Münchner Kunstgriff
10.10. – 16.10.18

10. Oktober 2018 • Text von

Politisches gibt es diese Woche in München. Studierende der Klasse Dilllemuth der Akademie München sowie der Klasse Güdemann der Akademie Stuttgart laden zum „Druck gegen Rechtsdruck“ in die AkademieGalerie, der Fahrende Raum lädt zu einer Finissage und das Lothringer13_Florida präsentiert den Film „Warum die Wunde offen bleibt“.

Marika Schmiedt: Warum die Wunde offen bleibt, 2016, Filmstill.

Auch unausgesprochener und unterdrückter Rassismus kann Langzeiteffekte verschiedener Formungen auslösen. Die Künstlerin und Aktivistin Marika Schmiedt widmet sich seit 1999 in Recherchen und Projekten der Verfolgung von Roma und Sinti. Ihr Film „Warum die Wunde offen bleibt“, der am Donnerstag im Lothringer13_Florida gezeigt wird, ist ein eindringliches Portrait davon, was es für Schmiedt und andere Roma und Sinti bedeutet, mit einer traumatischen Vergangenheit zu leben und die „weiße“ Vorherrschaft in Europa zu kritisieren.

WANN: Screening und Gespräch finden am 11. Oktober ab 19 Uhr statt.
WO: Lothringer13_Florida, Lothringer Straße 13, 81667 München.

Der Fahrende Raum‎Finissage „Wir führen uns mal auf“ mit Performances und Lesungen.

Eine Kinderbuchsammlung war Ausgangspunkt und Grundlage für das Projekt „Wir führen uns mal auf“ des Fahrenden Raums. Mit Kindern und Jugendlichen wurde eine Auswahl der in den Büchern verhandelten Geschichten neu befragt, künstlerische Techniken erlernt und Formate entwickelt, in denen u.a. mit theatralen Mitteln und Kostümen die Erzählungen auf die Bühne neuer Bilderbuchproduktionen gebracht wurden. Zur Finissage dieses Projektes am Freitag zeigen Anna Fehr, Takeo Marquardt, Andreas Schmidt und Frederik Worm innerhalb des Settings der Kinderbuchsammlung sowie den Produktionen der Kinder und Jugendlichen performative sowie installative künstlerische Setzungen.

WANN: Die Finissage findet am 12. Oktober ab 16 Uhr statt.
WO: Der Fahrende Raum, Burmesterstraße 20 ( Postwiese), 80939 München.

AkademieGalerie München: Druck gegen Rechts.

Kunst muss nicht immer politisch sein. Aber sie kann und sie sollte – gerade jetzt. Unter dem Titel „Druck gegen Rechtsdruck“ setzten Studierende der Klasse von Prof. Stephan Dilllemuth der Akademie München sowie der Klasse Prof. Cordula Güdemann der Akademie Stuttgart in der AkademieGalerie ein Zeichen. Mehr als ein Jahr lang haben sich Studierende getroffen, um autoritäre und nationalistische Tendenzen im Land, unterschiedliche Gewaltformen gegenüber Schwachen und Minderheiten sowie den Einzug rechtsradikaler Parteien in die Parlamente gemeinsam kritisch zu verfolgen. Mit den Mitteln der Kunst wollen die Studierenden ab Dienstag auf die Gegenwart reagieren. Eine gemeinsame Ausstellung soll diese Auseinandersetzung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Neben der Präsentation der künstlerischen Arbeiten gibt es Vorträge und Diskussionen zum Thema.

WANN: Die Eröffnung ist am 16. Oktober ab 19 Uhr. Zu sehen bis zum 3. November.
WO: AkademieGalerie, U-Bahnstation Universität, 80333 München.

Der Absatz zur Ausstellung in der AkademieGalerie wurde bereits in der Oktober-Ausgabe des Superpaper veröffentlicht und wurde von Anna Meinecke verfasst.

Weitere Artikel aus München