Preview: Die Affordable Art Fair Hamburg 2015

15. November 2015 • Text von

Ende November ist es wieder so weit: Zum mittlerweile vierten Mal darf auf der Affordable Art Fair in Hamburg auch ohne Großsammlerbudget Kunst geshoppt werden. Ganz neu: Wir freuen uns auf die noch nie da gewesene Hamburg-Section!

Ihr möchtet euch auch das eine oder andere Kunstwerk an die heimischen Wände hängen, bislang sagte euer Portemonnaie aber immer Nein? Seit 1999 versucht euch die Affordable Art Fair, aus dieser Misere zu befreien. Das vom Briten Will Ramsay erdachte Messekonzept vermittelt weltweit Kunst zu kleinen Preisen. Inzwischen gibt es 12 Zweigstellen der Affordable Art Fair, unter anderem in Städten wie Amsterdam, Brüssel, New York, Mailand, Singapur, Seoul, Stockholm und Hong Kong. Allen gemein ist, dass sie Kunstwerke in einem festen Preisrahmen verkaufen, der eine bestimmte Obergrenze nicht überschreitet. So entstand eine benutzerfreundliche Kunstmesse, die 2015 zum vierten Mal ihre Zelte in Hamburg aufschlägt.

Affordable Art Fair: Messeimpressionen 2014

Affordable Art Fair: Messeimpressionen 2014

Ziel der Affordable Art Fair ist es, zeitgenössische Kunst für ein breites Publikum zugänglich und erschwinglich zu machen, frei nach einem Zitat des viktorianischen Künstlers und Sozialisten William Morris: „I do not want art for a few any more than I want education for a few, or freedom for a few“

Somit werden die Preise der Arbeiten auch auf der diesjährigen Affordable Art Fair Hamburg zwischen 100 und 7.500 Euro liegen. Für dieses Budget habt ihr dann die Qual der Wahl zwischen 75 Galerien, darunter sowohl local Heroes als auch zahlreiche renommierte internationale Galerien. Auf der Künstlerliste finden sich neben Newcomern abermals auch bekannte Namen wie Jonathan Meese, Thomas Höpker, Daniel Richter, Damien Hirst und Günther Uecker.

STP Gallery, Thomas Hüpker, Warhol green, 1981, 90x60 cm, Fotografie

STP Gallery, Thomas Hüpker, Warhol green, 1981, 90×60 cm, Fotografie

Die diesjährige Affordable Art Fair in der Hansestadt setzt mit einer Hamburg Section außerdem zum ersten Mal auf Standortflair. Der Hamburger Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Jahn kuratierte für diese Sondershow eine Präsentation, bei der elf ausgewählte Hamburger Galerien ihre Künstler zeigen dürfen. Darunter befinden sich unter anderem Feinkunst Krüger, Galerie Herold, Galerie Evelyn Drewes und Galerie und Verlag St. Gertrude.

Dazu wird der Nachwuchs mit der uns wohl bekannten Emerging Artists Exhibition gefördert. Hier stellen ausschließlich Künstler der Hochschule für bildende Künste (HfbK) aus, die noch nicht von Galerien vertrieben werden. Kuratiert wird die Schau von der Kunsthistorikerin Isabel Deimel.

Galerie Herold, Rainer Fetting: Taxi Canyon, 1995, Ed. 22, Farblithographie

Galerie Herold, Rainer Fetting: Taxi Canyon, 1995, Ed. 22, Farblithographie

Rund um die Messe ist natürlich auch ein entsprechendes Rahmenprogramm angedacht. So lädt das Künstlerkollektiv „We are visual“ zum Siebdruckworkshop, während nach dem Late View, der am Donnerstag um 22 Uhr startet, noch eine Afterparty im VOLT in der Karolinenstraße stattfindet. „L’art aux folles“ lautet das Motto des wilden Abends.

Außerdem wird es in Kooperation mit Artcollector sogenannte Art Talks geben. Der erste davon startet am 20.11. um 17 Uhr: Katharina Bittel (Vorstand Neue Kunst in Hamburg e.V.) spricht über die Mechanismen des Kunstmarkts. Am 21.11. um die gleiche Uhrzeit tauschen sich Inga Wellmann (Kulturbehörde Hamburg), Renate Kammer (Galerie Renate Kammer) und Oliver Lähndorf (Affordable Art Fair) über den Kunststandort Hamburg aus.

WANN: Die Messe öffnet vom 19. bis 22. November ihre Türen. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag 11 – 22 Uhr, Freitag 11 – 20 Uhr, Samstag und Sonntag 11 – 18 Uhr.

WO: Die Affordable Art Fair findet in der Messe Hamburg statt und zwar in Halle A3

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