Nürnberger Kunstgriff
17.03. – 23.03.17

17. März 2017 • Text von

Zwei fast schon gegensätzliche Ausstellungen werden uns diese Woche geboten: Den einen interessieren die Abgründe der menschlichen Seele, den anderen das Ableben von Gemüse und Materialität.

Manfred Hürlimann,  "Judith mit dem Haupt des Holofernes", 2015, 210 x 145 cm

Manfred Hürlimann, „Judith mit dem Haupt des Holofernes“, 2015, 210 x 145 cm

Die menschliche Psyche und ihre Emotionen sind Themen, die Manfred Hürlimann in seinen Bildern beschäftigen. Die griechische Mythologie liefert ihm viele seiner Motive, da diese für ihn bereits alle menschenmögliche Zustände erzählen. Inspirieren lässt er sich außerdem von Literatur und Kunstgeschichte, so sehen wir in der Ausstellung im Kunstkontor dann auch eine Version der „Judith mit dem Haupt des Holofernes“. Doch durch Satire und Ironie schafft es der Künstler einen humorvollen Kniff in seine bedrückende Bildsprache zu schummeln und diese zugänglich zu machen. In der Ausstellung „Lust und Leid“ im Kunstkontor will Hürlimann zeigen wie nahe die beiden Emotionen und andere Gegesätze beieinander liegen können.

WANN: „Lust und Leid“ könnt ihr euch am Freitag, den 17. März, um 19 Uhr zu Gemüte führen.
WO: Im Kunstkontor im Füll 12 in Nürnberg.

Philipp Eyrich , o.T., 2015, Ø 120 cm, Stahlverpackungsband

Philipp Eyrich , „o.T.“ , 2015, Ø 120 cm, Stahlverpackungsband

Selbe Stadt, selber Tag, selbe Zeit, außerhalb der Stadtmauern in Gostenhof: Es eröffnet die erste Einzelausstellung von Philipp Eyrich „All in and Everything out“ im Raum für zeitgenössische Kunst von Laurentiu Feller. Der Titel vermittelt so ziemlich das Gefühl von „Alles kann, nichts muss“. Wir kennen den in der Klasse Hörl studierenden Künstler meist im Doppelpack mit Mateusz von Motz. Umso gespannter sind wir, ihn diesmal individuell kennenzulernen. Zeigen wird er Objekte aus Stahlband, die zum einen räumlich funktionieren, indem sie sehr zeichnerisch wirken, zum anderen auch durch irreale Titel wie zum Beispiel „Gurkentod“ inhaltlich irritieren. Kommt vorbei und schaut euch den Gemüsefriedhof an.

WANN: Am Freitag, den 17. März, um 19 Uhr.
WO: Kommt nach Gostenhof in die Knauerstraße 3.

Edit Oderbolz, "For the Birds", 2017, Installationsansicht, Kunstverein Nürnberg, 2017,  Courtesy the artist. Photo: Annette Kradisch.

Edit Oderbolz, „For the Birds“, 2017, Installationsansicht, Kunstverein Nürnberg, 2017, Courtesy the artist. Photo: Annette Kradisch.

Wenn ihr noch mehr Kunst in eurer Woche haben wollt, oder ausgerechnet am Freitag keine Zeit habt, müsst ihr trotzdem nicht leer ausgehen. Der Kunstverein lädt zum Ausstellungsgespräch mit Christiane Rekade, der Künstlerischen Leiterin von Kunst Meran/Merano Arte in Südtirol, ein. Das Gespräch findet anlässlich der Ausstellung „The Moon is Shining from the Left“ von Edit Oderbolz statt, die noch bis zum 14. Mai zu sehen ist.

WANN: Am Dienstag, den 21. März um 19 Uhr.
WO: Im Kunstverein Nürnberg, Albrecht-Dürer-Gesellschaft, in der Kressengartenstraße 2.

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