Alle Artikel von Quirin Brunnmeier

Landschaft mitdenken

Mit “Thinking Like a Mountain” beendet das Museum GAMeC in Bergamo sein ambitioniertes Langzeitprojekt. Die Orobie Biennale verwebt Kunst, Ökologie und Gemeinschaft zu einem vielstimmigen Nachdenken über eine künstlerische Gegenwart, die auch außerhalb der Institutionen blüht und die lokale Communities mit einbezieht.

Institution als Readymade

Mit “Shifts” verwandelt Iris Touliatou den Kunstverein München zu einem Ort institutioneller Selbst-Reflexion. Ihre Ausstellung untersucht die Infrastrukturen und Abhängigkeiten, die kulturelle Produktion ermöglichen und bedingen.

Apertura Madrid Highlights

Beim Apertura Madrid Gallery Weekend zeigen zum Start in die Herbstsaison über 50 Galerien internationale Positionen. Wir empfehlen eine Auswahl von Ausstellungen, die ihr bei einem Besuch in der spanischen Hauptstadt nicht verpassen solltet.

Die schöne Lebendigkeit der Dinge

Unter dem Titel “The Strange Life of Things” zeigt die Pinault Collection im Palazzo Grassi die bislang größte Einzelausstellung von Tatiana Trouvé. Die französisch-italienische Künstlerin entfaltet ein Geflecht aus Objekten, Installationen und Zeichnungen. Es ist ein vielschichtiges System aus Erinnerungen, Träumen und Projektionen.

Demokratie als Zumutung

Kunst zwischen Freiheit und Erschöpfung. Auch dieses Jahr zeigt die Sammlung Moderne Kunst auf Schloss Herrenchiemsee in einer Sommerausstellung Arbeiten von internationalen Künstler*innen. Die Ausstellung “Könnt ihr noch?” thematisiert demokratische Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit und ihr Verhältnis zur Kunst.

Von Tieren, Menschen und Systemen

Vollgehängte Wände und ungemein viel Kunst. In der Jahresausstellung 2025 der Akademie der Bildenden Künste präsentieren Studierende aller Semester aktuelle Arbeiten und geben Einblicke in ihre künstlerische Prozesse. Das sind unsere Highlights.

Wen kümmert’s?

Was heißt es, Verantwortung zu übernehmen, im Privaten, im Kollektiv oder im Ausnahmezustand? In der Platform rückt die oft übersehene Realität von Sorgearbeit in den Fokus. FLINTA*-Künstler*innen verhandeln in persönlichen und politischen Arbeiten eine Praxis, die oft erst in ihrer Abwesenheit schmerzlich zu erkennen ist.

Von Aufstieg und Absturz

Wie konstruieren und projizieren Bilder Macht? Die Ausstellung “Bild und Macht“ im Zeppelin Museum Friedrichshafen zeigt, wie Luftschiff-Fotografie zwischen Technikbegeisterung, Propaganda und Fiktion oszilliert. Drei zeitgenössische Positionen schaffen eine direkte Verbindung in eine Gegenwart im Zeitalter von KI und Fake News.

Schmutzige Übergänge

Was bleibt, wenn der Schnee schmilzt? In der Gruppenausstellung “Roztopy / Thaw” im Tiger Room verdichten sich die Nachwehen einer untergegangenen Zeit zu einer ästhetischen Spurensuche. Die konzentriert gehängte Ausstellung versammelt eine breite Auswahl junger polnischer Künstler*innen.

Garten der Ideen

In einer Zeit multipler globaler Krisen wagt die 16. Triennale Kleinplastik in Fellbach eine Annäherung an das Konzept des “Habitat“. Internationale Künstler*innen verwandeln die Alte Kelter in ein sinnlich erfahrbares Terrain zwischen Mensch, Natur und Technik.