Hamburger Kunstgriff
31.03. – 07.04.2016

31. März 2016 • Text von

Der Hamburger Kunstgriff startet im Zeichen der Malerei in den Frühling. Bei Feinkunst Krüger erwartet euch dieses Wochenende mit „Zerberus“ ein dreiköpfiges Ausstellungsmonster mit apokalyptischen Motiven, im Hause 7 Türen präsentiert man euch die Soloshow von „Tobimann“ Tobias Hoffmann und bei St. Gertrude zeigt Jürgen Brodwolf mit seinen anthropomorphen Tubenfiguren, was noch alles in einer Ölfarbenpackung stecken kann.

Am Samstag eröffnet bei Feinkunst Krüger „Zerberus“ – in Analogie zum dreiköpfigen Höllenhund der griechischen Mythologie zeigen hier die drei Künstler Björn Holzweg, Ki Yoon Ko und Elmar Lause ihre düster-fantastischen Bildwelten.

Elmar Lause, Feinkunst Krüger

Elmar Lause, Feinkunst Krüger

Mit symbolisch aufgeladenen Tierzeichnungen von Björn Holzweg, fotorealistischen Arbeiten von Ki Yoon Ko und popkulturell inspirierten Collagen, Übermalungen und Skulpturen von Elmar Lause dürfte für jeden, der sich Samstagabend in der Neustadt einfindet, etwas dabei sein.

WANN: Zur Eröffnung könnt ihr am 2. April ab 20 Uhr aufkreuzen. Danach läuft die Ausstellung bis zum 23. April 2016 und ist donnerstags und freitags 12– 19 Uhr und samstags 12 – 18 Uhr geöffnet.
WO: Feinkunst Krüger, Kohlhöfen 8, 20355 Hamburg

Tobimann: "Play rewind", Acryl und Ölkreide auf Leinwand, 2015, 1 x 1,40 m, Galerie 7 Türen

Tobimann: „Play rewind“, Acryl und Ölkreide auf Leinwand, 2015, 1 x 1,40 m, Galerie 7 Türen

So ziemlich gleich um die Ecke erwartet euch am Samstag bei 7 Türen eine weitere Eröffnung: „Reset“ von Tobias Hoffmann alias Tobimann. Jenseits von Künstlerbiografien und Ausstellungsteilnahme-Listen soll hier einfach nur die Malerei im Mittelpunkt stehen, heißt es. Der Titel „Reset“ verweist zurück in die Ära der Kassettenrekorder, als man mit dieser Taste alles wieder auf Anfang stellen konnte. Die nicht immer ganz abstrakten Bilder wurden mit vielen Farbschichten gestaltet, pastos aufgetragen und dann wieder weggewischt oder gespachtelt, bis ein reliefartiges Endprodukt entstanden ist. Freunde von texturintensiver Meta-Malerei sollten definitiv einen Blick riskieren.

WANN: Eröffnung ist am 2. April um 19 Uhr, Laufzeit der Ausstellung bis zum 23. April. Besichtigen könnt ihr die Bilder jeweils Mittwoch bis Freitag 12 – 18 Uhr sowie am Samstag 12 – 15 Uhr.
WO: Galerie 7 Türen, Neustädter Str. 48, 20355 Hamburg

Jürgen Brodwolf: "ohne Titel, (Bürste)", 1985, Tubenfigur und Bürste, ca. 9 x 10 x 3 cm, Galerie & Verlag St.Gertrude

Jürgen Brodwolf: „ohne Titel, (Bürste)“, 1985, Tubenfigur und Bürste, ca. 9 x 10 x 3 cm, Galerie & Verlag St.Gertrude

Am Sonntag, den 3. April, lädt St. Gertrude zu den „Visionen der Erinnerung“ von Jürgen Brodwolf. Der 1932 geborene Künstler präsentiert auch hier sein Markenzeichen, „Tubenfiguren“ aus ausgedrückten Farbtuben, diesmal im Kontext von Arbeiten, die sich auf archäologische Ausgrabungsstätten und archaische Plastiken berufen. In ihrer Abstraktheit wirken die Werke dennoch allgemeingültig genug, um überzeitliche menschliche Lebenssituationen und Emotionen widerzuspiegeln. Wie das Ganze live aussieht, könnt ihr euch Sonntag tagsüber in Altona vor Augen führen. Eine Einführung durch Dr. Thomas Gädeke von Schloss Gottorf versorgt euch mit zusätztzlichen Erläuterungen.

WANN: Die Vernissage findet am 3. April ab 11 Uhr vormittags statt. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Mai und ist Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr zu besichtigen.
WO: Galerie und Verlag St. Gertrude, Goldbachstraße 9, 22765 Hamburg

Weitere Artikel aus Hamburg