Konkrete Raumpoesie

Rafael Domenechs Einzelausstellung in der Galerie HUA International bildet einen Ausstellungsparcours zum Mitmachen und Mitdenken. Faltbücher, Material- und Lichtpublikationen erweitern den künstlerischen Werkbegriff und eröffnen Wege in entfernte Denkwelten. Vorschläge zu einem geänderten – kollektiven – Dasein inklusive. Unterhaltung auf physischer und intellektueller Ebene!

Das strategische Spiel

Es sind die Momente der Entschleunigung, das Warten am Flughafen oder im Fahrstuhl, an die eine Bewegung anschließt, die Lena Marie Emrich in ihren manipulierten Alltagsobjekten auszudrücken versucht. Office Impart zeigt in “Never Fight The Current” ihre neuen Arbeiten.

Wenn der Stammbaum knurrt

Mit “Night of Hinnā” im ChertLüdde Bungalow erinnert sich Monia Ben Hamouda an alle Kontroversen, die an ihrem Stammbaum ranken. Ihre kaligrafischen Skulpturen sind wundersam zweidimensional, sie sind etwas zwischen Schrift und Figur, sie sind Text, Tier und Gewürz.

Dekonstruierte Kleidung

Cudelice Brazelton IV geht in seiner Einzelausstellung „Starter Kit“ bei Barbara Weiss der Bedeutung von Kleidung nach, die alles andere als trivial ist. Er reißt Materialien aus ihren Kontexten und fügt sie in Neue hinein. Und zeigt damit indirekt auch, warum es nicht schick ist, wenn Givenchy eine Kette in Form von Henkersschlinge herausbringt.

Disruption und Konsumption

Mal eben schnell ein Foto von den Kunstwerken gemacht und schon bei Social Media hochgeladen? Nicht bei der Ausstellung von Jonas Roßmeißl bei Klemm’s. Wer ein Foto mit dem Smartphone aufnimmt, wird darauf störende schwarze Streifen erkennen. Das ist nicht zufällig so, sondern Teil des Konzeptes.

Das Schlimmste aus zwei Welten

Der Schinkel Pavillon entführt uns mit „HR Giger & Mire Lee“ in ein dystopisches Ambiente zwischen kühlem Raumschiff und gruseligem Kellergeschoss. Die präsentierten Arbeiten sind biomorph, schleimig und aufregend ambivalent. Sollen wir die Ausstellung nun genießen oder uns ekeln?

Das Blaue Wunder

Die Installation “Lovesong” der Künstlerin Wu Tsang in der Galerie Isabella Bortolozzi bildet eine transzendentale Erfahrung in Raum und Klang. Das Portrait über den Soundkünstler Beverly Glenn-Copeland verbindet visuelle Farbwirkung mit intensiven Klangebenen. Der blaue Galerieraum als Ort der Spiritualität und Selbstreflexion.