Feenhafte Entwicklung

Mit „A House Is A House“ kehrt Frida Orupabo nach ihrem Berliner Debut 2017 in der Julia Stoschek Collection in die deutsche Hauptstadt zurück. Bestechend schön und kritisch zugleich, erkundet die Ausstellung in der Galerie Nordenhake Orupabos Bildsprache über das Medium der Collage hinaus.

Zwischen No und Non-Violent

Am Ende ihrer Residency im Gropius Bau präsentiert die Künstlerin Wu Tsang eine vielstimmige Ausstellung, die der Hierarchie visueller Wahrnehmung die Utopie eines Raumes zwischen Sehen und Gesehen Werden entgegensetzt.

A Social Network

„Algo-r(h)i(y)thms“ nennt sich die dritte Einzelausstellung von Tomás Saraceno in der Berliner Galerie Esther Schipper. Eine gigantische Rekonstruktion arachnoider Lebensräume lädt dazu ein, filigrane Netzstrukturen multisensorisch zu erfahren und beschwingt miteinander zu kommunizieren.

Symbolische Ordnung in bauliche Hüllen

Plattenbeläge über Verlegeplatten und die hohe Qualität von Terrazzoböden: Die Kunsthalle am Karlsplatz zeigt mit den als „Materialpaketen“ bezeichneten Wandskulpturen Andreas Fogarasis Fragmente ehemaliger und zukünftiger Bebauungen. Fest umschnürt mit Metallgurten fassen sie Vorgängerbau und Nachfolgerarchitektur zu Hybriden zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Part of that

Melodien, kodierte Botschaften, poetische Fragmente und synthetisierte Stimmen. In der Ausstellung „Sensational and Antigenerative Successions“ bei Nir Altman verbindet der französische Kurator Cédric Fauq die unterschiedlichen Stimmen vierer Künstler*innen zu einem stimmigen Chor.

Wer spricht?

Abseits von Definitionszwängen stellt die Kuratorin Melanie Ohnemus in der Universitätsgalerie der Angewandten im Heiligenkreuzerhof unterschiedliche künstlerische Strategien so zusammen, dass sich daraus ein polyphones Gespräch ergibt. Denn, so der Titel der Ausstellung: „We need more than one term for these big things!“

This is so contemporary


Die Kunsthalle Wien beschwört mit ihrer aktuellen Ausstellung der Zeitgeist herauf. „Time is Thirsty“ sucht unsere Gegenwart in ein produktives Verhältnis zu den frühen Neunzigern zu setzten. Wie viel Kritik ist im immersiven Erleben möglich?