Spielzeug für die Kinder: Im Kunstverein Gastgarten präsentiert Belia Zanna Geetha Brückner kommodifizierte Gesten der Entschuldigung und Versöhnung in romantischen Beziehungen. Die angehäuften Waren verschleiern strukturelle Missstände, denen Betroffene von Gewalt ausgesetzt sind.

Alles wird gut

Das Phänomen “Mean World Syndrome” beschreibt ein verändertes Weltbild, das sich aus dem Konsum von negativen Nachrichten ergibt. In seiner gleichnamigen Ausstellung bei Siddiq Projects präsentiert Paul Wallington Malereien, die sich auf Motive aus Popkultur, Nachrichten und historischen Aufnahmen beziehen.

Highlights des HFBK Rundgangs

Im Rahmen des jährlichen Rundgangs hat die Hochschule für bildende Künste Hamburg ihre heiligen Hallen für Besucher*innen geöffnet. Zwischen Kuchen, Kippen und einer aufgeladenen Energie haben wir fünf Positionen entdeckt, die uns seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Mensch und Pferd

In der Duo-Ausstellung “Keen to Kim” im Westwerk werden Nanhee Kims assoziative, surrealistische Malereien gezeigt. Diese stellen die Bühne für Jaewon Kims spielerische Keramikskulpturen. In seiner künstlerischen Praxis untersucht er traditionelle Handwerkstechniken und übersetzt sie mittels moderner Fertigungsmethoden.

Auf Spurensuche

In den Vitrinen des Kunstverein Harburger Bahnhof entfalten sich rätselhafte Szenen. Die Skulpturen und Installationen von Akinori Tao handeln vom Spannungsfeld zwischen spielerischer und realer Bedrohung in der Jagd, wobei der Ausgang dieser Situationen offen bleibt.

Was bleibt

Seit 1997 ermöglicht das Reisestipendium „Neue Kunst in Hamburg“ den Geförderten, ihre Praxis über gewohnte örtliche Grenzen hinaus zu erweitern. In der abschließenden Ausstellung in den Galerien auf der Fleetinsel werden neue Werke gezeigt.

In Wut vereint

In der Ausstellung „Ordinary Women – Carrier Bags of Friction“ im Kunsthaus Hamburg richtet Rosanna Graf den Fokus auf systematisch unterdrückte weibliche Wut. Sie verbindet in ihrer Vier-Kanal-Videoinstallation verschiedene Frauenfiguren mit historischen Vorbildern durch ein kollektives Gefühl.