Berlin

Von der Bibel bis nach Hogwarts

Von “Harry Potter” und “Herr der Ringe” bis hin zu Brockhaus und der Bibel: In der Ausstellung “Bibliografie” in der Galerie Kai Erdmann präsentiert Anna Ley eine persönliche Auswahl prägender literarischer Werke. Zwischen Buchdeckeln, Geschichtsunterricht und “Top Light 250” werden die Millennials zurück in ihre Schulzeit katapultiert.

In Erinnerung an

Dan Lies Werke befinden sich in einem kontinuierlichen Wandel. Mit “Remains Remembering” bei Barbara Wien werden aus raumgreifenden Installationen immer wieder Einzelteile entnommen und neu präsentiert. Dies ist Lies Gegenentwurf zum binären Denken in der Auseinandersetzung mit Leben und Tod.

Durch die Stürme atmen

Pallavi Paul hat einen Friedhof aufgebaut. Wild krabbelnde Insekten, Blüten oder ein Greifvogel huschen als Projektionen über die Oberflächen der Grabsteine. So rücken Leben und Tod im Martin-Gropius-Bau eng aneinander. Mit Gespür für subtile Überlappungen von Wirklichkeit nähert sich Paul der Komplexität der Welt.

Freizeitfieber

Der Sommer klopft an: Die Ausstellung “A Day Off” im f³ – Freiraum für Fotografie beleuchtet humorvoll die Freizeitkultur. Füße hochlegen und nichts tun? Fehlanzeige! Hier werden Schönheitswettbewerbe veranstaltet, Freizeitparks erkundet, Intensiv-Sonnenbäder genommen, es wird gequarzt und geschlemmt.

Sehen und Staunen

Mit “Circles of Light” zeigt der Gropius Bau derzeit eine Retrospektive der Künstlerin Nancy Holt. In ihren multimedialen Arbeiten beschäftigt sie sich intensiv mit dem, worauf Kunst und Kunstbetrachtung basieren: der Wahrnehmung.

Hinter verschlossenen Türen

In “My Happy Place” in der Galerie Kollaborativ hat Julie Legouez einen heimelig anmutenden Ikea-Wohntraum eingerichtet, der sich bei näherer Betrachtung als beklemmender Angstraum entpuppt und die traumatische Erfahrung toxischer Beziehungen widerspiegelt. Häusliche Gewalt ist allgegenwärtig – Tendenz steigend.

Lanzenvergleich

Mit “Savoir Vivre” bei ChertLüdde bricht Agnes Scherer eine Lanze für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Nicht, indem sie beispielhafte Missstände aufzeigt, sondern indem sie zeigt, wie wenig sich seit dem Mittelalter verändert hat. Die Männer buhlen, die Frauen pulen – lasset die Spiele beginnen!

Schau mir in die Achselhöhle

Hautoberfläche, Pferdenacken und Klitoris spielen in der Ausstellung „Vulnerable State“ tragende Rollen. Im Eigen + Art Lab präsentiert Jens Kothe Arbeiten, die den Körper und seine Verletzlichkeit thematisieren. Der Künstler zeigt, dass die Haut viel mehr Funktionen als nur die einer schützenden Barriere besitzt.

Funktionlos, aber fun

In “Nie wieder Freizeit” in der Galerie Mathias Güntner entzieht Axel Loytved einfachen Alltagsgegenständen ihren ursprünglichen Nutzen und verfremdet sie bis zur völligen Funktionslosigkeit. Dabei entwickeln die Objekte ein merkwürdig-witziges Eigenleben mit wesenhaften Zügen, das Fragen aufwirft.

Kurz an den Tod denken

„Do you guys ever think about dying?“, fragt Barbie in Greta Gerwigs Spielfilm und bringt damit ein bisschen Realität in die vermeintlich perfekte Traumwelt. In der gleichnamigen Ausstellung in der Galerie Parterre zeigen Antonia Freisburger, Frank Jimin Hopp und Felix Kultau Arbeiten, die sich mit unser aller Endlichkeit beschäftigen.