Berliner Kunstgriff
12.12.-19.12.17

12. Dezember 2017 • Text von

Bevor man über das Jahr 2018 resümieren kann, präsentieren diese Woche drei nicht-mainstream Kunstorte nochmal die Vielfalt künstlerischer Auseinandersetzung.

Unter dem Titel „Muttererde“ präsentiert Jessica Lauren Elisabeth Taylor am Donnerstagabend bei District ihr vielstimmiges Videoprojekt und lädt sechs afrikanische Frauen ein, um über weibliche nicht-binäre Formen der Ahnengeschichte zu sprechen. In Abgrenzung von und als Reaktion auf das unvollständige Wissen über die afrikanische Diaspora werden Rituale, Fähigkeiten und Techniken, die über Generationen weitergegeben werden, diskutiert. Ausgehend von den gemeinsamen Erinnerungen, soll das Handlungspotential dieser Erzählungen beleuchtet werden und gleichzeitig ein gesprochenes Archiv entstehen.

WANN: Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 14. Dezember, von 18 bis 22 Uhr, statt.
WO: District Berlin, Malzfabrik, Bessemerstraße 2-14, 12103 Berlin. Mehr Infos hier.

Pola Sieverding, The Epic, 2016 © Pola Sieverding, Courtesy Videoart at Midnight.

Gregor Hildebrandt und Pola Sieverding leben und arbeiten beide in Berlin. Als Teil der Berlin Sessions, einer Kooperation zwischen dem KW – Institute for Contemporary Art und dem Projekt Videoart at Midnight treffen die beiden künstlerischen Positionen am Freitagabend aufeinander. Hildebrandt, dessen Markenzeichen die Verwendung von Kassettenbändern, sowie allgemein die konzeptionelle Auseinandersetzung mit veralteten Aufnahmetechnologien ist, spricht über die zehn Jahre jüngere Sieverding. Mittels verschiedenster Medien und Techniken reflektiert die Künstlerin in ihrem Werk die Wechselwirkung zwischen physischem Körper und gesellschaftlichen Narrativen: Die Gleichzeitigkeit von Sehen und Gesehenwerden, Berühren und Berührtwerden als Moment innerhalb performativer Praktiken, sowohl innerhalt des Kunstkontextes, als auch darüber hinaus.

WANN: Screening und Gespräch beginnen am Freitag, den 15. Dezember, um Mitternacht.
WO: Videoart at Midnight im Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin. Alles weitere hier.

Image Credit: Keegan Luttrell.

Während in der Vorweihnachtszeit das Kunstpublikums, wie alle anderen auch, mit Besorgungen und Weihnachtsfeiern ausgelastet sind und die meisten Galerien ihre Ausstellungen erst im neuen Jahr eröffnen, veranstaltet die Galerie Import Projects, gemeinsam mit dem Agora Collective am Samstagabend eine Party. Cibelle Cavalli Bastos, nicht-binäre Kunstschaffende, die das Pronomen „sie“ präferieren, widmeten sich seit Januar 2017 in ihrem Studio im Agora Collective der Selbstobservierung. Neben Musik, Essen und Trinken wird die daraus entstehende Nicht-Performance, sowie Beiträge von weiteren Kunstschaffenden, die im Agora Collective gearbeitet haben, zu sehen sein.

WANN: Die Party startet am Samstag, den 16. Dezember, um 22 Uhr.
WO: Agora Collective, Rollberg, Am Südhaus 2, 12053 Berlin. Details hier.

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