Berliner Kunstgriff
21.1. – 27.1.20

22. Januar 2020 • Text von

It’s all about the mix! Disappearing Berlin im Xara Beach am Kottbusser Tor, Meriem Bennani bei Julia Stoschek, Kassem Mosse im Neuen Berliner Kunstverein und Rituals of Care im Gropius Bau.

Leylet Hob (A Night of Love) wird von der in Paris lebenden Kuratorin Martha Kirszenbaum organisiert und präsentiert Filme von Fatima Al Qadiri, Sophia Al-Maria, Meriem Bennani und Sara Sadik; eine Performance von Lafawndah mit einer klassischen arabischen Band; eine Bauchtanz-Performance von Zadiel; und DJ-Sets von Habibi Funk und Raed Yassin. DISAPPEARING BERLIN inszeniert über ein Jahr lang einzigartige Berliner Architekturen und besondere urbane Räume, denen Abriss, Privatisierung oder Umnutzung bevorstehen, nachdem sie das Stadtbild und kulturelle Leben über Jahrzehnte prägten. Mit Performances, Tanz und Konzerten erkunden wir die Stadt und das Potential ihrer gefährdeten, vergessenen und neu entstehenden Räume. Im spielerischen Umgang mit der Kunst entwickeln sich so neue Perspektiven auf einen Wandel, der sich nicht stoppen, wohl aber mit gestalten lässt.

WANN: Disappearing Berlin findet am Donnerstag, 23. Januar ab 20 Uhr statt. Einlass ab 19.30 Uhr. Eintritt frei.
WO: Xara Beach, Adalbertstraße 98, 10999 Berlin.

Meriem Bennani, Party on the CAPS, 2018, Achtkanal-Videoinstallation, 30’, Farbe, Ton. Videostill. Courtesy of the artist and C L E A R I N G, New York / Brussels.

In ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland stellt Meriem Bennani Fragen über Identität, Herkunft und Zugehörigkeit und verwebt die Themen zu einem dichten Netz aus Realität und Science Fiction. In der Mehrkanal-Bewegtbild-Installation „Party on the Caps“ (2018) verarbeitet sie hochaktuelle Themen wie Migration und Vertreibung, ohne dabei ihren humorvollen Blick auf die Realität einzubüßen.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Freitag, 25. Januar von 19–22 Uhr. Um 18 Uhr findet ein Gespräch mit der Künstlerin statt.
WO: Julia Stoschek Collection, Leipziger Str. 60, 10117 Berlin.

Kassem Mosse, 2015 © Inga Kerber.

Unter dem Pseudonym Kassem Mosse ist Gunnar Wendel als DJ und Produzent elektronischer Tanzmusik tätig. 2007 erschien seine erste Single Zolarem beim Label Mikrodisko, das aus einem von Wendel gemeinsam mit befreundeten Kolleg*innen betriebenen queeren Party-Kollektiv in Leipzig hervorging. Zwischen Techno und House, dabei aber unbeeinflusst vom typischen Berliner Club-Sound, mischt Kassem Mosse sphärische Klänge mit Störgeräuschen – seine Musik fließt und unterbricht sich gegenseitig. 

WANN: Das Konzert beginnt am Sonntag, 26. Januar um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
WO: Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin.

A. Livingstone, CHAUD. collection of things / actions / relations (2020). Photo: Nikol Mikus.

Der Gropius Bau beginnt das Programm 2020 mit der Performancereihe Rituals of Care und knüpft darin an die Geschichte des Ausstellungshauses, den Ort und die physischen Eigenschaften des Gebäudes an, das noch heute durch sichtbare Reparaturen ganz bewusst die Spuren der Kriegsschäden zeigt. Antonija Livingstone und Mich Cota haben sich mit Tanz und Sound zu einer gemeinsamen Performance im Lichthof zusammengetan.

WANN: Die Performance findet am Samstag, 25. Januar von 21 bis 22 Uhr im Lichthof statt. Begrenzte Platzkapazität. Eintritt ist frei.
WO: Gropius Bau, Lichthof, Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin..

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