Berliner Kunstgriff
01.10. - 07.10.19

1. Oktober 2019 • Text von

Müll bei SomoS, Mitbestimmung von Frauen als Vision von 1919 mit den JETZT! Künstlerinnern und ein Podium im Neuen Berliner Kunstverein dazu, das zeigt, wie man Berlins Kreativräume für alle zugänglich machen kann. Diese Woche legt sich mitten in die aktuelle Stimmung politischer Proteste. 

© Shraddha Borawaka

So viel „Garb-Age“ überall! Die Künstlerin Shraddha Borawake hat sich aufgemacht, ihn für uns zu sammeln, um uns den Müll wieder vor die Nase zu halten. Dabei geht es ihr nicht nur um Müll in materieller, sondern ebenso um dessen geistige Form. Dabei erschafft sie ein fragmentiertes Bild der Menschheit in Zeiten globaler Krisen. Gute Möglichkeit, seinem eigenen Müll mal ein bisschen mehr Bedeutung beizumessen.

WANN: Die Eröffnung ist Dienstag, den 1. Oktober, von 18 bis 21 Uhr und die Ausstellung kann bis zum 6. Oktober besichtigt werden.
WO: SomoS, Kottbusser Damm 95, 1.0G, 10967, Berlin.

Gisela Weimann Mobiles Objekt aus 2 Plakaten 2019, Digitaldruck auf Hartschaum je 74 × 54 cm

Ein Moment des Erwachens aus Träumerein, die zugleich Albtraum sein können. Gleichzeitig endlich die Entschlossenheit, Erkenntnisse zu fördern und Handlungsempfehlungen zu wünschen. In der Ausstellung „1919 Taum und Vision 2019“ zeigen 16 Künstlerinnen ihre Interpretation von freier Mitbestimmung und Gleichheit. Im Artist Talk zur Ausstellung erhalten Besuchende die Chance mit den JETZT! Künstlerinnen ins Gespräch zu treten.

WANN: Der Talk findet Samstag, den 5. Oktober um 16 Uhr statt.
WO: In der Galerie GEDOK Berlin, Suarezstraße 57, 14057 Berlin.

Florine Schüschke: Teil der Arbeit Kartografie der Privatisierung, 2019. Entstanden im Rahmen des Ausstellungsprojektes1989–2019: Politik des Raums im Neuen Berlinvom Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) in Kooperation mit ARCH+, 2019© Florine Schüschke

Was ist die Wahrheit der Berliner Stadtgeschichte? Die Ausstellung „1989-2019: Politik des Raums im Neuen Berlin“ präsentiert eigens für die Ausstellung realisierte Projekte und stellt sie in Zusammenhang mit widersprüchlicher Narrative und Vorstellungen von der wahren Bestimmung Berlins. Die Diskussion zum Thema „Mythos der Kreativität“ untersucht die positiven und negativen Impulse der Kreativszene für die Stadt und entwickelt Modelle, die alle BürgerInnen an Kreativräumen teilhaben lassen.

WANN: Der Talk findet Mittwoch, den 2. Oktober um 19 Uhr statt. 
WO: Im Neuen Berliner Kunstverein, Chausseestrasse 128/129, 10115 Berlin.

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