Wohin zur Amsterdam Art Week?
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27. Mai 2024 • Text von

Bald geht’s los: Vom 29. Mai bis 2. Juni findet die 12. Ausgabe der Amsterdam Art Week statt. Noch keinen Plan, wohin? Wir helfen gern! Nicht verpassen solltet ihr die Ausstellungen und Events bei Capital C, PuntWG, Frascati und CBK Zuidoost, im Stedelijk Museum, FOAM und NXT Museum, in der Enari Gallery, Gallery van Fanny Freytag und die Open Studios der Rijksakademie.

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© Sarah Mei Herman.

“The Future is Equal” ist eine vom Young Collectors Circle kuratierte Gruppenausstellung, die ausschließlich Künstlerinnen zeigt und den Auftakt der Amsterdam Art Week bildet. Aus einer Studie der Boekman Foundation im Auftrag des Niemeijer Fonds geht hervor, dass Künstlerinnen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, ihre Werke seltener von Museen angekauft werden und sie insgesamt weniger sichtbar sind. Die Ausstellung ist eine direkte Reaktion darauf und möchte dazu beitragen, Künstlerinnen mehr in den Vordergrund zu rücken. Zu den teilnehmenden Künstlerinnen zählen Shani Leseman, Sarah Mei Herman und Hedy Tjin.

WANN: Die Ausstellung läuft vom 29. Mai bis 12. September.
WO:
Capital C, Weesperplein 4B, 1018 XA Amsterdam.

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Amsterdam Art Week 2023, Photo by Almicheal Fraay.

Auch in diesem Jahr sind die Atelierräume der Rijksakademie van beeldende kunsten während der Amsterdam Art Week für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Künstler*innen in Residence zeigen dem Publikum, woran sie in den vergangenen Monaten gearbeitet, experimentiert und geforscht haben. Die Atelierpräsentationen werden von einem umfangreichen Programm mit Performances, Filmen, Gesprächen und gemeinsamen Projekten begleitet. Zu den aktuellen Künstler*innen der Rijksakademie gehören unter anderem Noor Abed, Reza Afisina, Natalia Papaeva, Amol K Patil, Kaili Smith, Danae Tapia und Fiona Lutjenhuis.

WANN: Die Studios sind vom 30. Mai bis 2. Juni für Kunstinteressierte geöffnet. Hinweis: Für die Veranstaltung ist ein Ticket erforderlich.
WO:
Rijksakademie van beeldende kunsten, Sarphatistraat 470, 1018 GW Amsterdam.

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© Sophie Vallance Cantor.

Die Ausstellung “Meet the Cantors” in der Enari Gallery zeigt die unkonventionelle und humorvolle Malerei des Künstler*innenpaares Sophie Vallance Cantor und Douglas Cantor. Die beiden verbindet ihre Kreativität, ihre gemeinsamen Überzeugungen und ihre gegenseitige Unterstützung bei allen Herausforderungen. In ihren Werken setzen sie sich mit dem Thema Immigration und dem Einfluss dieser auf das Zusammenleben auseinander. Sophie ist Douglas’ Muse, während sie ihren Partner in ihren Werken sarkastisch als Teufel darstellt – ein Insiderwitz mit Beigeschmack darüber, wie Douglas als Immigrant in der westlichen Welt oft wahrgenommen wird.

WANN: “Meet the Cantors” ist vom 30. Mai bis zum 20. Juli zu sehen.
WO:
Enari Gallery, Utrechtsestraat 44 BG, 1017 VP Amsterdam.

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“Work Work Work” by Frascati & Dries Verhoeven.

Die Arbeitswelt wird durch technische Innovationen wie künstliche Intelligenz immer effizienter, wir Menschen immer ausgebrannter. Schneller, höher, besser. “Work Work Work” ist ein von Dries Verhoeven kuratiertes Performance- und Videoprogramm, das sich kritisch mit der heutigen Arbeitswelt auseinandersetzt. Die Vielzahl der Arbeiten beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Arbeitgeber*innen, Arbeitnehmer*innen und (Kunst)Konsument*innen. Frascati stellt seine Räumlichkeiten an vier Tagen für jeweils acht Stunden zur Verfügung, was einem durchschnittlichen Arbeitstag entspricht, und verwandelt sich in ein temporäres Museum für Performancekunst.
 
WANN:
Das Programm findet vom 30. Mai bis 2. Juni statt. Hinweis: Für die Veranstaltung ist ein Ticket erforderlich.
WO:
Frascati, Nes 63, 1012 KD Amsterdam.

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Marina Abramović, Nude with Skeleton, 2005. Courtesy of the Marina Abramović Archives. © Marina Abramović.

Noch mehr Performancekunst gibt es in der großen Retrospektive von Marina Abramović im Stedelijk Museum zu sehen. Mehr als 60 Werke geben Einblick in ihre künstlerische Praxis der letzten fünf Jahrzehnte und unterstreichen ihre Rolle als Pionierin auf dem Feld der Performance. Die Ausstellung umfasst frühe Arbeiten, die in Jugoslawien und Amsterdam entstanden sind, Performances mit ihrem Partner Ulay sowie neuere Arbeiten aus ihrer bis heute andauernden Solo-Praxis.

WANN: Die Ausstellung läuft bis zum 14. Juli. Hinweis: Für diese Ausstellung ist ein Ticket erforderlich.
WO:
Stedelijk Museum, Museumplein 10, 1071 DJ Amsterdam.

AAW CBK Zuidoost gallerytalk
© Kevin Osepa.

