Dunkle Vorahnung im Rosengarten

Im brandenburgischen Schloss Freienwalde erinnern Sophie von Hellermanns raumfüllende Wandmalereien an den ehemaligen Besitzer Walther Rathenau. Die Berliner Galerie Wentrup zeigt nun Gemälde, die zeitgleich entstanden sind und ebenfalls vom Leben des Politikers erzählen.

Über Nicht-Orte und die Einsamkeit

Der Fotograf Lukas Korschan beschäftigt sich in seinen künstlerischen Arbeiten mit “Nicht-Orten”, wie Flughäfen, Bahnhöfen, Einkaufszentren, die raum- und zeitlos erscheinen, oft besucht und doch übersehen werden. Die Ausstellung “Könnte auch woanders sein” in der ARTCO Galerie zeigt seine melancholischen und detailreichen Fotografien.

Krise kann auch geil sein

Tote Vögel, dicke Bäuche und ein brennendes Stadtschloss empfangen einen in der Galerie Parterre Berlin. Die Kombination aus schimmernd, spielerisch und schrecklich verdeutlicht die altbekannte Ambivalenz zwischen schön und schlimm, hässlich und anziehend.

Baustellen, Prosecco & Amore

Der Fotograf Juergen Teller und seine Partnerin Dovile Drizyte haben sich vergangenen Sommer in Neapel das Ja-Wort gegeben und das Ganze fotografisch festgehalten. Die humorvollen Schnappschüsse des berauschenden Festes sind derzeit in “AUGURI” bei Contemporary Fine Arts zu sehen.

Fragen nach der eigenen Zeitlichkeit

Der Fotograf Thomas Florschuetz dokumentiert in Bildern die Vergänglichkeit von Kultur in sich überlappenden Ebenen. Florschuetzs Fotografien von Architektur und Interieurs samt neueste Arbeiten aus 2022 sind nun im Haus am Waldsee in Berlin ausgestellt.

Der Marktwert tritt den Wünschenswert

Das Maximum rausholen, haben ist besser als brauchen, aber die Leerstelle ist auch geil – hä? Die 15 Positionen der Gruppe “Kapitalistischer Surrealismus”, die sich rund um Christian Kölbl formiert hat, vermählt sich erstmals in einer Show im Projektraum 145, feiert “Hoch-Zeit” und die ästhetischen Absurditäten des Kapitalismus.

Bilder lesen

“Berlin Childhood + The Angel of History” von Aura Rosenberg bei RL16 ist ein offenes Buch. Ihre überwiegend fotografischen, aber auch skulpturalen und filmischen Arbeiten sind immer ein Verweis auf einen Text Walter Benjamins, schalten dabei aber eine Aktualität dazu. Aus den Werken können mehrere Geschichten herausgelesen werden.

Ist das Müll oder doch Berlin?

Die US-amerikanische Künstlerin Ser Serpas stellt derzeit in der Galerie Barbara Weiss unter dem Titel “HEAD BANGER BOOGIE” den Abfall von Berlins Straßen in neuartigen, skulpturalen Zusammensetzungen aus. Begleitet von schrammeliger Musik, die in der hintersten Ecke aus einem Lautsprecher schallt.

Klatsch und Tratsch

Ihr habt mal wieder stundenlang getratscht und danach ein richtig schlechtes Gewissen gehabt? Schluss damit, sagen die Kuratorinnen von Gossip Gossip Gossip. Sie sehen Klatsch und Tratsch als festen Bestandteil femininer und queerer Identität, der zur Wissenserweiterung und zum Ausdruck von Bedürfnissen dient.

Verlorene Mythen auf Papier

“Der Mythos ist hin” – so lautet der Titel des diesjährigen Kunstfestivals artspring. Eine gleichnamige Ausstellung in der Galerie Pankow umfasst 80 künstlerische Arbeiten auf Papier – der perfekte Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die offenen Ateliers.