Nürnberger Kunstgriff
13.01. – 19.01.17

13. Januar 2017 • Text von

Bereits zum vierten Mal dreht sich im Großraum Nürnberg alles um das Thema Zeichnung in der zeitgenössischen Kunst, Galerienhopping lohnt sich! Copycats werden im Neuen Museum mit der Theorie zur künstlerischen Praxis versorgt, vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit.

Angelika Arendt: Die neue Utopie, 2016. Zu sehen im Galeriehaus Nord.

Angelika Arendt: Die neue Utopie, 2016. Zu sehen im Galeriehaus Nord

Das Programm der vierten Biennale der Zeichnung erstreckt sich auch dieses Jahr über die gesamte Metropolregion Nürnberg. Das Ausstellungsprojekt beschäftigt sich erneut intensiv mit dem bildnerischen Medium der Zeichnung in der Gegenwartskunst, nicht nur in Form von verschiedenen Ausstellungen sondern auch in Filmen, Lesungen und Vorträgen. An dem Ausstellungsprojekt, das vom 15. Januar bis zum 26. Februar dauert, sind die Galerie Bernsteinzimmer, das Galeriehaus Nord, die kunst galerie fürth,  der Kunstverein Erlangen, die Galerie im Bürgerhaus Künstlerbund Schwabach und der Verein für Museum und Kunst in Zirndorf beteiligt. Einen Überblick über Programm, Ausstellungsorte und beteiligte Künstler findet ihr hier.

WANN: Zwischen dem 15. Januar und dem 26. Februar 2017.
WO: Die genauen Standorte der Biennale der Zeichniung findet ihr im Programm.

Sherrie Levine: L’enfant juif, 2006 © Neues Museum, Foto: Annette Kradisch.

Sherrie Levine: L’enfant juif, 2006 © Neues Museum, Foto: Annette Kradisch.

Schon seit einiger Zeit läuft die Ausstellung „Sherrie Levine. After All“ im Neuen Museum. Wer den Gesamtüberblick über das Werk der amerikanischen Künstlerin bisher noch nicht gesehen hat, dem bietet sich nun noch ein weiterer Grund für einen Besuch. In Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste organisiert das Neue Museum ein Symposium zum Thema „Die Kunst der Aneignung“, welches die künstlerische Praxis der Nachahmung bekannter Bildmotive in Geschichte und Gegenwart beleuchtet. Auch Sherrie Levine dupliziert in ihren Arbeiten immer wieder Ikonen der Moderne, darunter Edgar Degas, Yves Klein, Man Ray und andere. Mit dem Thema der Wiederholung im Werk der Künstlerin setzt sich Prof. Dr. Lars Blunck von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg  in seinem Vortrag auseinander. Der Künstler und Kunsttheoretiker Prof. Dr. Stefan Römer stellt Strategien der Aneignung in der sogenannten Appropriation Art der 1980er Jahre vor und bettet darin das Werk Sherrie Levines ein. Den Anfängen dieser künstlerischen Praxis in Spätmittelalter und Renaissance widmet sich Dr. Daniel Hess, Kunsthistoriker am Germanischen Nationalmuseum. Anschließend an die Vorträge bietet eine Podiumsdiskussion Raum für Fragen und eine eigene kritische Auseinandersetzung.

WANN: Das Symposium findet am Donnerstag, den 19. Januar statt. Die Vorträge beginnen zwischen 16 und 18 Uhr.
WO: Im Neuen Museum Nürnberg, Eingang Klarissenplatz, 90402 Nürnberg.

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