Hamburger Kunstgriff
31.05. – 06.06.18

31. Mai 2018 • Text von

Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen der Fotografie. Die Phototriennale winkt schon aus der Ferne und die Galerien leisten Vorarbeit. Mikiko Sato trägt den japanischen Blick bei, Melike Bilir und 14a nehmen politische Krisen in den Fokus und bei Evelyn Drewes wird das Verhältnis von Malerei und Fotografie ausgelotet.

Shingo Yoshida

Für Shingo Yoshida sind Reisen an extreme Orte der Ausgangspunkt seiner Kunst. Er besucht Eiswüsten, Dschungel und sagenumwobene Orte, trifft dort Einsiedler, lernt die lokalen Legenden kennen und entdeckt jeden Ort unvorbereitet für sich neu. Vor allem aber lernt er sich selbst an jedem Ort aufs Neue kennen. Seine Ausstellung „Hidden Places“ ist bei Mikiko Sato im Rahmen der Phototriennale zu sehen.

WANN: Eröffnet wird am Mittwoch, den 6. Juni, ab 18 Uhr. Die Ausstellung ist Teil der der Phototriennale.
WO: Mikiko Sato Gallery, Klosterwall 13, 20095 Hamburg

Robin Hinsch: Maswuwlia

 

Bei Melike Bilir geht es politisch zu. Der Hamburger Fotograf Robin Hinsch ist zwischen 2015 und 2017 an die politischen Krisenherde der Welt gereist und hat die gesellschaftspolitischen Umbrüche unserer Zeit in mitreißende Bilder verpackt. Die Ausstellung bietet eine Collage von Einzelschicksalen und historischen Katastrophen. Sie führt die Besucher von Syrien, dem Irak, über die Balkanroute bis nach Europa.

WANN: Los geht’s am Donnerstag, den 31. Mai, ab 18 Uhr im Rahmen der Gemeinschaftseröffnung der Galerien auf der Fleetinsel und der Off-Triennale.
WO: Galerie Melike Bilir, Admiralitätstraße 71, 20459 Hamburg

Sonja Hamad:
Gulan, 19, Zerya, 18 und Zilan, 17 (von links nach rechts). Singschar, Nordirak-Kurdistan, 2015

Ebenfalls im Rahmen der Off-Triennale und ebenso engagiert spürt Sonja Hamad unter dem Titel „Jin – Jiyan – Azadi, Women, Life, Freedom“ der kurdischen Frauenbewegung nach. Gerade die Frauen sind es, die sich dem Kampf gegen den IS und seine frauenverachtende Ideologie stellen. Die Kämpferinnen geben ihren Namen ab, wählen sich selbst einen neuen und werden zur „Freundin“ aller anderen Kämpferinnen. Hamad kommt ihnen bei 14a  ganz nahe und zeigt behutsame Porträts der toughen „Freundinnen“.

WANN: Die Eröffnung findet am Mittwoch, den 6. Juni, ab 11 Uhr statt. Am Samstag, den 16. Juni gibt es um 16 Uhr ein Künstlergespräch.
WO: 14a, Elligersweg 14a 22307 Hamburg

Johnnes Kersting: Solymar, Fotografie 2018

Johannes Kerstings Bilder finden in einer Zwischenwelt statt. Sie schwanken zwischen Malerei, Fotografie und Objektkunst, genauso wie zwischen abstrakter Komposition, konkreter Architekturdarstellung und fragmenthafter Montage. Die Farbigkeit nimmt bei Kersting eine herausgehobene Stellung ein. Evelyn Drewes zeigt unter dem Titel „Sonderfarben“ diese optischen Querschläger – sie sind etwas Besonderes, wie die Sonderfarbe in der Drucktechnik auch. Dazu passen Daniel Behrendts Architekturgemälde, in denen er das Besondere in abgehalfterten Mauern und öden Fenstern findet.

WANN: Eröffnet wird am Freitag, den 1. Juni. Ein Katalog ist erhältlich.
WO: Evelyn Drewes Galerie, Burchardstraße 14, 20095 Hamburg

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