Alle Artikel von Gast

Fragen nach der eigenen Zeitlichkeit

Der Fotograf Thomas Florschuetz dokumentiert in Bildern die Vergänglichkeit von Kultur in sich überlappenden Ebenen. Florschuetzs Fotografien von Architektur und Interieurs samt neueste Arbeiten aus 2022 sind nun im Haus am Waldsee in Berlin ausgestellt.

Julian Assange in Venedig

Traurige Aktualität: Der diesjährige Internet-Pavillon der Kunst-Biennale in Venedig zeigt Miltos Manetas Portraits des Aktivisten Julian Assange. Mit seiner möglichen Auslieferung in die USA erhält die Ausstellung eine neue Relevanz.

Im Betonwust

Für ihre Ausstellung im MMK Zollamt hat Mire Lee einen Betonmischer, eine abstrahierte Hütte und Zitate in verschiedenen Sprachen gegenübergestellt. So ist mit „Look, I’m a fountain of filth raving mad with love“ ein mit Spannung geladener, dystopisch anmutender Raum entstanden, der die Rohheit der Zeit erkennbar werden lässt.

Die 10 besten Biennale-Pavillons

Die Jury der Biennale Arte 2022 hat ihre Entscheidung getroffen. Demnach ist der beste nationale Beitrag der britische Pavillon von Sonia Boyce. Aber man soll sich ja immer eine Zweitmeinung einholen – auch bei Kunst. Daniela Grabosch von YYYYMMDD verrät, welche Länderpavillons bei ihr besonders Eindruck hinterlassen haben.

Der Körper als visuelle Strategie

Die 2000er-Jahre feiern ihr Revival – samt ihrer kritischen Durchleuchtung. Die Solo-Ausstellung der Künstlerin Billie Clarken im Dock 20 reflektiert die prominenten Mediengesichter der 00er-Jahre, deren Inszenierungsstrategien und persönliche Verluste.

Selbstporträts des Inneren

Selbstporträts, verzerrte Gesichter, manchmal klar figurativ, dann wieder abstrakt. Im Kunstmuseum Bonn sind Werke der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig aus unterschiedlichen Schaffensperioden ausgestellt. Dabei steht vor allem der Mensch und dessen (Selbst-)Wahrnehmung im Mittelpunkt.

Könnten Sie das übersetzen?

Wo Sprache an ihre Grenzen kommt, kann sich ein Gedanke dennoch übertragen. Das beweisen Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe mit der Ausstellung “C’est beau, c’est loin” bei Jeune Création.

Leerstellen im kollektiven Gedächtnis

James Gregory Atkinson macht im Dortmunder Kunstverein Leerstellen afroamerikanisch-deutscher Geschichte sichtbar. “6 Friedberg-Chicago” verknüpft Bilder von der Army Base, wo Atkinsons Vater stationiert war, mit historischen wie zeitgenössischen Narrativen aus einem Archiv über Schwarze US-Soldaten und ihre Nachkommen.

In gezeichneten Lebensräumen

Es ist angerichtet! Serena Ferrario kredenzt in ihrer raumgreifenden Installation „Where the Drawings Live“ lebendige Erinnerungen mit einem Beigeschmack der Nostalgie unauffindbarer Geschichten. Was sich angesammelt hat, meinen wir zu kennen, doch wer oder was lebt hier wirklich?

Videopremiere: Sexual Healers TV

In “La Entrevista” spricht Nayare Soledad Otorongx mit fünf Transfrauen. Die gesungenen Interviews brechen mit Mainstream-Erwartungen darüber, was Trans*frauen untereinander besprechen. Entstanden im Auftrag von Sexual Healers TV feiert die Videoarbeit Premiere auf gallerytalk.net.