Wiener Kunstgriff
09.01. – 22.01.20

9. Januar 2020 • Text von

Zurück aus der Weihnachtsstarre erwacht auch Wien im neuen Jahrzehnt! Format(*.strk), Filme von Heidrun Holzfeind im Metro Kinokulturhaus und ein Symposium zur Wochenmitte von contemporary matters. Zum Ende des Monats zeigt Karolina Jabłońska bei Zeller van Almsick, was zeitgenössische Malerei so alles kann.

Courtesy: Vitória Monteiro.

Zur laufenden Ausstellung „prismatic devices“ organisiert Format(*.strk) ein Rahmenprogramm mit Artist Talks, Lectures und Screenings. Den Anfang machen Nazira Karimi und Anvar Musrepov mit einem Screening zentralasiatischer Videokünstler*innen. Vitória Monteiro zeigt drei ihrer Filme und diskutiert mit dem Publikum die Auswirkungen von Social Media auf globale Politik. Line Finderup Jansen zeigt mit „No one lives forever“ eine Ausstellung in der Ausstellung.

WANN: Das Screening ist am 10. Jänner, Vitória Monteiros Panel kann man am 11. Jänner besuchen. Line Finderuo Janses Ausstellung und Talk sind am 17. und 18. Jänner zu sehen. Alle Programmpunkte beginnen jeweils um 19 Uhr.
WO: Bei Format(*.strk), Zirkusgasse 38, 1020 Wien. Mehr Infos hier.

Heidrun Holzfein, Filmstill aus „Za Żelazną Bramą (Hinter dem Eisernen Tor),“ 2009. Courtesy: sixpackfilm.

In der Reihe Living Collection und unter dem Screeningtitel „Wohnen – Utopie und Wirklichkeit“ zeigt sixpackfilm zwei Filme von Heidrun Holzfeind. Gespräche und Konversationen mit den Bewohner*innen sind in Holzfeinds Werk feste Bestandteile – so auch in den Filmen „Corviale“ und „Za Żelazną Bramą.“ Die Filmemacherin unterzieht die sozialutopischen Architekturen einer sensiblen Prüfung und legt das Verhältnis von räumlichen Aspirationen und sozialer Realität frei.

WANN: Zu sehen sind die Filme am 13. Jänner um 19 Uhr. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Heidrun Holzfeind und Brigitta Burger-Utzer.
WO: Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien.

© Yulia Kop.

Das Zusammenkommen von menschlicher und nicht-menschlicher Existenz steht im Zentrum des Symposiums „Biodiversity and the Cultural Landscape.“ Die Vorträge und Diskussionen der referierenden Wissenschaflter*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen und Politik*innen begeben sich auf die Suche nach den Zusammenhängen zwischen Kunst und Biosphäre, um die binäre Kodierung Natur-Kultur in Frage zu stellen und zu dekonstruieren. Kick-Off für das Symposium ist Beth Stephens & Annie Sprinkles Film „Water Makes Us Wet – An Ecosexual Adventure“ im mumok Kino.

WANN: Das Filmscreening startet 14. Jänner um 19 Uhr. Am 15. Jänner beginnt das Symposium um 10 Uhr.
WO: Das Screening findet im mumok Kino, Museumsplatz 1, 1070 Wien, das Symposium am nächsten Tag in der Aula am Campus, Hof 1.11, Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2, 1090 Wien, statt. Mehr Infos gibt es hier.

Karolina Jabłońska, „Big Ball”, 2019.

Karolina Jabłońska versprüht mit einer surrealen und überzeichneten Figurensprache Unbehagen. Doch und geradezu deswegen sind ihre Malereien eine treffende Bestandsaufnahme der unbequemen Gegenwart. Bei Zeller van Almsick versammeln sich Jabłońskas intensive Bildwelten zu einer Ausstellung, die mit „Hyperbole“ nicht besser betitelt sein könnte und in die Galerieräumlichkeiten im 3. Stock am Franz-Josefs-Kai ruft.

WANN: Die Ausstellung von Karolina Jabłońska eröffnet am 21. Jänner um 19 Uhr.
WO: Bei Zeller van Almsick, Franz-Josefs-Kai 3, 3. Stock, 1010 Wien.

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