Hamburg

Kann Kunst das Klima retten?

Es geht um alles oder nichts. Die Klimakrise. Mit zehn künstlerischen Positionen beleuchtet die Gruppenausstellung “Clear River, Calm Sea” das Verhältnis von Mensch und Natur in der Hamburger St. Katharinen Kirche. Kuratorin Bettina Freimann erzählt, was Kunst und Künstler*innen beitragen, um die Klimakrise zu bewältigen.

Die Erhöhung des Selbst im Widerstand

Leyla Yenirce beschäftigt sich mit Held*innen, Märtyrertum und der Repräsentation feministischen Widerstands. In ihrer ersten Einzelausstellung “So Much Energy” im Kunsthaus Hamburg zeigt Yenirce eine mehrteilige Multimedia-Installation, die den Kampf einzelner Frauen gegen gewaltsame Dominanzstrukturen würdigt.

Ein Stück Porsche

Knallig, sexy, fragmentiet – so präsentiert Jeremy Hutchison seinen Porsche im Kunstverein Harburger Bahnhof. Auf Sockeln wird das Statussymbol einer sogenannten Elite zum Symbol sozialer Ungerechtigkeit. Die Ausstellung “The Never Never” unterstreicht: Das Auto ist politisch.

Hamburg, was geht?

Im Sommer wird eines immer gebraucht und das ist Erfrischung. Die aktuellen Ausstellungen in Hamburg kennen sich damit aus. Es wird luftig leicht, Geschirr abgewaschen, ein skurriles Picknick gemacht und neben Kunst getanzt. Sechs Ausstellungstipps für einen erfrischenden Hamburg-Besuch.

Vom Eingefädeltwerden

Niclas Riepshoff interessiert sich für den Übergang von Liebe zu Gewalt. In seiner Solo Show „A Stitch In Time“ bei 14a in Hamburg verfolgt der Künstler seinen eigenen pädagogischen Faden zurück. Er portraitiert seine Einfädler*innen auf gegossenen Alu-Einfädlern und näht die Patchwork-Familie schlechthin.

Erden und erden lassen

M.Bassy und Âme Nue präsentieren mit “Goddesses Of Healing” Videoarbeiten von Lorna Simpson, Berni Searle und Buhlebezwe Siwani. Die Künstlerinnern widmen sich dem kollektiven Trauma, das früher bis heute von Schwarzen Menschen bewältigt werden muss. Die drei Arbeiten regen einen heilenden Prozess an.

In gezeichneten Lebensräumen

Es ist angerichtet! Serena Ferrario kredenzt in ihrer raumgreifenden Installation „Where the Drawings Live“ lebendige Erinnerungen mit einem Beigeschmack der Nostalgie unauffindbarer Geschichten. Was sich angesammelt hat, meinen wir zu kennen, doch wer oder was lebt hier wirklich?

Eine tragische Garderobe

Mit seiner Kunst erzählt Adam Christensen Geschichten von flüchtiger Intimität, Traumata und schönem Schmerz. In seinen Performances, Stoff- und Videoarbeiten entblößt sich der Künstler emotional. Im Kunstverein Harburger Bahnhof ist derzeit seine erste Einzelausstellung in Deutschland zu sehen.

Gute Laune mit Lena Schramm

Was haben Tesla, Chanel und Apple gemeinsam? Mal abgesehen davon, dass es sich dabei um international denkbar populäre Marken handelt, hat man die Logos in Ecstasy-Tabletten gepresst. Lena Schramm hat der Party-Droge ihre Abschlussarbeit gewidmet. Wir sprechen über Widersprüche des Spaßkonsums und die Künstlerin als Pfau.

Jugend färbt ab ¯\_(ツ)_/¯

„Gegenwart: Doing Youth“ hat viele bunte Orte geschaffen, an denen plötzlich Kunst passierte. So überraschend und überrumpelnd, wie die Jugend selbst, zogen Kunstwerke jeden Genres Besucher:innen in junge Gefühlswelten, in denen von jetzt auf gleich alles und nichts möglich schien.