Hamburger Kunstgriff
08.08. – 21.08.19

8. August 2019 • Text von

Von wegen Sommerloch! Der Hamburger Kunst-August hat es in sich: Die xpon-art Gallery hinterfragt das Thema Fakes in allen Facetten, in der Affenfaust zeigt Pascal Kerouche visionäre Rap-Fotografie, die ZustandsZone reflektiert den Umzug aufs Land und im Kunstverein feiert Peaches ein Musical der Sextoy-Selbstbefreiung.

Christian Carsten Jahns, f**ake, x-pon art

Christian Carsten Jahns, f**ake, x-pon art

Fake oder Fiktion? Aneignung oder bewusstes Zitat? Gefälscht oder falsch? Abstraktion auf die Essenz oder gezielte Desinformation durch Weglassen? Das sind nur einige der Dichotomien, denen sich die xpon-art Gallery am Donnerstag widmet. 15 KünstlerInnen haben sich in den Medien Fotografie, Malerei, Zeichnung, Druck, Grafik, Video, Objekten und Installation mit dem Motto “f**ake” beschäftigt und präsentieren das Ergebnis in der thematisch kuratierten Gruppenausstellung im Münzviertel.

WANN: f**ake eröffnet am 8. August ab 20 Uhr. Danach ist die Ausstellung noch bis zum 9. September zu sehen.
WO: xpon-art, Repsoldstraße 45, 20097 Hamburg.

Snoop Dogg x Long Time No See, Credit: Pascal Kerouche

Snoop Dogg x Long Time No See, Credit: Pascal Kerouche

Am Freitag, den 9. August, lohnt sich nicht nur für Rap-Aficionados ein Abstecher in die Affenfaust. Zwischen dokumentarischer Distanz und authentisch-persönlicher Nähe oszillierend zeigt Pascal Kerouche unter dem Titel “Long Time No See” Fotografien von Snoop Dogg und anderen Rap-Musikern, mit denen er auf Tour war oder anderweitig in Verbindung steht.

WANN: Die Vernissage startet am 9. August ab 19 Uhr. Danach könnt ihr “Long Time No See”noch bis zum 25. August während der regulären Öffnungszeiten am Samstag zwischen 14 und 18 Uhr besuchen.
WO: Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg.

© Peaches, Whose Jizz Is This?, 2019_2

© Peaches, Whose Jizz Is This?, 2019_2

Auch im Kunstverein dreht sich am Freitag alles um eine Musik-Ikone. Unter dem Titel “Whose Jizz Is This?” gibt es hier die erste institutionelle Einzelausstellung der feministischen Electroclash-Provokateurin Peaches zu sehen. Die Musik der Kanadierin ist bloß Sprungbrett für ein breites Spektrum an Arbeiten, Interventionen und Performance-Elementen – laut Eigenaussage „ein dekonstruiertes Musical in 14 Szenen”. Im Mittelpunkt stehen sogenannte “Fleshies” – ursprünglich einmal Sexspielzeuge, die im Zuge der künstlerischen Performance eine neue, eigene Identität annehmen.

WANN: Die Eröffnung im Kunstverein startet am 9. August um 19 Uhr, u.a. mit Reden von András Siebold und Bettina Steinbrügge. Die Ausstellung läuft danach bis zum 20.Oktober.
WO: Kunstverein Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg.

Uwe Heckmann, Bilder aus der Provinz

Uwe Heckmann, Bilder aus der Provinz

Die Zustandszone ist umgezogen – von der Königsstraße in die schleswig-holsteiner Stadt Lauenburg, weniger urban, aber immer noch in Elbnähe. Dem Gegensatz von Stadt und Land widmet sich der Kunstort dementsprechend auch im neuen Projekt “LAND-STADT”, das die Saison 2019/20 prägen wird und am Samstag, den 10. August, Eröffnung feiert. Uwe Heckmann und Florian Fritsch zeigen im ersten Teil des neuen Ausstellungszyklus “Bilder aus der Provinz – Cityscapes”. Das Projekt geht der Frage nach “wie die Begriffe Land und Stadt zueinander stehen und sich wie mentale Welten, in den Agglomerationen überschneiden, aber trotzdem voneinander entfernen.”

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Samstag, den 10. August. Von 15 bis 20 Uhr könnt Uhr könnt ihr die Vernissage besuchen.
WO: ZustandsZone, Elbstraße 75, 21481 Lauenburg/Elbe.

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