Alle Artikel von Lara Broerken

Wo die wilden Würmer wohnen

Aktuell bespielt Verena Issel mit ihren neusten Filzarbeiten den Ausstellungsraum der IG Metall. Der “Pandora Papers”-Lebensraum lässt neben lustigen Gedanken auch gesellschaftspolitische Fragen aufploppen. Er ist einerseits Spielwiese, andererseits mysteriöses Tunnelsystem.

Erden und erden lassen

M.Bassy und Âme Nue präsentieren mit “Goddesses Of Healing” Videoarbeiten von Lorna Simpson, Berni Searle und Buhlebezwe Siwani. Die Künstlerinnern widmen sich dem kollektiven Trauma, das früher bis heute von Schwarzen Menschen bewältigt werden muss. Die drei Arbeiten regen einen heilenden Prozess an.

Architektur im Schlafsack

Menschen wie Bauwerke müssen sich hin und wieder hinter Fassaden verstecken. Für die einen ist der Schlafsack ein Gehäuse, andere schützen ihr Gehäuse mit einem Schlafsack. Die seltsam nah aneinanderliegenden Lebensrealitäten von Architektur und Mensch erkundet Christin Kaiser mit “Künftige Ruinen” bei Åplus.

Internet Explorer: Kunst online #7

Räume öffnen sich, wenn Kunst und Internet verschmelzen. Es wird voyeuristisch. Identitäten werden gewechselt. Epoch Gallery, KV Wiesbaden, Galerie Galerie und documenta 15 machen es möglich und reflektieren über pandemische Einschnitte, ihre Folgen für die Gesellschaft und die Einsamkeit.

Wenn der Stammbaum knurrt

Mit “Night of Hinnā” im ChertLüdde Bungalow erinnert sich Monia Ben Hamouda an alle Kontroversen, die an ihrem Stammbaum ranken. Ihre kalligrafischen Skulpturen sind wundersam zweidimensional, sie sind etwas zwischen Schrift und Figur, sie sind Text, Tier und Gewürz.

Eine tragische Garderobe

Mit seiner Kunst erzählt Adam Christensen Geschichten von flüchtiger Intimität, Traumata und schönem Schmerz. In seinen Performances, Stoff- und Videoarbeiten entblößt sich der Künstler emotional. Im Kunstverein Harburger Bahnhof ist derzeit seine erste Einzelausstellung in Deutschland zu sehen.

Ein Biss vom Mutterkuchen

Im Sophia Süßmilch-Universum prickelt, sprudelt, kratzt und kribbelt es. „Im Einklang mit Mutter Natur“ ist ein Gesamtkunstwerk. Es hangelt sich über die Wände und kriecht über den Boden von Russi Klenners Räumlichkeiten, die zum warmen Uterus der Künstlerin geworden sind.