Alle Artikel von Claire Koron Elat

Gar nicht so störend

Covid-19, die wohl größte Krise seit Jahrzehnten, hat uns in eine unangenehme Pause versetzt. Eine erzwungene Unterbrechung, die zum Reflektieren genutzt werden kann. Dass Störungen auch Potenzial haben können, zeigt die Gruppenausstellung „Wild Frictions. Politische Poesien der Störung“ im Kunstraum Kreuzberg.

Das Problem sind wir

Die Ursache des Klimawandels sind wir, unser ständiger Konsum und die Selbstdarstellung, die wir damit füttern. Die zur Biennale in Venedig 2019 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Performance-Oper „Sun & Sea“ geht über eine oberflächliche Kritik der globalen Erwärmung hinaus.

O(h), müssen wir reden?

Reden ist ein Privileg. Genau so ist es die Entscheidung zum Schweigen. In seiner Einzelausstellung „WAKE“ bei Ebensperger spielt Heiner Franzen damit, Charaktere sprechen oder schweigen zu lassen. Er zeigt zudem, dass O nicht einfach nur der 15. Buchstabe unseres Alphabetes ist.

CGI-Videokunst auf Instagram

CGI-Kunst entwickelt Visionen dafür, wie unsere virtuelle Realität in Zukunft aussehen könnte. Die Künstler*innen Keiken, Jon Rafman, Hyojae Kim und Holly Herndon geben uns mit ihren Videoarbeiten Impulse für die Weiterentwicklung unserer virtuellen Welt und lassen uns daran auf Ihren Instagram-Accounts teilhaben.

Entblößen mit „Neo Brut“

Kurz, aber intensiv. Obsessiv. Innerhalb eines Monats schaffte Álvaro Guilherme alle Werke seiner Ausstellung „Ode“. Was nach schnelllebiger Bestandlosigkeit klingt, setzt sich fest. Eine Ode an Verletzlichkeit, Gefühle und Emotionen – die wir alle intensiver zelebrieren sollten.

Ungewiss apokalyptisch

Zeit und Geld sind Investments. Investments in eine hoffentlich bessere Zukunft. Oder investieren wir eigentlich nur unnachgiebig in eine drohende Apokalypse? Mögliche Visionen für die Zukunft schlägt Malte Bartsch in seiner Ausstellung „Investment“ vor – wobei nichts eindeutig oder unabänderlich ist.

Memes in Marmor

Michelangelo und Facebook-Memes. Was wie ein versuchtes Mit-dem-Trend-Gehen eines Museums klingt, ist Lukas Lieses smarte Auseinandersetzung mit digitaler Schnelllebigkeit und analoger Beständigkeit. In “Whose Street” findet sich Michelangelo im Plattenbau wieder und gibt seinen geliebten Marmor für Memes her.