Wiener Kunstgriff
29.02. – 06.03.2016

29. Februar 2016 • Text von

Perverse, grenzüberschreitende Kunst des Wiener Aktionismus, die Verarbeitung persönlicher Erfahrungen mit Grenzen und grenzenloser Umgang mit Fotografie von Magnum. Diese Woche wird grenzgenial spannend! 

MUMOK und Wiener Aktionismus hängen zusammen wie Tag und Nacht, deshalb wird die Sammlung auch dieses Jahr wieder aus dem Repertoire geholt. Der Wiener Aktionismus – bekannt für Provokation und Perverses. Der eigene Körper wurde zum künstlerischen Ausdrucksfeld, in dem sich die Künstler selbst bemalten, verletzten oder Körpersäfte und Ausscheidungen wie Blut, Urin, Kot oder Sperma verwendeten. 2016 werden den Werken der Hauptaktionisten Arbeiten von umstrittenen österreichischen Künstlern seit 1900 gegenübergestellt. Somit treffen Günter Brus, Otto Mühl, Peter Schwarzkogler und Hermann Nitsch unter anderem auf Egon Schiele, Gustav Klimt oder Oskar Kokoschka.

WANN: Am 03. März 2016 findet die Eröffnung statt. Die Ausstellung läuft bis zum 16. Mai 2016.
WO: MUMOK, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Egon Schiele, Die Umarmung – Liebespaar II, 1913 Photo: Österreichische Galerie Belvedere

Egon Schiele, Die Umarmung – Liebespaar II, 1913
Photo: Österreichische Galerie Belvedere

Die Galerie Hinterland widmet sich am 2. März dem Thema Grenzen. In den Räumen der Galerie im 5. Bezirk zeigen 13 Künstler aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt ihre Werke zum Thema Grenze. Allesamt geben Auskunft über unterschiedliche persönlichen Erfahrungen mit Grenzen und deren Auswirkungen auf ihre Identität. Die Arbeiten sind demnach sehr individuell und besonders und erzählen stets spannende Geschichten. So wird beispielsweise ein Video eines Badminton-Spiels über die Apartheid-Mauer zwischen Israel und Palästina Seite an Seite von Schuhsohlen einer langen Reise mit der Inschrift „Mi casa e su casa“ ausgestellt.

WANN: Die Vernissage findet am 02. März 2016 um 19:00 statt, die Ausstellung läuft bis 02. April 2016.
WO: Galerie Hinterland, Krongasse 20 1050 Wien

Ana Teresa Fernandez, Filmausschnitt „borrando la frontera“, 2015 Courtesy of the artist

Ana Teresa Fernandez, Filmausschnitt „borrando la frontera“, 2015 Courtesy of the artist

Auch das Westlicht holt, wie zuvor schon die Albertina mit der Ausstellung Provoke, einen japanischen Fotografen in die Hauptstadt. Hiroji Kubotas Werke sind spannend und von seinen Reisen an die verschiedensten Orte der Welt geprägt. Unter anderem zeigen sie die Bürgerrechtsbewegung Amerikas in den 1960er-70er Jahre, Buddhistische Mönche am Shwe Phi Das-Fels in Myanmar und das Leben im kommunistischen Nordkorea.

WANN: Die Vernissage findet am Mittwoch, 02. März 2016 um 18:00 statt und läuft bis zum 22. Mai 2016.
WO: Westlicht, Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40 1070 Wien

Pjöngjang, Nordkorea, 1978 © Hiroji Kubota/Magnum Photos

Pjöngjang, Nordkorea, 1978 © Hiroji Kubota/Magnum Photos

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