Berliner Kunstgriff
20.11. - 26.11.18

20. November 2018 • Text von

Traut euch was! Experimente sind erwünscht diese Woche. In der Pogo Bar wird von Dodie Bellamy und Estelle Hoy gelesen, Thomas Feuerstein erinnert uns an Zeiten Frankensteins und präsentiert seine Algen-erzeugende Maschine, während das Elend der Liebe im Kunstquartier-Bethanien künstlerisch durch Workshops und Konzerte aufgearbeitet wird.

Kamera

Dodie Bellamy, Stuff My Stalker Has Ordered for Me Online, 2018, Detail der Collage, Courtesy die Künstlerin

Mit wöchentlich wechselndem Programm lädt die Pogo Bar im Kellergewölbe der KW Institute for Contemporary Art bereits seit Anfang der 2000er Jahre zu Performances, Filmvorführungen und anderen spannenden Kunstveranstaltungen ein. Diese Woche gilt die Ehre Dodie Bellamy und Estelle Hoy. Beide Schriftstellerinnen konzentrieren sich in ihrer Arbeit auf die künstlerische und experimentelle Auseinandersetzung mit der Erzählung. In der Pogo Bar wird Dodie Bellamy einen Aufsatz, eine Fantasie lesen, die sich mit Online-Belästigungs-, Mobbing und Überwachungskultur beschäftigt, während Estelle Hoy einen Auszug aus ihrem bevorstehenden Buch „Pisti“ liest, das bei After 8 Books Publishing in Paris publiziert wird.

WANN: Die Veranstaltung ist am Dienstag, den 20 November um 20 Uhr.
WO: Pogo Bar, KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin.

Time Maschine

Thomas Feuerstein, Futur II, Time Machine, Stahl, Glas, Kunststoff, Grünalgen, 270 x 240 x 200 cm

Autonomie durch eine ganz eigene Kunstwelt – Thomas Feuerstein zeigt sich erfinderisch und kreiert im Rahmen seiner Ausstellung „Metabolica“ eine eigene Algenzüchtung in Skulpturen, durch die er selbstgewonnene Kohlestifte fertigen kann. Mit der Kohle wiederrum schafft er die Zeichnungen, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Algen als Malinstrument oder Skulptur – die fesselnden und gleichzeitig verstörenden Werke könnten in ihrer Herstellung kaum einzigartiger sein.

WANN: Eröffnet wird am Donnerstag, den 22. November um 18 Uhr.
WO: Sexauer Gallery, Streustraße 90, 13086 Berlin.

Wer kennt es nicht? Das Elend der Liebe. Stetiger Wandel schafft Veränderungen in den Ansichten über die Liebe und ihre Bedeutung. Im Zuge eines intermedialen Tages werden musikalische, künstlerische und philosophische Betrachtungen über die Liebe in Tanz, Konzert, Ausstellung und Workshops ausgearbeitet. Die kostenlose Teilnahme an beispielsweise einem musikalischen Improvisationsworkshop zu Bildern eröffnet neue Perspektiven und erweitert die Wahrnehmung.

WANN: Am Dienstag, den 20. November zwischen 17 und 23 Uhr. Um Voranmeldung wird gebeten: hanna.lena.kuehn@gmail.com.
WO: Studio 1 Kunstquartier-Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin.

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