Alle Artikel von Lara Broerken

Vor der Zündung

Schon lange sind es die kleinen Hölzer mit Phosphorspitze, die Thomas Wachholz‘ Künstlerherz entflammen. Mit “Tempo Primo” bei Wentrup denkt Wachholz an seine künstlerischen Anfänge zurück, fügt diesen etwas Neues hinzu, denn es soll doch immer weitergehen, immer wieder zünden.

Schwirrflug im Spektrum

Neurodiversität systematisch als Fehler einzustufen findet Inari Sandell falsch. Mit “Butterfly Logic” im Espai 13, im Untergeschoss der Fundació Joan Miró in Barcelona verhandelt Sandall Lebensrealitäten von Menschen in neurodiversen Spektren. Und präsentiert einen Botschafter für die Schönheit von Neurodiversität: den Schmetterling.

Alles im grünen Reich

Es liegt ein Zauber in der Luft, wenn zwischen Feldern und Wiesen ein Schloss am Horizont auftaucht. Eine kindliche Freude über diese überraschende Opulenz breitet sich aus. Kunstorte im vermeintlichen Nirgendwo sind magisch. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Schloss Derneburg, ein alles andere als bescheidenes Kunst-Reich!

Liebe heißgekühlt

Menschen brauchen gelegentlich einen Herzchen-Pulli, denn die harte Schale ist auf Dauer schwer zu tragen. Raphaela Simons Ausstellung “Die Nachahmung der Rose” im Oldenburger Kunstverein konfrontiert mit menschlichen Bedürfnissen und Gefühlen, die wie Aggregatzustände stark schwanken.

Lanzenvergleich

Mit “Savoir Vivre” bei ChertLüdde bricht Agnes Scherer eine Lanze für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Nicht, indem sie beispielhafte Missstände aufzeigt, sondern indem sie zeigt, wie wenig sich seit dem Mittelalter verändert hat. Die Männer buhlen, die Frauen pulen – lasset die Spiele beginnen!

Ein Zuckerschlecken

Ernie Wang wirkt mit seiner Show “Play Area” bei Efremidis gegen den ewigen Hustle unserer kapitalistischen Welt an. Seine Keramik-Schlösser bieten Einblicke in Domizile unbekannter märchenhafter Figuren, sie lassen Besucher*innen verharren und ihr inneres Kind spielen.

Die Schönheit des Biests

Unter der Überschrift “Rare Works on Paper” zeigt der amerikanische Künstler Kottie Paloma in der jungen Galerie Definition of Done schonungslos, was den Menschen zum Menschen macht. Überwiegend auf dem zarten Medium Papier reißen sich Figuren die Bäuche auf. Sie spielen, leiden und lachen.

Die Nase läuft

Leichter Knoblauchgeruch hat sich ausgebreitet, Schläuche leiten Flüssigkeit durch den Raum und Ameisen hinterlassen ihre Spuren. Mit “Entropy” im EIGEN + ART Lab präsentiert Suah Im die Teilchen ihrer Welt. Die koreanische Künstlerin lädt dazu ein, Verbindungslinien zu verfolgen, die mitten in ihre eigene Lebensrealität führen.

Die Fledermaus hat schlecht geträumt

Der Affe ist dem Menschen so nah und ähnlich wie kein anderes Tier und doch erprobt der Mensch an ihm Medizin und Kosmetik, an die er sich selbst noch nicht wagt. Wo ist das Mitgefühl? Das seltsame, unstimmige, fragile und blinde Moment zwischen Mensch und Tier fokussiert Rodrigo Hernández in seiner Show bei ChertLüdde.