Alle Artikel von Katrin Krumm

Alles wird gut

Das Phänomen “Mean World Syndrome” beschreibt ein verändertes Weltbild, das sich aus dem Konsum von negativen Nachrichten ergibt. In seiner gleichnamigen Ausstellung bei Siddiq Projects präsentiert Paul Wallington Malereien, die sich auf Motive aus Popkultur, Nachrichten und historischen Aufnahmen beziehen.

Mensch und Pferd

In der Duo-Ausstellung “Keen to Kim” im Westwerk werden Nanhee Kims assoziative, surrealistische Malereien gezeigt. Diese stellen die Bühne für Jaewon Kims spielerische Keramikskulpturen. In seiner künstlerischen Praxis untersucht er traditionelle Handwerkstechniken und übersetzt sie mittels moderner Fertigungsmethoden.

Auf Spurensuche

In den Vitrinen des Kunstverein Harburger Bahnhof entfalten sich rätselhafte Szenen. Die Skulpturen und Installationen von Akinori Tao handeln vom Spannungsfeld zwischen spielerischer und realer Bedrohung in der Jagd, wobei der Ausgang dieser Situationen offen bleibt.

Was bleibt

Seit 1997 ermöglicht das Reisestipendium „Neue Kunst in Hamburg“ den Geförderten, ihre Praxis über gewohnte örtliche Grenzen hinaus zu erweitern. In der abschließenden Ausstellung in den Galerien auf der Fleetinsel werden neue Werke gezeigt.

In Wut vereint

In der Ausstellung „Ordinary Women – Carrier Bags of Friction“ im Kunsthaus Hamburg richtet Rosanna Graf den Fokus auf systematisch unterdrückte weibliche Wut. Sie verbindet in ihrer Vier-Kanal-Videoinstallation verschiedene Frauenfiguren mit historischen Vorbildern durch ein kollektives Gefühl.

Im Resonanzraum

Wo beginnen Räume und wie definieren sie sich? Um dieser Frage näherzukommen, begeben sich Leonie Kellein und Tanita Olbrich einige Jahrtausende in die Vergangenheit ins felsige Gebiet Südfrankreichs, wo die ersten Höhlenmalereien entdeckt wurden.

Auf Lager

Die Soloshow von Matthew Muir in der Galerie Oel-Früh präsentiert verschiedene Formen der Sinnsuche, darunter Religion, Spiritualität und Lifestyle. Als Basis seiner Skulpturen nutzt er ausschließlich online gekaufte Ware, die er meist in kreisförmigen Arrangements zusammenführt.

Vielstimmige Verwundbarkeit

Nationalität, Geschlecht, soziale Umstände – Wie navigieren wir das Spannungsfeld zwischen gewaltsamer Zuordnung und gewollter Zugehörigkeit? “Thank you for having us” präsentiert die Ausstellung als einen Ort, an dem diese Fragen ausgehandelt werden können. Dafür zeigt sie im Frappant marginalisierte Geschichten von insgesamt sechs Positionen, die von Momenten im Dazwischen erzählen.

Mission: Widerstand

Klara Lidén bespielt die Berliner Galerie Neu mit den Überbleibseln einer Stadtkulisse. Zu sehen sind Leuchtreklameschilder und Stromkästen, die den Schauplatz für ihre Videoinstallation “(0, 0, 0)” bilden. Es geht um die Wiederaneignung von öffentlichem Raum.

Von oben betrachtet

Der jüdische Schriftsteller Erich Hopp wird zum “Found Subject” von Raphaela Vogels gleichnamiger Ausstellung in der Berliner Galerie BQ. Ausgehend von den wenigen Spuren, die er hinterließ, entspinnt sich ein Werkkomplex, in dem Glaube und Ideologie, Popkultur und Architektur in einer multimedialen Gedenkstätte aufeinandertreffen.