Alle Artikel von Julia Meyer-Brehm

Mal streicheln, mal kräftig zuhauen

Harry Hachmeisters Ausstellung „Straße im Sonnenlicht“ bei fiebach, minninger macht Lust auf viele Dinge, die im Moment nicht erlaubt sind: auf Anfassen, Streicheln und sogar auf einen Besuch im Fitnessstudio. Warum all das zu seinem Plan von Sinnlichkeit gehört, erklärt uns der Künstler im Interview.

Marginalisierung im Museum

In der Rotunde des Pariser Petit Palais werden Schwarze Personen wortwörtlich ins Abseits gedrängt. Bei Tanya Leighton zeigt Esteban Jefferson, wie solche institutionellen Narrative zu einer rassistischen Ausstellungspraxis führen.

Felt cute, might delete later?

Viktoria Binschtok zeigt bei Klemm‘s fotografische Schnittstellen auf. Die Ausstellung „Not until Tomorrow“ verdeutlicht die (Un-)Endlichkeit von Bildern im digitalen Raum und unseren inneren Drang, Zusammenhänge herzustellen.

Verhext und zugeschlumpft

Die PSM Gallery zeigt in der Ausstellung „Bastard Magical Pragmatism“ neue Arbeiten von Nadira Husain und Zoë Claire Miller. Das Ergebnis ist ein spielerischer Dialog beider Künstlerinnen, die sich mit Körperlichkeiten und struktureller Benachteiligung auseinandersetzen.

Porno und Profit

Der öffentliche Diskurs zum Thema Sexarbeit schwankt oft zwischen Viktimisierung und Romantisierung. Selten wird dabei über Verhütung oder faire Vergütung gesprochen. Will Fredos Einzelausstellung „Sexual Healers TV“ bei Mouches Volantes wirkt dagegen an. Wir sprechen mit ihm über Trauma, unbezahlte Arbeit und ethischen Pornokonsum.

Schlechte Träume und Nintendo

Sind wir alle Kompliz*innen unserer Konsumkultur? Jonathan Monaghans Arbeiten sind von den ökologischen Folgen unseres Konsumverhaltens und der gesellschaftlichen Abhängigkeit von Technologie motiviert. Neben kritischer Reflexion bieten seine Werke aber auch eine Menge Pomp, Flausch und Extravaganz.

Limits of Care

Die Majhi International Art Residency lädt die teilnehmenden Künstler*innen ein, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu reflektieren. Mit dem dreiwöchigen Projekt soll der künstlerische Austausch zwischen Asien und Europa gestärkt werden.