Berliner Kunstgriff
5.11. – 11.11.19

5. November 2019 • Text von

Bei Between Bridges eröffnet „social slush“ von Lisa Herfeldt, Antony Valerian hat seine erste Einzelausstellung bei der Galerie Crone, „Architektur und Gesellschaft. Wie wollen wir zusammenleben?“ fragt ein Symposium im HKW und die Studierenden der Klasse Streuli der UdK laden zur Ausstellung nach Potsdam.

Lisa Herfeldt, Between Bridges, 2019.

Für ihre Ausstellung „social slush“ bei Between Bridges hat Lisa Herfeldt Stoffskulpturen in Form von riesigen Zungen angefertigt. „Sie hängen einfach nur ab und nehmen Platz ein“, schreibt Oliver Koerner von Gustorf im Pressetext. In ihrer reduzierten Formsprache erinnern die Zungen an den Minimalismus der 1960er Jahre und sollen dabei die politische Unlust und Einheitssuppe von heute verkörpern. Wem das nicht gleich einleuchtet, schaut am Donnerstag am besten selbst vorbei.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 7. November von 19 bis 21 Uhr.
WO: Between Bridges, Keithstr. 15, 10787 Berlin. 

Antony Valerian, ohne Titel (juliet), 2019, Foto: Christoph Petras, Berlin, Courtesy Galerie Crone, Berlin, Wien.

Nach seinem erfolgreichen Debut in der Wiener Dependance der Galerie Crone, zeigt Antony Valerian nun seine erste Einzelausstellung in Berlin. Unter dem Titel „Ich zeigte ihnen, wie man ein Kreuz errichtet“ werden neue Gemälde präsentiert, die uns an der Innenwelt des Malers und seiner Perzeption der Realität teilhaben lassen. Mit ihrem entschlossenen Gestus und ihrer reduzierten Motivik erzeugen sie eine Atmosphäre zwischen Melancholie, Sanftmut und Vehemenz.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Freitag, den 7. November von 19 bis 21 Uhr.
WO: Crone Berlin, Fasanenstrasse 29, 10719 Berlin.

Armin Linke, Mies van der Rohe, Farnsworth House, Chicago USA, 2011.

Was heißt es heute, modern zu sein? Die Beschaffenheit, Kritikwürdigkeit und Aktualität der Moderne – und damit auch der modernen Architektur – gehört zu den noch immer virulenten Fragen der Gegenwart. Spielarten des postkolonialen Diskurses haben zuletzt Problematiken der Moderne-Debatte aufgezeigt. Gleichzeitig machten sich antimoderne „rechte Räume“ in vielen vermeintlich stabilen Demokratien breit. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen diskutieren Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus Kunst, Architektur und Stadtplanung, wie relevant die Frage nach der Aktualität der Moderne heute ist. Was bedeutet es, im Zeitalter einer umfassenden Datafizierung der Gesellschaft, modern zu sein? Wie können emanzipatorische Gestaltungsstrategien aussehen, die die gesellschaftlichen Auswirkungen abstrakter technischer Abläufe sichtbar machen und so potenziell zu einer Demokratisierung der Datengesellschaft beitragen?

WANN: Das Symposium „Architektur und Gesellschaft. Wie wollen wir zusammenleben?“ findet am Samstag, den 9. November von 10 bis 19.30 Uhr statt.
WO: Haus der Kulturen der Welt, Hirschfeld Bar, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin.

Georg Vierbuchen, Ich kann grad nicht, ich hab andere Sorgen, 2019, Installation. Courtesy Kunstverein KunstHaus Potsdam. 

Die Klasse Streuli der Universität der Künste Berlin lädt zur Ausstellungseröffnung in den Kunstverein KunstHaus Potsdam ein. Die Studierenden beschäftigen sich mit dem Thema „Sorgen“ und greifen dabei gesellschaftliche, politische und persönliche Aspekte auf. Kuratiert wird die Ausstellung von Christine Streuli und Seraphina Lenz.

WANN: Die Vernissage findet am Sonntag, den 10. November 2019 um 17 Uhr statt. Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember geöffnet. Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags, 12 – 17 Uhr.
WO: Kunstverein KunstHaus Potsdam, Ulanenweg 9, 14469 Potsdam.

 

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