“Saw a Breath, Heard a Light” ist eine Duo-Ausstellung von Hannes Wallraffen und Kevin Osepa vor dem Amsterdamer Bahnhof Bijlmer ArenA und im CBK zuidoost Amsterdam. Hannes Wallrafen spielt in der Geschichte der niederländischen Fotografie eine wichtige Rolle, da er die dokumentarische Fotografie maßgeblich geprägt hat. In den 1970er und 1980er Jahren arbeitete er als klassischer Sozialfotograf, in den späten 1980er Jahren entwickelte er sich zu einem Bildregisseur mit oft magischem Touch. Kevin Osepa lässt sich von Wallrafens Arbeitsweise inspirieren. Auch er arbeitet an der Grenze zwischen Realität, Imagination, Zeit und Spiritualität und erzählt in seinen Werken spannende Geschichten.

WANN: Die Ausstellung ist vom 30. Mai bis zum 30. Juni zu sehen.
WO:
CBK Zuidoost, Anton de Komplein 120, 1102 DR Amsterdam.

FOAM Rebels gallerytalk
Andre 3000, New York City, 2003 © Janette Beckman. // Sade, New York City, 1983 © Janette Beckman.

Das Foam zeigt mit “Rebels” die erste große Retrospektive der Punk- und Hip-Hop-Fotografin Janette Beckman. Die Ausstellung beschäftigt sich mit sozialer Gerechtigkeit, politischem Aktivismus und Jugendkultur und ist eine Hommage an all die Protagonist*innen in ihren Bildern, die einen positiven gesellschaftlichen Wandel bewirkt haben. Über vier Jahrzehnte hinweg hat Janette Beckman zentrale Untergrundbewegungen von den Anfängen der Punk- und Hip-Hop-Szene bis hin zu aktuellen Bewegungen wie Black Lives Matter dokumentiert.

WANN: Die Ausstellung “Rebels” läuft vom 30. Mai bis zum 8. September. Hinweis: Für diese Ausstellung ist ein Ticket erforderlich.
WO:
Foam, Keizersgracht 609, 1017 DS Amsterdam.

Gallery van Fanny Freytag gallerytalk
© Annelies Kamen, courtesy of Gallery van Fanny Freytag.

Die Künstlerin und Absolventin der Rijksakademie Annelies Kamen beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Humor und Sprache und spielt bewusst mit der Macht des Witzes. In der Ausstellung “Absolutely Never Sitting Duck” beschäftigt sich die Künstlerin mit Lockvögeln, Membranen, dem komischen Objekt und dem schmalen Grat zwischen Innen und Außen. Ihre Arbeiten gehen oft von autobiografischen Geschichten oder Mythen aus und beziehen Recherchen zur Pop- und Massenkultur mit ein.

WANN: Die Ausstellung ist vom 30. Mai bis zum 6. Juli zu sehen. Am 1. Juni um 19 Uhr findet ein Artist Talk mit der Künstlerin statt.
WO:
Gallery van Fanny Freytag, Schaafstraat 10, 1021 KE Amsterdam.

AAW double double gallerytalk
© Zusa Banasińska & Myrto Vratsanou.

“double double” ist eine Ausstellung und ein Live Action Role Play (LARP) von Zusa Banasińska und Myrto Vratsanou. Die Künstler*innen erforschen die Figur des Doppelgängers, setzen sich mit der Verdopplung als Methode des Geschichtenerzählens und der Spurensuche auseinander ebenso wie mit den Stilmitteln der Spiegelung, Überlagerung und Störung. Bei PuntWG wird diese tiefgründige Erkundung in Form eines Films, Objekten und Zeichnungen offengelegt.

WANN: “double double” ist vom 30. Mai bis 2. Juni zu sehen.
WO:
PuntWG, WG Plein t/o nr 80, 1054 DM Amsterdam.

‘The Living Room’ by Random International as part of ‘Life In a Different Resolution’ at Nxt Museum. Curated by Bogomir Doringer. Photographer Riccardo De Vecchi
“The Living Room” by Random International as part of “Life In a Different Resolution” at Nxt Museum. Curated by Bogomir Doringer. Photographer Riccardo De Vecchi.

Das Nxt Museum ist das erste Museum in den Niederlanden, das sich den neuen Medien und der digitalen Kunst widmet. Die Ausstellung “Life In a Different Resolution” untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine und zeigt Werke der postdigitalen Gruppe Random International. Die ausgestellten Werke hinterfragen konventionelle Vorstellungen vom menschlichen Bewusstsein und untersuchen, wie Technologie die Zukunft gestalten kann. Die Besucher*innen sind dazu eingeladen, Kunstinstallationen, die Fragen nach dem Menschsein aufwerfen und die Grenzen von Kunst, Wissenschaft und Technik ausloten, im Museum zu begehen.

WANN: Die Ausstellung ist vom 30. Mai bis zum 30. Juni zu sehen. Hinweis: Für diese Ausstellung ist ein Ticket erforderlich.
WO:
Nxt Museum, Asterweg 22, 1031HP Amsterdam.

Das ganze Programm der Amsterdam Art Week gibt’s hier.

Wer noch eine passende Unterkunft sucht, dem sei das Pillows Hotel empfohlen. Dort ist es nicht nur besonders gemütlich, sondern es gibt auch Kunst zu sehen, die sorgfältig kuratiert wurde: von historischen Werken  hin zeitgenössischen Auftragsarbeiten. In jedem Zimmer hängen zudem Werke des niederländischen Malers Raphaël Hermans. Mit dem Code “AAW2024” könnt ihr während der Amsterdam Art Week 20% bei der Hotelbuchung sparen!

Vielen Dank für die Presse-Einladung nach Amsterdam und die Übernahme der Reisekosten.

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