Nürnberger Kunstgriff
21.04. – 27.04.17

21. April 2017 • Text von

Unkonventionelle Ausstellungsformate und lakonische Malerei-Erzählungen: Akademie-Studenten bespielen mit der Vitrine den kleinsten Ausstellungsraum der Stadt und verwandeln einen historischen Tram-Wagen in einen rollenden Projektraum; die Galerie Sturm zeigt Malerei von Jochen Pankrath.

© Cathérine Lehnerer / Aniela Helen Guse

© Cathérine Lehnerer / Aniela Helen Guse

Eingekeilt zwischen Hauptbahnhof, Handwerkerhof und Kunsthaus zeigt die Vitrine sozusagen als kleine Dependance der Akademie Galerie in unregelmäßigem Turnus junge, experimentelle Positionen. Aufgrund von Winzigkeit kann der Ausstellungsraum nicht betreten werden. Macht aber nichts, authentischer ist ohnehin, das Bier in der Unterführung vor den großen Schaufensterscheiben zu trinken. Mit einer Performance am Eröffnungsabend zeigt die nächste Ausstellung Arbeiten von Cathérine Lehnerer und Aniela Helen Guse.

WANN: Die Eröffnung mit Performance ist am Samstag, den 22. April, um 20 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 14. Mai.
WO: Am Bahnhofsausgang Richtung Innenstadt und am Ende der Königstorpassage liegt rechterhand die Vitrine.

Ankündigung der "Sonderfahrt 250" © Mario Schneider / Lisa Hartmann

Ankündigung der „Sonderfahrt 250“ © Mario Schneider / Lisa Hartmann

Wenn es um Experimente jeglicher Art und die Erprobung neuer Ausstellungsformen geht, sind die Akademiestudenten immer ganz vorne mit dabei. Für drei Tage laden sie jetzt ein, die historische Straßenbahnlinie als fahrenden Ausstellungsraum mit Installation, Performance und Live-Musik zu erleben. Von A (wie „Akademie“) nach B (wie „Burg“) führt die „Sonderfahrt 250“ quer durch die Stadt und bietet Überraschungen sowohl in der Bahn als auch an zahlreichen Haltestellen. Und das alles ohne Fahrschein! Anders und gut – finden wir super. Mitfahrt sehr empfohlen!

WANN: „Alle einsteigen, Türen schließen“ heißt es zum ersten Mal am Mittwoch, den 26. April von 19 bis 23.30 Uhr. Am Donnerstag, den 27. April gibt’s Kaffeefahrten von 14 bis 18.30 Uhr, sowie am Freitag, den 28. April Fahrten zur Finissage von 20 bis 0.30 Uhr.
WO: Die Route der Kunst-Tram führt vom Tiergarten über den Hauptbahnhof und um die Burg herum zum Plärrer. Alle Haltestellen sind hier aufgelistet.

Jochen Pankrath: „Bodypainting III“, 2017. Courtesy Galerie Sturm

Jochen Pankrath: „Bodypainting III“, 2017. Courtesy Galerie Sturm

Lakonisch, bisweilen humorvoll, aber immer gänzlich unpathetisch ist die Malerei von Jochen Pankrath. Trotz meist eher traditionellen Bildthemen schafft Pankrath Denkbilder, verrückt seine Bildmomente ins Traumhafte und erzählt so trocken von neuen Wirklichkeiten hinter den gezeigten Bildrealitäten und jenseits der Leinwandoberfläche. Die Galerie Sturm zeigt nun neue Arbeiten des ehemaligen Meisterschülers von Ralph Fleck.

WANN: „Neue Töne“ eröffnet am Donnerstag, den 27. April um 19.30 Uhr und geht bis zum 12. Juni.
WO: Die Galerie Sturm ist in der Galgenhofstraße 33, unweit des südlichen Bahnhofsausgangs.

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