Berlin

Athene verformt sich

Marianna Simnetts Ausstellung “OGRESS” bei Société beschäftigt sich mit Monstrositäten, Frauenkörpern und tierischen Gestalten. Anhand von Video- und Soundarbeiten sowie Aquarellen und Skulpturen verbindet die Künstlerin persönliche und mythologische Welten. Ganz nebenbei inspiriert die Schau zu ungewöhnlichen Grimassen.

Aufsässiges Leben in der Gezeitenzone

Sie trotzen den Gezeiten, setzen Landstreifen ihren eigenen Stempel auf und sind Minivulkane, aus denen unerwartetes Leben herausbricht. Seine Faszination für Seepocken teilt Philipp Modersohn derzeitig mit “The Selfish Shellfish” in der Galerie Guido W. Baudach. Sehr reduziert, aber pointiert werden Besucher*innen zu Fans der passiven Filtrierer.

Grotesk Genial

Leila Hekmats Arbeiten befassen sich mit Gesellschafts- und Familienstrukturen, Geisteskrankheiten, normativen Regeln und dem Grotesken. Sie verbinden Humor und Perversion in Übersteigerung und einer einzigartigen Ästhetik. Im Interview spricht die Künstlerin über Ikonographie und Inspiration.

Selbstbestimmung vs. Fremdeinwirkung

Der Schinkel Pavillon zeigt mit “FAKE-ESTATE” die erste institutionelle Einzelausstellung von Anna Uddenberg in Berlin. Die skulpturalen und performativen Werke sind künstlerische Reaktionen auf Fragen nach Körperlichkeit, Verhaltensweisen und Grenzerfahrungen zwischen freiem Willen und Kontrollverlust.

Wohin während der Berlin Art Week?

Um Berlin Art Week Tipps kommt ihr nicht rum. Jetzt also auch unsere Prioritäten-Liste. Unbedingt anschauen sollt ihr euch Ausstellungen bei Office Impart, im Schinkel Pavillon, im Hamburger Bahnhof, bei Société, im Haus am Lützowplatz, bei SOX, im Kühlhaus, im Tieranatomischen Theater, in der Schering Stiftung und bei Klemm’s.

Abseits der Berlin Art Week

Berlin Art Week bedeutet Überangebot, doch Hilfe naht. Wir empfehlen Ausstellungen und Events, auf die ihr nicht kommt, wenn ihr das offizielle Programm studiert. Auf gen Holden Garage, Galerie Anton Janizewski, The Fairest, Max Goelitz und Soft Power, ab in den BPA//Raum, ins Kühlhaus, in einen Bunker und ein Bürogebäude.

2 Zimmer, Küche, Pollock

Kunst und Kommerz: eine wertvolle Symbiose? Eine fatale Co-Abhängigkeit? Die Ausstellungsreihe „Castle for Rent“ konfrontiert realen Ausstellungsraum mit drei virtuell begehbaren Luxusimmobilien, in der die Kunst bereits wohnt. Sie hebt die Immobilie auf ein exquisiteres Level – oder andersherum?

Saisonstart: Die besten Shows in Berlin

Es ist noch nicht einmal Art Week und Berlin hat schon wieder mehr zu bieten, als in ein entspanntes Wochenende passt – ergo Prioritätensetzung. Wir empfehlen die Ausstellungen bei Efremidis, Sweetwater, Robert Grunenberg, Miettinen Collection, Eigen + Art Lab, Tanya Leighton, Tanja Wagner und Kraupa-Tuskany Zeidler.

Dunkle Vorahnung im Rosengarten

Im brandenburgischen Schloss Freienwalde erinnern Sophie von Hellermanns raumfüllende Wandmalereien an den ehemaligen Besitzer Walther Rathenau. Die Berliner Galerie Wentrup zeigt nun Gemälde, die zeitgleich entstanden sind und ebenfalls vom Leben des Politikers erzählen.

Über Nicht-Orte und die Einsamkeit

Der Fotograf Lukas Korschan beschäftigt sich in seinen künstlerischen Arbeiten mit “Nicht-Orten”, wie Flughäfen, Bahnhöfen, Einkaufszentren, die raum- und zeitlos erscheinen, oft besucht und doch übersehen werden. Die Ausstellung “Könnte auch woanders sein” in der ARTCO Galerie zeigt seine melancholischen und detailreichen Fotografien.