Münchner Kunstgriff
13.06. – 19.06.18

13. Juni 2018 • Text von

Anarchie, Almanach und Feminismus. Diese Woche in München: Eine Drohne und ein Film über Revolutionäre im Programm des PAM, zwei Eröffnungen in der Villa Stuck und eine Ausstellung über Post-Feminismus bei størpunkt.

Natalie Baxter: Burn Your Bra, 2017, størpunkt.

Was bedeuten Selbstbefähigung und Selbstermächtigung für die Rolle der Frau in der Gesellschaft? Was bedeutet es, im aktuellen Kontext, eine emanzipierte Frau zu sein und an welchen gesellschaftlichen, kulturellen und medialen Normen ist diese Rolle gebunden. Die Ausstellung “POST-FEMINISM” in der Galerie størpunkt widmet sich ab Donnerstag diesen Fragen, die angesichts bestehender Lohnunterschiede und Debatten wie #metoo nicht an Aktualität eingebüßt haben.

WANN: Die Eröffnung ist am 14. Juni ab 19 Uhr, zu sehen bis 13. Juli.
WO: størpunkt, Tengstrasse 32a, 80796 München.

Großer Eröffnungsabend mit Christian Hartard & José Antonio Suárez Londoño.

Am Montag eröffnen gleich zwei Ausstellungen in der Villa Stuck. Abwesenheit und Präsenz, Zeigen und Verbergen. Der Münchner Künstler Christian Hartard bespielt im Rahmen der Reihe RICOCHET den zweiten Stock des Hauses mit einem komplexen Ensemble aus Objekten, Grafik und Videos und schafft so ortsspezifische Installationen. Außerdem wird an diesem Abend die Ausstellung „José Antonio Suárez Londoño. Almanach“ eröffnet. Druckgrafiken, Zeichnungen, Skizzenbücher und Gummistempel bilden zusammen ein immenses Gesamtwerk, das sich auf das Alltägliche konzentriert und sich durch eine einzigartige und sehr markante Ikonographie auszeichnet.

WANN: Die Ausstellungen werden am 18 Juni ab 19 Uhr eröffnet, beide Ausstellungen sind bis zum 16. September zu sehen.
WO: Museum Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, 81675 München.

Desperados, Screenshot, PAM.

Anarchisten und Propaganda, Überwachung und Technik. Auch das Programm des PAM geht diese Woche munter weiter. Am Freitag findet in der Halle 6 auf dem Schwere-Reiter-Gelände die Lecture Performance “Desperados 1919” statt, die sich einem antibolschewistischen Propagandafilm aus dem Jahr 1919 widmet. Am Samstag lässt Anders Eiebakke eine Drohne über der Theresienwiese kreisen. Seine Munich Dove wird dabei Aufnahmen machen und der Künstler diese wiederum mit historischen Aufnahmen aus der Zeit der Münchner Revolution von 1918 kombinieren.

WANN: Am Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr 30.
WO: Halle 6, Schwere-Reiter-Gelände, Dachauer Straße 112 d, 80636 München und Theresienwiese, Bavariaring, 80336 München.

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