Alle Artikel von Gast

Verflochtene Identitäten

Künstliche Nägel, verflochtene Haarteile, Perlen, Schmuck, Textilien, Prothesen und vor allem viel Silikon. Was erzählen uns diese Dinge über den Menschen? Was kennzeichnet Individuen und Gesellschaften und was bedeutet der Begriff der Identität? Diesen Fragen geht Theresa Weber im Dortmunder Kunstverein nach.

Per E-Mail infiziert

Vor über 21 Jahren zerstörte ein Computer-Virus elektronische Daten von über 50 Millionen Menschen – ein unersetzbarer wirtschaftlicher und emotionaler Schaden. Gerrit Frohne-Brinkmann widmet ihm eine Ausstellung in der Galerie Noah Klink und zeigt damit eine historische Reliquie, die für die heutige Welt an Bedeutung verloren hat.

Klima-Diskurs im Ruhrgebiet

Ährige Teufelskralle, Gift-Lattich, Großer Wasserfenchel – schon mal gehört? Zumindest den Menschen im Ruhrgebiet sollten diese Namen nicht allzu bekannt sein, denn hier gibt es diese Pflanzenarten nicht mehr. In was für einer Welt leben wir und welche Rolle spielen wir in dieser? Darum geht es bei “Ruhr Ding: Klima”.

Außerordentlich entspannt

Nach über einem Jahr Corona ist die Blase der produktiven Entspannung endgültig geplatzt. In ihrem Werk “Exceptional Relaxation” beschäftigt sich die Künstlerin Tang Han mit unserem trügerischen Entspannungsbegriff. Wir sprechen über den rosa 100-Yuan-Schein und außerordentliche Erholung – wenn es sie denn gibt.

Nazi-Memes als kritische Kunst?

Der Instagram-Account Tannhäuser Kreis sorgt für Ärger. Jetzt nicht direkt landesweit, aber doch innerhalb einer bestimmten Bubble des Kunstbetriebs. Das Projekt wirft Fragen über die Legitimität eines spielerischen Umgangs mit rechten Bilderwelten auf.

Blue Screen, Blue Love

Alexander Scharfs Ausstellung “JASON” im Rosa Stern Space zeigt die Social Media Geschichte von Jason und seiner schönen Nachbarin Galateia. Eine voyeuristische, geheime Liebe, die gedanklich immer mehr ins gewaltvolle Extrem, in den Horror abdriftet.

Wie geht es weiter, Peter Weibel?

Die Gesellschaft als Geschäft hat ausgedient, findet Peter Weibel. In einer globalen Krise werden die Schwächen eines auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems offenbar und eine Umstrukturierung erforderlich. Die Kunst bietet hier ein Potenzial für verändertes Sehen und Sichtbarkeit.