Das strategische Spiel

Es sind die Momente der Entschleunigung, das Warten am Flughafen oder im Fahrstuhl, an die eine Bewegung anschließt, die Lena Marie Emrich in ihren manipulierten Alltagsobjekten auszudrücken versucht. Office Impart zeigt in “Never Fight The Current” ihre neuen Arbeiten.

Wie viel ist zu viel?

Für die erste Video-Einzelausstellung des Künstlers Pope.L wurde der Portikus in Frankfurt am Main in ein Film-Set verwandelt. Er produzierte dort gemeinsam mit einem Team aus Städelstudierenden eine TV-Gameshow, die mit einem ironischen und satirischen Duktus auf tiefverankerte stereotypisierende Strukturen aufmerksam machen will.

Drill, Baby, Drill

In Chemnitz stellt Cristina Lucas die Frage nach Macht und Ohnmacht, sucht Gewinner, findet vor allem Verlierer und skizziert eine alles umfassende, (einst) verheißungsvolle Maschine, ein kapitalgetriebenes Mühlrad, das langsam, aber sicher zum Stehen kommt.

Wenn der Stammbaum knurrt

Mit “Night of Hinnā” im ChertLüdde Bungalow erinnert sich Monia Ben Hamouda an alle Kontroversen, die an ihrem Stammbaum ranken. Ihre kaligrafischen Skulpturen sind wundersam zweidimensional, sie sind etwas zwischen Schrift und Figur, sie sind Text, Tier und Gewürz.

Dekonstruierte Kleidung

Cudelice Brazelton IV geht in seiner Einzelausstellung „Starter Kit“ bei Barbara Weiss der Bedeutung von Kleidung nach, die alles andere als trivial ist. Er reißt Materialien aus ihren Kontexten und fügt sie in Neue hinein. Und zeigt damit indirekt auch, warum es nicht schick ist, wenn Givenchy eine Kette in Form von Henkersschlinge herausbringt.

ASMR für die Seele

Ausstellung, Performance und Konzert. „ton not. not ton“ heißt die Akkumulation der Klänge, die in der Kunsthalle Münster objekthaft den Raum erfüllen. Irgendwo zwischen dem Jetzt, dem Davor und Danach lässt sich in akustischen Versuchsanordnungen Vergänglichkeit erfühlen. In einer Ausstellung, die über ihren Besuch hinaus nachklingt.

Disruption und Konsumption

Mal eben schnell ein Foto von den Kunstwerken gemacht und schon bei Social Media hochgeladen? Nicht bei der Ausstellung von Jonas Roßmeißl bei Klemm’s. Wer ein Foto mit dem Smartphone aufnimmt, wird darauf störende schwarze Streifen erkennen. Das ist nicht zufällig so, sondern Teil des Konzeptes.