Gute Laune mit Marta Vovk

Ploppt poppig auf, knallt politsch nach – Marta Vovk stellt die Klassenfrage. Mit Supermarkt-Logos verweist sie auf die Diskrepanz zwischen dem Glamour der Kunstwelt und den prekären Lebensbedingungen einer Vielzahl ihrer Akteur*innen. Wir sprechen über aufgeblasene Ernshaftigkeit und Diät-Tipps von Christian Lindner.

Im Dazwischen zuhause

Grau ist die Ausstellung im GOLD+BETON am Kölner Ebertplatz. Grau wie die Stadt, um die es geht: Troisdorf. Der Heimatort der Künstlerin Anna Ley liegt irgendwo dazwischen. Ähnlich der Ausstellung, die zwischen subjektiven Erinnerungen und objektiven Wahrzeichen changiert.

Sturzflug auf Shrimpboy

In der Kölner Galerie Petra Martinetz hat das große Krabbeln begonnen. Künstlerin Mary-Audrey Ramirez löst Widersprüche nicht auf, lässt hybride Fabelwesen ihre Klauen nach dem schlaftrunkenen Unterbewusstsein ausstrecken und verwehrt sich mit weißen Objekten vor weißer Wand dem unaufhörlichen Bildersturm sozialer Medien.

Bin ich schön genug?

In der pastellfarbenen Scheinwelt von Instagram-Werbeanzeigen wird eine vermeintliche Notwendigkeit der präsentierten Produkte suggeriert. Gretchen Andrew stellt sich dieser Logik entgegen, platziert ihre eigene ungewöhnliche Botschaft. In der Kölner Galerie Falko Alexander lautet sie: “I already have everything I need to be beautiful”.

Eingefrorene Augenblicke

Wo stehen wir? Was bleibt von der sozialen Zwangspause? Und wohin gehen wir von hier aus? Fragen, denen sich die Medienkünstlerin Loretta Fahrenholz in ihrer Einzelausstellung „Gap Years“ im Kölnischen Kunstverein widmet.

Der Weg raus aus der Nabelschau

1945 sorgt sich ihre Großmutter um das Schicksal des Führers. Das weiß Lena Ditte Nissen aus deren Tagebüchern. Die Künstlerin und Filmemacherin setzt sich seit Jahren mit der Geschichte ihrer Familie im Nationalsozialismus auseinander. Die Gemeinde Köln zeigt ihren “Chaosmos des Persönlichen”.

Kritik an Kirche und Religion

Die jüngsten Enthüllungen um Misbrauch und Vertuschung in der katholischen Kirche unterstreichen die Relevanz einer kritischen Außeinandersetzung mit Religion, besonders in institutionalisierter Form. Kuratorin Linda Peitz hat im Kölner Kunstraum Mauer spannende künstlerische Positionen zu dem Thema zusammengetragen.

Postdigitales Zukunftslabor

Wie Motten zum Licht zieht ein blaues Leuchten Interessierte auf dem Ebertplatz in Köln hin zur aktuellen Ausstellung im Mouches Volantes. Dort lässt sich Constantin Hartensteins Versuchsanordnung einer postdigitalen Zukunft begehen, in dessen Zentrum ein wundersames Elixier steht.

Der Traum einer Ausstellung

In der Betonwüste des Ebertplatzes in Köln lässt sich das schmuckvolle Innenleben des Ausstellungraumes Gold + Beton erst beim Öffnen der Eingangstür entdecken. Die Soloausstellung der Künstlerin Svea Mausolf ist nicht nur immersives Raumerlebnis, sondern humorvolle Kritik an generischen Ausstellungskonzepten.

Unter der Haube

Zwischen Unterdrückung und Ermächtigung kann die Haube Ausdruck patriarchaler Strukturen oder Bekenntnis zum Glauben sein. Die Künstlerin Morgaine Schäfer gewährt in der Galerie fiebach, minninger in Köln einen Blick unter die Haube und stellt drei außergewöhnliche Frauen vor.