Hamburger Kunstgriff
18.06. – 02.07.20

18. Juni 2020 • Text von

Das Hamburger Kunstleben hat wieder Fahrt aufgenommen. Wir feiern Mittsommer mit dem GARTENDERGEGENWART, besten Freundinnen bei Frappant e.V., fragilen Naturdarstellungen bei Kerstin Hengevoss-Dürkop, einer digitalen Reise auf der Neuen Seidenstraße im Kunstverein Harburger Bahnhof und der Frage, worüber wir lachen wollen, im Hamburger Kunstverein.

Bunte abstrakte Skulptur von Katharina Grosse auf grünem Rasen.

Katharina Grosse, o.T. (Garten), 2016, 80 x 120 x 420 cm, Acryl auf glasfaserverstärkterm Kunststoff; Courtesy KÖNIG GALERIE, Berlin; Foto Hinrich Franck

Scheint die Sonne noch? Dann nichts wie raus mit euch und gleich heute Abend, am Donnerstag, den 18. Juni, Kunst an der frischen Luft genießen. Mit dem GARTENDERGEGENWART hat sich der salondergegenwart nach draußen gewagt und präsentiert in Eimsbüttel eine Skulpturenausstellung unter freiem Himmel. Öffentlich zugänglich und mit Hamburger und internationalen Künstler*innen besetzt.

WANN: Der Garten öffnet seine Pforten am Donnerstag, den 18. Juni und bleibt bis 18. November erhalten. Besuchen könnt ihr die Schau aufgrund der Corona-Maßnahmen nach Anmeldung hier in einem vorher zu buchenden Zeitfenster.
WO: GARTENDERGEGENWART, Rothenbaumchaussee 145, 20145 Hamburg 

Eventflyer für Ausstellung "sich gegenseitig die Haare halten"

Frappant e.V. „sich gegenseitig die Haare halten“, 2020

Ab Freitag, den 19. Juni, geht es bei Frappant um Frauenfreundschaften – gibt es dafür einen ikonischeren Moment, als sich gegenseitig beim Kotzen die Haare zu halten? Hinter “sich gegenseitig die Haare halten”, dem ungeschlagen besten Ausstellungstitel dieses Kunstgriffs verbirgt sich ein Projekt, bei dem sich acht Frauen aus den Bereichen Musik, Performance, bildende Kunst und Kulturwissenschaften dem Freundschaftsthema annehmen.

WANN: Ausstellungsbeginn ist am Freitag, den 19. Juni, um 19 Uhr. Danach ist die Schau bis Sonntag, den 21. Juni jeweils von 19 bis 21:30 offen – Zeitslots solltet ihr vorher über die Frappant-Website buchen.
WO: Frappant e.V., Zeiseweg 9, Viktoria-Kaserne, 22765 Hamburg.

Stilleben in hellen bunten Farben von Ransome Stanley

Ransome Stanley: Bankett, 2020, Öl auf Leinwand, 200 x 220cm

Am Donnerstag, den 25. Juni, lädt Kerstin Hengevoss-Dürkop zur Finissage der Ausstellung “Fragile, Ransome Stanley – Malerei und Zeichnung”. Der Künstler ist anwesend, aufgrund der Zeitfenster, durch die nur jeweils fünf Personen oder drei Paare gleichzeitig in der Galerie anwesend sein können, ist eine sehr intime Atmosphäre gewährleistet. Auch vorher lohnt die Ausstellung einen Besuch: Ransome Stanley zeigt großformatige, überbordende Tier- und Blumendarstellungen in pastelligen Farben, die Schönheit und Fragilität der Natur thematisieren.

WANN: Die Finissage geht am Donnerstag, den 25. Juni, ab 17 Uhr los. Einen Anmeldetermin für euren Timeslot arrangiert ihr am besten per E-Mail, den Kontakt gibt es auf der Website.
WO: Galerie Hengevoss-Dürkop, Klosterwall 13, 20095 Hamburg.

Satellitenaufnahme von Bahnstrecke durch Landschaft, strukturiert mit grünen und dunklen Feldern.

Paul Kolling: Break of gauge, KVHBF 2020, Strip 3

Ab Samstag, den 27. Juni nimmt uns im Paul Kolling im Kunstverein Harburger Bahnhof mit auf eine Reise entlang der “Neuen Seidenstraße” von Zhengzhou nach Hamburg. Passend zum Ausstellungsort beschäftigt sich “Break of Gauge” mit der Komplexität globalisierter Logistikprozesse – ein spezieller Projektor überträgt einen 300 Meter langen Filmstreifen mit einer aus Satellitenbildern digital montierten Panoramaabbildung der Handelsroute. Die 16 Tage, die der Film braucht, um sich durch den Ausstellungsraum zu bewegen, entsprechen der Fahrzeit per Bahn von China nach Deutschland.

WANN: Die Ausstellung läuft vom 27. Juni bis 19. Juli.
WO: Kunstverein Harburger Bahnhof, im Bahnhof über Gleis 3 & 4, Hannoversche Straße 85, 21079 Hamburg.

Filmstill in schwarz-weiß: Town Bloody Hell, 1979, Mann und Frau rauchen und lachen

Town Bloody Hall, 1979, Film Still, Copyright: Janusfilms

Nach dem Corona das Kunstleben monatelang lahmgelegt hat, setzt der Kunstverein in Hamburg ein Zeichen der Solidarität. Mit der zweiteiligen experimentellen Ausstellungs-Serie “Being Laid Up Was No Excuse For Not Making Art” bringt der Protagonist*innen der Hamburger Kunst- und Kulturszenen mit internationalen Künstler*innen zusammen. “Humor nach #MeToo” heißt der erste Teil, der am 27. Juni startet und in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg entstanden ist. Installationen, Filmvorführungen, Performances und Gespräche beschäftigen sich mit Fragen wie “Worüber wollen wir lachen?”, “Was brauchen wir?”, “Wie möchten wir miteinander leben und was bedarf es dafür?”.

WANN: Kapitel 1 läuft vom 27.Juni bis 16. August 2020.
WO: Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg.

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