Hamburger Kunstgriff
27.2. – 11.3. 20

27. Februar 2020 • Text von

Bunt und laut oder clean und reduziert? Zeitgenössische Pop Art bei Oberfett und ein ungewöhnlicher Blick auf das klassische Genre des Stilllebens in der Affenfaust treffen auf Schwarz-Weiß-Grau-Optik bei Bunker Hill und minimalistische Skulptur in der Herbert-Gerisch-Stiftung. Der Hamburger Kunst-März startet mit einem Potpourri der Gegensätze.

Christian-Junghanns, "Holstein", © Christian Junghanns

Christian-Junghanns, „Holstein“, © Christian Junghanns

Wie kann zeitgenössische Pop Art funktionieren? Diese Frage beantwortet Christian Junghanns ab Freitag, dem 28. Februar, im Oberfett, den neuen Kunsträumen an der Großen Elbstraße. In farbenfroh reduzierter Optik jenseits von Comic-Klischees widmet sich der in Hannover geborene Künstler einer Vielzahl von Motiven von der Landschaft über Porträts bis zum Kassenbon.

WANN: Vernissage ist am Freitag, den 28. Februar ab 19 Uhr. Danach könnt ihr die Ausstellung bis zum 21. März besuchen.
WO: Oberfett | Elbe, Große Elbstraße 86, 22767 Hamburg.

Johanna Spieker, Still aus Video "Wind of Change", ©Johanna Spieker

Johanna Spieker, Still aus Video „Wind of Change“, ©Johanna Spieker

Monochrom heißt nicht monoton: Ab Samstag, den 29. Februar, widmet sich die neue Ausstellung in der Bunker Hill Galerie ganz den Nicht-Farben “Schwarz Weiß Grau”. 15 Künstler*innen aus Norddeutschland und Berlin setzten sich in verschiedenen Medien von der Zeichnung über den Film bis zur Live-Performance mit dem Stilmittel der Grisaille auseinander.

WANN: Die Vernissage startet am Samstag, den 29. Februar, pünktlich um 18 Uhr. Die Ausstellung ist dann bis zum 12. März zu besichtigen.
WO: Bunker Hill Galerie, Galerie, 5. Stock im Bunker, Hamburg, Feldstr. 66, 20359 Hamburg.

Diego Palacios "Stilleben von immer ps", 51,5 x 66 cm, Öl auf Leinwand, 2019

Diego Palacios „Stilleben von immer ps“, 51,5 x 66 cm, Öl auf Leinwand, 2019

Innehalten, Still sein, in Ruhe kontemplieren… – das unaufdringliche Genre des Stilllebens hat es im 21. Jahrhundert nicht leicht. Die Affenfaust Galerie präsentiert ab Samstag, den 7. März, unter dem Titel “Stilles Leben” eine neue Lesart. Hier dürfen auch Landschaften und Stadtbilder als “Unbewegtes” gelten. Dazu haben die Kuratoren, Galerist Marcus Schild und Künstler Elmar Lause, eine Reihe ungewöhnlicher und hintersinniger Motive zusammengestellt, die zeigen, dass Stilleben nicht Stillstand bedeutet.

WANN: Eröffnung feiert die Gruppenausstellung am Samstag, den 7. März, ab 19 Uhr. Danach läuft “Stilles Leben” bis zum 29. März.
WO: Affenfaust Galerie, Paul-Roosen-Straße 43, 22767 Hamburg.

Katsuhito Nishikawa: Leiche / Corps, 1992 © Katsuhito Nishikawa

Katsuhito Nishikawa: Leiche / Corps, 1992 © Katsuhito Nishikawa

Und für den Sonntagsausflug am 8. März legen wir euch einen Trip nach Schleswig-Holstein ans Herz, genauer gesagt zur Herbert-Gerisch-Stiftung in Neumünster. Nach der Winterpause startet die neue Saison dort mit Werken von Katsuhito Nishikawa. Unter dem Titel “Zum Licht” zeigt die Stiftung in den Räumen der Villa Wachholz die reduzierten abstrakten Holz-, Gips- und Bronzeskulpturen sowie Gefäß-Skulpturen des seit 1974 in Deutschland lebenden japanischen Künstlers.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Sonntag, den 8.März, dabei läuft die Vernissage parallel zum Tag der offenen Tür von 12 bis 18 Uhr. Danach läuft “Zum Licht” noch bis zum 3. Mai 2020.
WO: Herbert Gerisch-Stiftung, Brachenfelder Str. 69, 24536 Neumünster.

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