Berliner Kunstgriff
28.01 - 04.02.20

28. Januar 2020 • Text von

Schwerere Kost bei der transmediale 2020 mit Auseinandersetzungen zu Netzwerken aus dem Vor-Internet-Zeitalter und im Gropius Bau mit Performances zu Fürsorge und gemeinsamen Handeln, dafür ein leichtes Dessert bei der „Genießer Solo Show“.

(c) Fenster Ausstellung

Wir hetzen durch den Alltag, von Termin zu Termin, abgelenkt durch eine ständige Flut an Informationen und vergessen oft innezuhalten, einen Blick auf die schönen Dinge zu werfen, im Moment zu verweilen, den Moment wahrzunehmen, ihn zu genießen. Genau darum geht es den beiden Illustratorinnen Marie und Feline Grub, die mit ihren gestiefelten Genießer-Figuren auf die kleinen, kostbaren Dinge im Leben aufmerksam machen möchten. Am Freitag eröffnen die Genießer nun ihre erste „Einzelausstellung“ in Berlin – und auch wem die sympathischen Figuren aus der jahrelangen Kolumne des Tagesspiegels am Sonntag nicht schon bekannt sind, sollte unbedingt vorbeischauen!

WANN: Die Ausstellung „Die Genießer Solo Show“ eröffnet in Anwesenheit der Künstlerinnen am Freitag, den 31. Januar, um 20 Uhr.
WO: Strausberger Platz 3, 10243 Berlin.

Text: Teresa Hantke

Candomblé-Ritual im Ilê Obá Sileké, 2019 Courtesy: Ilê Obá Sileké & Forum Brasil e. V., Foto: Nico Beradi

Experimentelle Choreografie, Heilungspraktiken, Klangumgebungen und gemeinschaftliches Zusammenkommen: Der Gropius Bau präsentiert zwei Monate lang „Rituals of Care“, eine Performancereihe die mit der Geschichte, dem Ort und den physischen Eigenschaften des Gebäudes selbst resonieren, das noch heute Spuren seiner Kriegsschäden aufweist sowie die sorgfältig bewahrten Zeichen ihrer Reparatur. Die interdisziplinären Arbeiten und Praktiken untersuchen die notwendigen Bedingungen für gemeinsames Handeln und das Schützen der Umwelt, der physischen wie auch spirituellen Welt und anderer Lebewesen. Eine wichtige Auseinandersetzung, die sich derzeit durch mehrere Ausstellungen Berlins zieht.

WANN: Bis zum 2. Februar gibt es verschiedene Veranstaltungen an mehreren Tagen. Das Programm gibt es hier.
WO: Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin.


AIDOL by Lawrence Lek, Film still from AIDOL by Lawrence Lek, © Lawrence Lek, Courtesy Sadie Coles HQ, London.

„End to End“ – die transmediale 2020 lässt sich dieses Jahr von der Vergangenheit inspirieren und spielt mit dem Gedanken was wohl wäre, wenn es das Internet doch nicht gäbe. In den Mittelpunkt ihrer Überlegungen stellt sie dabei die Netzwerke und ihre idealisierte Rolle durch die Technik. Mit Vor-Internet-Gedichten und anderer künstlerischer Praxis erinnert sie daran, dass Netzwerkkultur auch in der „realen Welt“ existieren kann.

WANN: Die Eröffnung ist Dienstag, den 28. Januar und das Festival läuft bis zum 1. März.
WO: An unterschiedlichen Orten Berlins. Das Programm gibt es hier.

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