Hamburger Kunstgriff
14.01. – 21.01.2016

14. Januar 2016 • Text von

So langsam nimmt der Januar Fahrt auf und der Hamburger Kunstgriff kann einige spannende Events präsentieren. Diesmal unter anderem mit Fotografie von Giacomo Brunelli bei Robert Morat, Medien- und Materialbelastung im Nachtspeicher 23 und Kunst für und von Flüchtlingen bei Frappant e.V.

Unsere neue Kunstwoche startet bei Robert Morat im Kontorhausviertel mit düsteren Schwarz-Weiß-Fotografien von Giacomo Brunelli.

Untitled #01 Gelatin silver print, from "Hamburg" series, 2015

Untitled #01 Gelatin silver print, from „Hamburg“ series, 2015

 In seinen Noir-artigen Arbeiten präsentiert uns der italienische Fotokünstler, der durch seine Serie „Eternal London“ bekannt wurde, seine ganz eigene Sicht der Stadt Hamburg.

WANN: Die Eröffnung findet am Freitag, den 15. Januar, um 18 Uhr statt. Die Ausstellung läuft dann bis zum 12. März und ist freitags und samstags von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen.
WO: Galerie Robert Morat, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg

Anne Steinhagen, Still aus dem Video „blacknoise“, Video 2015

Anne Steinhagen, Still aus dem Video „blacknoise“, Video 2015

Im Nachtspeicher23 be- und hinterfragen die Künstlerinnen Anne Steinhagen und Constanze Vogt unter dem Titel „gelichte“ künstlerische Medien und Material. Constanze Vogt benäht Fotopapier, Anne Steinhagen filmt das grönländische Packeis mit so viel digitalem Rauschen, dass das Medium Film an seine Grenzen gerät. Auch ihre anderen Arbeiten thematisieren Übergangsmomente „an den Grenzen der Belastbarkeit des Materials“.

WANN: „gelichte“ eröffnet am Freitag um 19 Uhr, die Ausstellungh läuft bis zum 24. Januar und kann jeweils Samstag und Sonntag 15-18 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden.
WO: Nachtspeicher 23 e.V. Lindenstraße 23, 20099 Hamburg

ort_m [migration memory]

ort_m [migration memory]

Bei Frappant beschäftigen sich internationale Künstler mit wichtigen Themen, die zurzeit allgegenwärtig sind: Krieg, Flucht, Globalisierung, Kolonialismus. Für das Projekt arbeiteten Hamburger Kunstschaffende in einem Workshop mit Flüchtlingen zusammen – „ort_m [migration memory]“ zeigt das Ergebnis der mehrmonatigen Kollaboration. Im Zuge der Ausstellung präsentieren auch Gastkünstler aus Ghana und Lampedusa ihre Arbeiten mit geflüchteten Menschen. Das Ganze ist nicht nur auf die Räume von Frappant beschränkt – dazugehörige Projekte breiten sich auch im Hamburger Stadtraum aus.

WANN: „ort_m [migration memory]“ eröffnet am Freitag, den 15. Januar um 19 Uhr. Danach ist die Ausstellung bis 12. Februar jeweils Donnerstag bis Sonntag 14 – 18 Uhr geöffnet.
WO: Frappant e.V. Zeiseweg 9, Viktoria-Kaserne, 22765 Hamburg

Lynn Hershman Leeson, Digital Venus-Titian, 1988 Digitaldruck, Foto: Lynn Hershman Leeson © Lynn Hershman Leeson

Lynn Hershman Leeson, Digital Venus-Titian, 1988 Digitaldruck, Foto: Lynn Hershman Leeson © Lynn Hershman Leeson

Wer es noch nicht über die Elbe in die Sammlung Falckenberg geschafft hat, für den heißt es am Wochenende außerdem „Last Chance to see“. Die dortige Ausstellung der Arbeiten von Lynn Hershman Leeson wurde nämlich bis zum 17. Januar verlängert. Am Samstag und Sonntag bieten euch Führungen die vorerst letzte Möglichkeit, die Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin und Filmemacherin auf Hamburger Boden in Augenschein zu nehmen.

WANN: Die letzten Führungen finden Samstag, den 16. Januar, um 15 Uhr und Sonntag, den 17. Januar, um 12 Uhr statt.
WO: Sammlung Falckenberg, Wilstorfer Str. 71, 21073 Hamburg

Und schließlich gibt es bei 7 Türen nächste Woche ein Gastspiel aus Berlin: Lukasz Furs versieht alltägliche Erfahrungen spielerisch mit neuem Kontext und neuer Bedeutung. Gleichzeitig bedient sich Furs in seinen Bilderwerken Installationen auch Zitaten aus der Kunstgeschichte. Das Ziel: Der Zuschauer soll bewusst verwirrt und manipuliert werden. Ob das funktioniert und in welcher Hinsicht hier die titelgebende Provokation stattfindet, findet ihr am nächsten Donnerstag am besten selbst heraus.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am 21. Januar um 19 Uhr und läuft bis 20. Februar.
WO: 7 Türen, Galerie und Kunsthandel, Neustädter Str. 48, 20355 Hamburg

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