Nürnberger Kunstgriff
22.07. - 29.07.16

22. Juli 2016 • Text von

Wenn man versucht eine Gemeinsamkeit zu finden, dann geht es diese Woche genau um diese. Um Ähnlichkeiten, Überschneidungen und Wiedererkennung zwischen Künstlern, Veranstaltungen und Institutionen.

Guoxin Tian, Installation "opening stones", 2016, © Olesia Vitiuk

Guoxin Tian, Installation „opening stones“, 2016, © Olesia Vitiuk

Ausgehend von dem Begriff „terra incognita“ (lat. „unbekanntes Land“, stand früher für Landmassen oder Gebiete, die damals noch nicht kartografiert oder beschrieben waren), enstand der Projektname „Terra Recognita“ als Plattform für junge Künstler und Kunststudenten. Recognita weist uns hin auf das Konzept der Wiedererkennung, Hinterfragung und Neuinszenierung der Vergangenheit und der eigenen Situation. In der Ausstellung „Terra Recognita“, Kapitel II – Die Zunge im Staub zeigen uns die Nürnberger Akademiestudenten Antonia Beer, Tim Konschewitz, Antonio Rastelli und Guoxin Tian aktuelle Arbeiten. Kuratiert wird die Ausstellung im Z-Bau von Olesia Vituk, ebenfalls Künstlerin und Studentin der AdBK.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Freitag, den 22. Juli um 19.30 Uhr.
WO: Kommt in den Z-Bau – Haus für Gegenwartskunst in der
Frankenstraße 200, 90461 Nürnberg

Henirette Grahnert, "Manchmal erscheinst du mir sehr abstrakt", Installationsansicht, 2016 © VG Bild-Kunst Bonn

Henirette Grahnert, „Manchmal erscheinst du mir sehr abstrakt“, Installationsansicht, 2016 © VG Bild-Kunst Bonn

Sowohl der Kunstverein als auch die Kunsthalle zeigen aktuell Arbeiten zweier Künstlerinnen, die im Rahmen des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums in Nürnberg entstanden sind. Es handelt sich um Elif Saydam, die im Kunstverein ausstellt und Henriette Grahnert, deren Gemälde unter dem Titel „Manchmal erscheinst du mir sehr abstrakt“ in der Kunsthalle zu sehen sind. Auf Grund dieser Gemeinsamkeit geben Dr. Harriet Zilch, die Kuratorin der Kunsthallen-Ausstellung und Simone Neuenschwander, der Direktorin des Kunstvereins Nürnberg eine Führung durch die der Kunsthalle. In einem Interview sagt Henriette Grahnert, sie sehe die Leinwand als eine Bühne für ihre Malerei als Akteurin. Oder besser gesagt ihre malerischen Spuren. Sie arbeitet bewusst mit Elementen, die in der traditionellen Malerei eigentlich unerwünscht sind, wie verlaufender Farbe und groben Pinselspuren. Durch humorvolle Titel und teils direkte Kommentare auf der Leinwand macht sie Ihre Bildzitate und Verlinkungen komplett.

WANN: Die Führung startet am Sonntag, den 24. Juli um 13 Uhr.
WO: In der Lorenzer Straße 32 seid ihr richtig in der Kunsthalle.

Manuela Leinhoß, "Women food and god", Installationsansicht, © Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft

Manuela Leinhoß, „Women food and god“, Installationsansicht, © Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft

Nur nicht verwirrt sein, der Kunstverein zeigt zeitgleich zur Ausstellung von Elif Saydam, auch die Ausstellung „Women food and god“ von Manuela Leinhoß. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Minutes“ werden Oraine Durand und Simone Neuenschwander über die Arbeiten im Dialog stehen und diskutieren. Ihre Skulpturen und Objekten können als Erinnerungsspeicher und Erzählungen gesehen werden, die zwischen verschiedenen Polen hin- und herschwingen und Balance suchen zwischen Nähe und Distanz, Entfremdung und Intimität. Oriane Durand ist ehemalige Kuratorin der Kunstverein Nürnberg und ist jetzt Leiterin des Dortmunder Kunstvereins.

WANN: Das Ausstellungsgespräch „Minutes (19)“ mit Oriane Durand könnt ihr am Dienstag, den 26.Juli um 19 Uhr besuchen.
WO: Der Kunstverein ist in der Kressegartenstraße 2, 90402 Nürnberg.

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