Nürnberger Kunstgriff
18.03. – 24.03.2016

18. März 2016 • Text von

Diese Woche ist voller Neuentdeckungen! Junge Talente verweben sich Auf AEG mit der Kunst und widmen sich im Künstlerhaus der Lichtbildnerei. In der Kunsthalle lesen wir Filme und überzeugen uns davon, dass in der Finanzbranche auch immer ein bisschen Krieg herrscht. Inspiriert scrollen wir von dort weiter ins Edel Extra, wo die Frage erörtert wird, was Zeit bedeutet, und die Suchmaschine „Google“ ihr Debüt als Poet gibt.

Es wird wieder groß und großartig Auf AEG: Im Rahmen des jährlichen Frühlingsrundgangs präsentieren die ansässigen Künstler und Gastkünstler ab heute ihre Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung in der Halle 14. Das läuft zwar unter dem Label „Kleine Werkschau“, aber wer dieses Wochenende zusätzlich noch die „offenen Ateliers“ besichtigt und direkt nebenan die Ausstellung der Klasse Gold- und Silberschmieden in der Akademie Galerie besucht, wird sicher nicht von einem „kleinen“ Kunst-Event sprechen. Den Studenten von Prof. Suska Mackert geht es in der Akademie Galerie bei „Champagner und Je t’aime“ um Gewebe und Gewebtes in jeglicher Form. Das Schlagwort bezieht sich nicht nur auf „Gewebe“ im Sinne von Material und Werkstoff, sondern auch auf sozio-kulturelle Prozesse der Kommunikation. Hier wird also im besten Sinne Networking betrieben – wir lassen uns gerne vernetzen!

WANN: Alle drei Events eröffnen heute, Freitag, 18.3.2016 um 18 Uhr. Die Ausstellung „Kleine Werkschau“ in Halle 14 läuft vom 19.3. bis 3.4.2016, jeweils Mi–So von 14–19 Uhr. Die Offenen Ateliers könnt ihr an diesem Wochenende, 19./20.3.2016 von 12–19 Uhr besuchen. Und die Ausstellung „Champagner und Je t’aime“ in der Akademie Galerie in Halle 13 gibt es vom 19.3. bis zum 17.4.2016 zu sehen, jeweils Mi–So von 14–19 Uhr.
WO: Auf AEG, Muggenhofer Str. 135, 90429 Nürnberg

Foto: Nadja Soloviev

„Champagner und Je t’aime“. Abbildung: Nadja Soloviev „Din A1“, Buchbinderleinen, Aluminium & Nylonband, 2016

Auch den Mittwoch streichen wir uns dick im Kalender an, denn gleich zwei spannende Ausstellungen eröffnen im KunstKulturQuartier:
„Man muss bezaubern, wenn man etwas Wesentliches bekommen will.“ Unter diesem magischen Motto, einem Zitat von Franz Kafka, steht die zweite Ausgabe des OHMformats. Die taufrische Ausstellungsreihe der Ohm-Hochschule, erstmals vor einem halben Jahr von dem Lehrbeauftragten Oliver Kussinger gemeinsam mit Studenten ins Leben gerufen, bietet eine Plattform für junge Nachwuchsfotografen, die an der Technischen Hochschule Nürnberg im Fachbereich Design studieren. Verzaubert wird diesmal allerdings nicht an der Hochschule selbst, sondern im Glasbau des Künstlerhauses mit den besten fotografischen Semesterarbeiten. Gezeigt wird Inszeniertes, Dokumentarisches, Werbliches und Erzählendes. Für jeden also etwas dabei – es gibt keine Ausreden!

WANN: Los gehts am Mittwoch, 23.3.2016 um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft anschließend vom 24.3. bis zum 22.4.2016, Di und Do–So von 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr.
WO: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Glasbau 1. OG, Königstr. 93, 90402 Nürnberg

Foto: Sandra Müller

Foto: Sandra Müller

Sehr sprachaffin geht es bei „Scroll Down and Keep Scrolling“ in der Kunsthalle zu. Für die britische Künstlerin Fiona Banner ist Sprache allerdings weit mehr als ein Kommunikationsmittel, sondern eher ein künstlerischer Werkstoff. In ihren Zeichnungen, Installationen, Performances, Skulpturen und Publikationen verbindet sie Text und Form zu ungewohnten und immer neuen Erzähl- und Erscheinungsformen. Kriegsfilme werden transkribiert und lediglich als Schilderungen von Filmstills gelesen; Nacktheit wird beschrieben statt gezeigt; und die Passanten im Londoner Bankenviertel werden fotografiert wie in einem Kriegsgebiet. Also ein absolutes Muss für alle, die ihre Wahrnehmungsgewohnheiten mal überdenken wollen!

WANN: Eröffnet wird am Mittwoch, 23.3.2016 um 20 Uhr. Gestaunt werden kann dann noch vom 24.3. bis zum 29.5.2016, Di und Do–So von 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr.
WO: Kunsthalle Nürnberg, Lorenzer Str. 32, 90402 Nürnberg

Fiona Banner: NAM Stack, 1997. Foto: Stuart Whipps

Fiona Banner: NAM Stack, 1997. Foto: Stuart Whipps

Diese intensive Kunstwoche erhält ihr i-Tüpfelchen am Donnerstagabend mit Gedanken zu Zeit und Zukunft im feinen Edel Extra in Gostenhof. Hier verwandelt das Künstler-Duo „Pless & Wiest“ (Martin Pless und Sophia Wiest) den Alltag in Poesie. Wir blicken mit den beiden in die Zukunft und lernen in Wiests Poesiealbum der Job-Absage-Floskeln, wie man selbst den kleinen und großen Misserfolgen noch etwas abgewinnen kann.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, 24.3.2016 um 19 Uhr und ist zu sehen bis 31.3.2016.
WO: Edel Extra, Müllnerstr. 22, 90429 Nürnberg

"Wir wünschen Ihnen für die Suche nach einer Ihren Vorstellungen entsprechenden Position viel Erfolg. Berlin, den 12. März 2013" © Sophia Wiest

„Wir wünschen Ihnen für die Suche nach einer Ihren Vorstellungen entsprechenden Position viel Erfolg. Berlin, den 12. März 2013“ © Sophia Wiest

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