Münchner Kunstgriff
03.06. – 16.06.20

3. Juni 2020 • Text von

Es geht fast normal weiter in München. Aber nicht vergessen: Bring your own mask zu Jakob Gilg in der Braun-Falco Galerie, zu FURNITURE FOR LOS ANGELES von Jonas von Ostrowski im Kunstraum, zu Hannes Heinrich in der Galerie Susan Boutwell und zu Sophie Schmidt bei bei Knust x Kunz+.

Jakob Gilg: Epithel, Galerie Braun-Falco.

Zarte Farben, klare Kompositionen. Jakob Gilg kombiniert in seinen Bildern gekonnt organische und geometrische Formen und schafft so offene Bildräume, schwebend zwischen Abstraktion und Figuration. Studiert hat der gebürtige Rosenheimer an der Akademie in München bei Jean-Marc Bustamante und Florian Pumhösl. Außerdem war er Meisterschüler von Pamela Rosenkranz. Erst im Januar hat er sein Diplom präsentiert. Obwohl sich der Januar wie eine Ewigkeit her anfühlt sind es nur ein paar Monate. Jetzt im Frühsommer hat er eine Einzelausstellung in der Galerie Braun Falco. Unter dem Titel „Epithel“ präsentiert er neue Arbeiten.

WANN: Zu sehen ab Mittwoch, den 3. Juni. Die Ausstellung läuft bis zum 17. Juli.
WO: Braun-Falco Galerie, Nymphenburger Str. 22, 80335 München.

Jonas von Ostrowski: Los Angeles.

Nahe der geographischen Mitte Deutschlands entsteht in der ländlichen Idylle ein von Künstlern für Künstler konzipierter Rückzugs- und Kommunikationsort. Das Projekt „Los Angeles” im hessischen Günsterode verbindet Architektur, bildende Kunst, Design und räumliche Gestaltung. Initiiert hat das Projekt der Künstler Jonas von Ostrowski, der in seiner künstlerischen Praxis unterschiedliche Medien und Herangehensweisen verbindet. Im Kunstraum München zeigt er nun unter dem Titel „FURNITURE FOR LOS ANGELES“ speziell für das „House with clear shapes and a complex entrance“ entworfene und gebaute skulpturale Wohnelemente.

WANN: Die Virtuelle Eröffnung findet am Mittwoch, den 10. Juni statt, zu sehen bis zum 28. Juni.
WO: Kunstraum München, Holzstraße 10 Rgb., 80469 München. 

Hannes Heinrich, Untitled, © Hannes Heinrich, 2020.

Wie kann man mit Malerei Fragen und Denkprozesse sichtbar machen? Hannes Heinrich nutzt den Vorgang des Malens nicht nur als Werkzeug sondern auch als Inhalt des Bildes. Er legt Raster und Farbräume übereinander , spielt mit Licht und Schatten. Das dabei entstehende Farbgewebe erschwert es der BetrachterIn, in gedachte Bildräume abzutauchen, man wird immer wieder an die tatsächliche Bildoberfäche zurückgeholt. Heinrich will in seinen Arbeiten die theoretische Trennung von Repräsentation und Existenz eines Objekts anhand von Malerei untersuchen. Unter dem Titel „THE SHADE#2“ zeigt Hannes Heinrich neue Arbeiten in der Galerie Susan Boutwell. Dort kann man sich den Prozessen des Malens und des Schauens widmen.

WANN: Die Ausstellung ist noch bis zum Sonntag, den 14. Juni zu sehen.
WO: Galerie Susan Boutwell, Theresienstraße 48, 80333 München.

Sophie Schmidt: Da warf sie ihre Zunge raus, es gab keinen schöneren Vorhang

Installationsansicht – Sophie Schmidt: Da warf sie ihre Zunge raus, es gab keinen schöneren Vorhang, 2019, fructa space.

Sophie Schmidt arbeitet expressiv, intuitiv und instinktiv. In ihren Bildern, Skulpturen und Performances verkörperlicht sie organische wie mechanische Transformationsprozesse. Dabei schöpft sie aus einem individuellen Kosmos aus Formen, Farben und Begriffen. Sie spielt mit organischen Motiven, bricht diese auf, verfremdet und verformt sie. Sie integriert gekonnt Sprache, die sie auf Bildern, in Titeln und in Performances nutzt. Neologismen und elegante Wortverbindungen eröffnen wilde Assoziationsräume. Erst im Mai zeigte sie zusammen mit Ana Pusica unter dem Titel „Female for Future“ arbeiten bei Hubert Burda Media, jetzt im Juni präsentiert sie unter dem Titel „One Last Glory of the Legs“ eine Einzelausstellung bei Knust x Kunz+ in der Theresienstrasse.

WANN: Die Eröffnung ist am Samstag, den 13. Juni, zu sehen bis 15. Juli.
WO: Knust x Kunz+, Theresienstraße 48, 80333 München.

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