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Sehnsucht nach dem Aufgang

Die Kunsthalle Bremen versucht sich mit der Ausstellung „Sunset. Ein Hoch auf die sinkende Sonne“ an einer Neuauflage des Sonnenuntergangs. Mit rund 120 Arbeiten aus Malerei, Installation und Videokunst unternimmt sie einen Rettungsversuch des abendlichen Phänomens aus der Kitschecke.

Handel mit Identitäten

Wenn Begriffe wie Blockhain oder NFTs überfordern, fühlt man sich vielleicht vom Gedanken an einen Stopp im Kiosk des Vertrauens abgeholt. Mit Aussicht auf bekömmliche Häppchen Krypto-Kunst zeigt Nagel Draxler im Crypto Kiosk eine Ausstellung von Rhea Myers. Die Künstlerin befasst sich kritisch mit der technologischen Gesellschaft.

Rosarot und schwer zu schlucken

Tomás Espinosa hüllt die Frankfurter Galerie Schierke Seinecke derzeit in ein rosarotes Licht. Wirken die objekthaften Arbeiten auf den ersten Blick zwar spielerisch, so entfalten sie bei genauerer Betrachtung doch nicht weniger als das Abbild einer gelebten Realität, welches die Ernsthaftigkeit der Werkschau beleuchtet.

Viel Männerfantasie, wenig Feminismus

Loreley, Circe, Medusa, Medea – die Hamburger Kunsthalle zeigt das Klischeebild der Femme Fatale in nicht enden wollender Ausführung anhand von Frauenfiguren aus der Mythologie. Empowerment und Feminismus muss man hier leider lange suchen.

Es war einmal und ist noch immer

Die Kunsthalle Osnabrück fragt nach der Rückbesinnung auf Motive der Romantik in Zeiten der Krise. In diesem Rahmen erzählt die Ausstellung „A Song of Tigris & Euphrates“ von Cemile Sahin die Geschichten von Menschen, deren Lebenswege durch den Bau eines Staudamms verbunden sind – und getrennt werden.

Das Sankt-Florian-Prinzip

Können wir heute von gesellschaftlicher Entzweiung sprechen? Oder entsteht gerade durch Krisen die Möglichkeit, Zusammenhalt neu zu definieren? Andrzej Steinbach stellt in der Kunsthalle Osnabrück die Deutungshoheit realpolitischer Narrative infrage. Er konfrontiert autoritäre Praktiken mit demokratischen Teilhabeversprechen.

Highlights des Städelschule Rundgangs

Am Wochenende öffnete die Städelschule in Frankfurt am Main ihre Türen für die Öffentlichkeit. Beim alljährliche Rundgang konnten Besuchende die Arbeiten der Studierenden in den offenen Ateliers an beiden Standorten in der Dürer- und Daimlerstraße begutachtet werden. Fünf Künstler:innen bleiben besonders im Kopf.

Auf Horizontlinie

Die Galerie Esther Schipper präsentiert die neueste Arbeit des Duos Grönlund-Nisunen neben einem Werk von Ryoji Ikeda. Eine ziemlich schaukelige Angelegenheit: Mit Strobo-Licht und rotem Flirren bringen die Künstler die Besuchenden aus dem Gleichgewicht.

Auf Messers Schneide

Die Galerie Eva Presenhuber zeigt in ihrer Zürcher Dependance Fotografien von Torbjørn Rødland. Zu sehen sind Situationen des Übergangs, des Werdens und des Vergehens. Jeden Moment drohen die eingefangenen Zustände zu kippen.

Zwei Hü und ein Brr

Es ist nicht überragend viel, wofür Oldenburg über seine Stadtgrenze hinaus bekannt ist. Matthias Dornfelds Ausstellung im Kunstverein lässt an die Oldenburger denken. Nicht an diejenigen, die dort leben, sondern an die Pferde. Das ist ein schönes Zusammenspiel zwischen Ausstellung und dem, wofür Oldenburg vielleicht am bekanntesten ist.