Hamburger Kunstgriff
13.02. – 26.02.20

13. Februar 2020 • Text von

Die Titel der aktuellen Ausstellungen in Hamburg lesen sich fast wie eine Liste von Schreibimpulsen in einem Seminar zum Kreativen Schreiben: „Jetzt!“ „Der Apparat“ „h::eilig“. Da möchte man doch glatt ein Haiku draus schreiben. Einzig der Kunstverein mit der Ausstellung zum „ars viva 2020“ Preis schlägt ein weinig aus der Reihe.

Sinta Tamsjadi + Thomas Schmidt: Ascent

Ist in unseren eiligen Zeiten denn überhaupt noch etwas heilig? In der xpon-art zeigen 25 Künstler*innen überwiegend großformatige Arbeiten zum Thema „h::eilig“. Durch nahezu alle Gattungen und über zahlreiche Kulturen und Zeiten erkunden sie das nur vermeintlich altertümliche Konzept des Heiligen.

WANN: Eröffnet wird am Donnerstag, den 13. Februar, ab 20 Uhr.
WO: xpon-art gallery, Repsoldstraße 45, 20097 Hamburg.

Mona Ardeleanu: Kuro 2018/IV, 2018, Courtesy Galerie Thomas Fuchs, Foto: die Künstlerin © Mona Ardeleanu

„Jetzt!“ beschreibt einerseits einen extrem flüchtiger Moment, andererseits die aktuelle Momentaufnahme gegenwärtiger Malerei in Deutschland. Dazu hängen die Deichtorhallen und ihre kollaborierenden Museen die Latte hoch: Ziel ist es, „einen gültigen Querschnitt durch die junge, in Deutschland entstandene Malerei zu geben“. Die Deichtorhallen bilden die letzte Station der Ausstellung und zeigen eine kondensierte Auswahl der künstlerischen Positionen.

WANN: Eröffnet wird ebenfalls am Donnerstag, den 13. Februar, ab 19 Uhr in der Halle für aktuelle Kunst. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
WO: Deichtorhallen Hamburg/Halle für aktuelle Kunst, Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg.

Thibaut Henz: Untitled, 2019

Seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. den „ars viva-Preis“. Er geht an junge, in Deutschland lebende Künstler*innen, deren künstlerisches Schaffen herausragend und aktuell relevant ist. In diesem Jahr stellt der Kunstverein in Hamburg seit Langem wieder die Ausstellungsfläche für die Preisträger*innen bereit. Karimah Ashadu, Thibaut Henz und Cemile Sahin zeigen sowohl ältere als auch eigens für den Kunstverein konzipierte Arbeiten.

WANN: Los geht‘s am Freitag, den 14. Februar, ab 19 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Gleichzeitig eröffnet die Ausstellung „Matheus Rocha Pitta – The Curfew Sirens“.
WO: Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg.

Katja Windau und Julia Ring: «WHAT IF THEY GET CARRIED AWAY BY THE GAME?…», 2019

Im Nachtspeicher23 wird es Ende Februar theatralisch. Die Installation „Der Apparat“ von Julia Ring und Katja Windau entführt die Besucher*innen in eine dunkle, theatrale Welt. In Anlehnung an Jean Genets Stück „Der Balkon“ werden Fragen nach Sein und Schein aufgeworfen.

WANN: Die Ausstellung startet am Freitag, den 21. Februar, um 19 Uhr.
WO: nachtspeicher23 e.V., Lindenstr. 23, 20099 Hamburg.

 

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