Berliner Kunstgriff
09.06. - 16.06.20

9. Juni 2020 • Text von

Die Ausstellungen dieser Woche drehen sich um Tanz und Digitalisierung. In der Weserhalle und dem Hanz.Studio geht es um die Annährung zwischen Analogem und Digitalem, im Eigen + Art Lab geht’s um Sexroboter und bei Ebensperger Rhomberg Berlin könnt ihr endlich mal wieder in einen Club.

(c) Inna Levinsson

Digitale Haptik trifft raue Leinwand – die Künstlerin Inna Levinson übersetzt in ihrer Malerei unsere Verhaltensmuster, die durch das Leben in der digitalen Welt entstanden sind. Wie verzerrt sich unsere Wahrnehmung und sehen wir überhaupt noch den Unterschied? Das Kurator*innenduo Weserhalle und Open White Gallery präsentieren neue mittel- und großformatige Arbeiten der Künstlerin.

WANN: Die Eröffnung ist Donnerstag, den 11. Juni und die Ausstellung kann bis zum 10. Juli besichtigt werden. Besichtigungstermine können online auf der Website der Weserhalle gebucht werden.
WO: Weserhalle, Weserstraße 56, 12045 Berlin.

Louisa Clement, inside 4, 2020, Inkjet print, 70 x 90 cm, Courtesy die Künstlerin.

Kleine Stunde der Ehrlichkeit: Wie viele Sexstoys liegen neben eurem Bett, versteckt in einer kleinen Kiste? In ihrer Ausstellung „mould“ präsentiert Louisa Clement ihre jüngst entstandene Serie zu Sexrobotern und konfrontiert die Besuchenden mit der Frage, was es heißt, wenn Menschen plötzlich anfangen, Maschinen zu begehren. Sextoys und Sexroboter sind aber nicht das Gleiche? Klärt die Frage bei der Ausstellung.

WANN: Die Eröffnungstage sind der 11., 12. und 13. Juni und man sollte sich per Mail (lab@eigen-art.com) oder telefonisch unter 030 308 779 40 anmelden. Die Ausstellung kann bis zum 15. August besichtigt werden.
WO: EIGEN + ART Lab, Torstraße 220, 10115 Berlin.

Quelish: digital collage „the one who would fuck the most men“, 2020. // Anna Nezhnaya: digital drawing during live performance „Succubus“, 2020.

In „0010“ gibt es ein ganz simples Format: zwei Räume – zwei Künstler*innen. Die Ausstellungsreihe widmet sich der Beobachtung der Digitalisierung der Kunst und will einen dynamischen Charakter zwischen Analogem und Digitalem erzeugen. Die erste Ausgabe präsentiert Anna Nezhnaya vs. Quelish Quelish und zeigt unseren neuen Sinn für Ästhetik in aktuellen Tendenzen.

WANN: Die Audiovisuelle Aufführung ist Donnerstag, den 11. Juni 2020 um 19 Uhr und die Ausstellung kann bis zum 3. Juli besichtigt werden. Besichtigungen müssen vorab mit der Galerie vereinbart werden.
WO: HANZ.STUDIO, Strausberger Platz 19, 10243 Berlin.

Wolfram, Rein, 2020, Video, 2’50’’, Still © Wolfram, Courtesy Ebensperger Rhomberg

„Arbeit“ ist eine Cluberfahrung oder ist eine Cluberfahrung „Arbeit“? Lange haben wir verzichtet, aber endlich ist es wieder so weit – anlässlich der Ausstellung „Work“ wird die Galerie Ebensperger Rhomberg Berlin zu einem Miniclub umgebaut. Natürlich mit begrenztem Einlass fürs echte Berliner Partygefühl. Präsentiert wird Wolfram und die Weltpremiere von Raus, seinem neuen Stück, das er gemeinsam mit DJ Hell produziert hat.

WANN: Für die Eröffnungstage am 12., 13. und 14. Juni können per Mail oder telefonisch Anmeldeslots gebucht werden. Die Ausstellung läuft bis zum 16. August.
WO: Ebensperger Rhomberg Berlin, Krematorium Wedding, Plantagenstraße 30, 13347 Berlin.

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