Hamburger Kunstgriff
27.06. – 10.07.19

27. Juni 2019 • Text von

Die Hansestadt verkriecht sich in kühlen Kellern oder springt ins Planschbecken, nur ganz selten traut sich dieser Tage eine Kunstveranstaltung ins grelle Sonnenlicht. Wo und wann sich diese raren Vorkommnisse ereignen werden, findet ihr hier.

Gerrit Frohne-Brinkmann & Emanuel Mauthe, Ball Boy, 2019

In dieser Form bietet gallerytalk.net schon seit einigen Jahren guten Service. „Good Service“ gibt es aber auch im Kunstraum 14a. Unter diesem Titel stellen hier das Künstlerduo Gerrit Frohne-Brinkmann und Emanuel Mauthe sowie Gina Fischli Objekte und Fotografien aus. Fischli überzieht in ihren Aufnahmen das Alltägliche mit Glitter, während Frohne-Brinkmann und Mauthe das traditionelle Handwerk der Bleiglasherstellung ironisch brechen und anachronistisch auf die Sportwelt, konkret gesagt das Tennisspiel, anwenden.

WANN: Eröffnet wird am Sonntag, den 30. Juni, von 15 bis 18 Uhr.
WO: 14a, Elligersweg 14a, 22307 Hamburg.

Millerntor Gallery

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf die Spielpause der Fußball-Bundesliga, denn das bedeutet Platz für Kunst und Kultur im Millerntor-Stadion! Viva con Agua und der FC. St. Pauli tun sich schon zum neunten Mal zusammen um mithilfe von Kunst und Musik Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Die Millerntor Gallery bietet auch in diesem Jahr ein großartiges Programm aus Kunst, Konzerten, Workshops und Vorträgen. Legendär ist die Street Art, die jedes Jahr aufs Neue die Wände des Millerntor-Stadions für die kommende Saison zieren wird. Außerdem gibt es Skulpturen, Fotografien und Installationen. Dabei kommen internationale Künstlerinnen und Künstler mit Hamburger Hausgewächsen zusammen: Unter anderem treffen die Brasilianerin Mari Pavanelli, Francisco Vilanculos aus Mosambik und Ed-Franklin Gavua aus Ghana auf wohlbekannte Namen wie TESE, SUTOSUTO, 1010, ArtOne, Joséphine Sagna und TONA.

WANN: Die Millerntor Gallery findet vom 04.-07. Juli statt.
WO: Millerntor-Stadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg.

Georges Adéagbo, Installationsansicht „La Mort et la résurrection d’Aby Warburg“, Warburg-Haus Hamburg, Foto: Stephan Köhler © Georges Adeagbo 2019

Das Warburg-Haus hat sich dem Fortbestehen der Forschungen des Kunsthistorikers Aby Warburg verschrieben. Dazu gehört auch seine Aktualität im gegenwärtigen Kunstgeschehen. Das geschieht auch in der Ausstellungsreihe „Inversionen“, bei der Künstler ortsspezifische Arbeiten für das Warburg Haus anfertigen. Diesmal hat sich Georges Adéagbo des Erbes Warburgs angenommen. Adéagbo beschäftigt sich seit Jahren kritisch mit (post-)kolonialen Konstellationen in Form von komplexen Installationen aus Fundstücken und ist somit eine perfekte Wahl für die Reihe.

WANN: Los geht’s am Donnerstag, den 27. Juni, ab 19 Uhr. Da der Platz begrenzt ist, wird um Voranmeldung bei inga.dreesen@studium.uni-hamburg.de gebeten.
WO: Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, Hamburg.

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