Alle Artikel von Julia Stellmann

Bin ich schön genug?

In der pastellfarbenen Scheinwelt von Instagram-Werbeanzeigen wird eine vermeintliche Notwendigkeit der präsentierten Produkte suggeriert. Gretchen Andrew stellt sich dieser Logik entgegen, platziert ihre eigene ungewöhnliche Botschaft. In der Kölner Galerie Falko Alexander lautet sie: “I already have everything I need to be beautiful”.

Gefallene Heldenfiguren

Es ist eine kurze Bootsfahrt nach San Giorgio Maggiore, aber nur wenige Besuchende der 59. Venedig Biennale verirren sich hierher. Vorbei an der pompösen, gleichnamigen Kirche verbirgt sich in der Fondazione Giorgio Cini eines der offiziellen kollateralen Events der Biennale: Kehinde Wiley untersucht die “Archäologie der Stille”.

Der strauchelnde Mensch

Richie Culver polarisiert, wenn er in großformatigen Schriftbildern Einblick in sein Innenleben gewährt. Seine jüngste Serie von Gemälden manifestiert die Zwiesprache mit dem eigenen Ich, die nun in einer Soloausstellung bei Ruttkowski;68 auch für das Außen erlebbar wird.

Freude in Zeiten von Pandemie & Krieg?

Der Titel, den die Kunsthalle Düsseldorf für ihre Ausstellung gewählt hat, sorgte noch vor Eröffnung für Entrüstung: “Happiness Is a State of Mind”. Angesichts einer sich dramatisch zuspitzenden Lage in der Ukraine klingt das grenzwertig. Man entschied sich, die Worte durchzustreichen. Freude in Zeiten von Pandemie und Krieg – geht das?

Futter für die Seele

Wer dieser Tage nach Futter für die Seele sucht, sollte nach dem Ausstellungsbesuch einen Abstecher in den Museumsshop machen. Denn mit etwas Glück finden sich seltene Perlen von bildenden KünstlerInnen gestalteter Bücher, die nicht nur jungen Lesenden Freude bereiten.

Eingefrorene Augenblicke

Wo stehen wir? Was bleibt von der sozialen Zwangspause? Und wohin gehen wir von hier aus? Fragen, denen sich die Medienkünstlerin Loretta Fahrenholz in ihrer Einzelausstellung „Gap Years“ im Kölnischen Kunstverein widmet.

Reißt sie nieder!

Woran wollen wir uns erinnern? Was soll ins kollektive Gedächtnis der Menschheit eingehen und exponiert auf Sockeln im öffentlichen Raum platziert stehen? Zehn internationale Positionen widmen sich mit „Adjustable Monuments“ in der Sammlung Philara der Frage, wie die Denkmale der Zukunft aussehen könnten.

Umsonst und draußen

Warum nicht die Sonnentage im Februar für einen Kunstspaziergang nutzen? Düsseldorf hat mit Skulpturenparks und spektakulären Kunstwerken im öffentlichen Raum einiges zu bieten. Das Beste daran: alles pandemiesicher an der frischen Luft erkundbar und dazu noch kostenlos! Wer da noch zuhause bleibt, ist selber schuld.

Rettet Technoschamanismus die Welt?

In einer durch Kolonialismus, Kapitalismus und Umweltzerstörung verwundeten Welt suchen zwölf Kunstschaffende nach Heilung. Im Hartware Medienkunstverein Dortmund wird der Mensch wieder ins Gleichgewicht gebracht, schließen sich Denken und Fühlen nicht länger aus. Technologie und Schamanismus, geht das zusammen?

Wie Fliegen, nur andersherum

Die Kunsthalle Bremerhaven ist geflutet. Verantwortlich dafür ist der Künstler Aurel Dahlgrün mit seiner Einzelausstellung „TIDE“. In einem Wechselspiel aus Nähe und Ferne, aus Ebbe und Flut lässt es sich in den Urquell allen Lebens abtauchen und bis an den Rand des bewussten Verstehens spülen.