Münchner Kunstgriff
28.11. – 04.12.18

28. November 2018 • Text von

Public Art Munich 2018 sagt im Kunstraum auf Wiedersehen, SUBJECTIVE HILL vereint Dokumentarfilm und Bildende Kunst und Theo Deutinger stellt im BNKR sein neues Buch ‚Handbook of Tyranny‘ vor.

Theo Deutinger: Handbook of Tyranny (Lars Müller Publishers, 2018)

Versenkbare Poller und allgegenwärtige Videotechnik. Mauern und Grenzzäune, Polizeitaktiken und Überwachungstechniken. Das 21. Jahrhundert zeigt eine Tendenz zu mehr Kontrolle, Überwachung und Sicherheitsdenken, die Produkte dieser Entwicklung scheinen oft unscheinbar im Alltag auf. Man muss sie nur sehen. In seinem kürzlich erschienenen ‚Handbook of Tyranny‚ stellt der Architekt und Forscher Theo Deutinger die alltäglichen Grausamkeiten des 21. Jahrhunderts mittels einer Serie detaillierter, grafischer Illustrationen dar. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung ‚Thresholds. Limits of Space‘ lädt der BNKR am Donnerstag zu einem Vortrag von Theo Deutinger ein, der von Kurator Lukas Feireiss moderiert wird.

WANN: Die Buchvorstellung ist am 29. November ab 19 Uhr.
WO: BNKR – current reflections on art and architecture, Ungererstraße 158, 80805 München.

Yulia Lokshina und Angela Stiegler: SUBJECTIVE HILL, 2018, Still.

Was ist der Unterschied zwischen realer und drohender Gefahr? Wie kann Bedrohung simuliert werden und wie nehmen wir diese Wahr? Der Fokus der Videoinstallation SUBJECTIVE HILL von Yulia Lokshina und Angela Stiegler liegt auf der Erforschung simulierter Konfliktszenarien in Bezug auf Emotion- und Stressregulierung, in virtueller Realität und tatsächlicher physischer Konfrontation. In einer Simulation werden ab Freitag Perzeption und Projektion kombiniert, um den Ausgang einer Situation vorherzusagen oder einer Eskalation vorzubeugen. Lokshina und Stiegler finden an den Schnittmengen von Dokumentarfilm und Bildender Kunst zusammen, im Interesse die beiden Bereiche in ihrer Arbeit miteinander zu verknüpfen.

WANN: Die Eröffnung ist am 30. November, ab 19 Uhr, zu sehen bis 3. Dezember.
WO: Atelier für Medienkunst, Bavariastrasse 6a, 80336 München.

Franz Wanner, Die Befragung, 2018, Foto Credit: © Franz Wanner.

Das Olympiastadion wurde bespielt, auch die Allianz Arena. Es gab Events im Bayerischen Hof, auf der Theresienwiese und in einer Sternwarte. Außerdem wurde auf dem Viktualienmarkt ein Ort der Begegnung geschaffen. Von April bis Juli widmete sich das Projekt Public Art Munich 2018 unter dem Titel „game changers“ Momenten der Veränderung, die eine Stadt und ihre Bewohner prägen und Verändern. Am Samstag gibt es im Kunstraum nun ein finales Hallo und Auf Wiedersehen, der begleitende Reader wird veröffentlicht und es wird eine Intervention von Flaka Haliti präsentiert.

WANN: Die Veranstaltung findet am 1. Dezember ab 17 Uhr statt.
WO: Kunstraum München, Holzstraße 10, 80469 München.

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