Berliner Kunstgriff
18.2. – 24.2.20

18. Februar 2020 • Text von

Ein Sturmtief jagt das nächste. Auch die Berliner Kunstwelt beschäftigt sich mit dem Klima. „Gestaltwandler“ bei Ebensperger Rhomberg, ein Frauen-Trio in der Galerie Anton Janizewski, Mensch und Natur in der Galerie XC. HuA, die Bar Babette zu Gast bei KINDL.

© Hanakam & Schuller; Saboyano con Linterna Mágica, Real Fábrica de Porcalana del Buen Retiro, 1784–1803; 2017–2019 (Detail).

Sie arbeiten als „Gestaltwandler“. Das Wiener Künstlerduo Markus Hanakam und Roswitha Schuller löst Objekte aus ihren Kontexten, verändert sie, um sie dann in neuer Komposition oder aber in ihren Videoarbeiten zu präsentierten. „Regelwerke“ der bildenden Kunst werden somit gebrochen und eigenwillige Ordnungen geschaffen. Ab Mittwoch, den 19. Februar zeigt die Galerie Ebensperger Rhomberg Berlin die Werke des Duos im Krematorium Wedding.

WANN: Die Ausstellung „Linterna Mágica“ eröffnet am Mittwoch, den 19. Februar, von 19 bis 22 Uhr. Gleichzeitig beginnt das Programm des Forum Expanded der Berlinale auf dem Krematoriumsgelände im Wedding.
WO: Ebensperger Rhomberg, Krematorium Wedding
, Plantagenstraße 30, 13347 Berlin.

Anna Ehrenstein, ALIL 03 & 13, 2019 Lenticular Print, Edition of 3, 15 x 10 cm, courtesy the Artist.

In der Galerie Anton Janizewski stellen ab Donnerstag Abend die Künstlerinnen Emma Adler, Anna Ehrenstein und Anna Ley aus. Emma Adler hat dafür eine Installation zum Phänomen des Superflare, einer speziellen Art von Sonnenstürmen entworfen. Anna Ehrensteins Fotografien bewegen sich zwischen moralischen und materiellen Werten. Anna Leys Malereien laden vordergründig zu eigenen Assoziationen ein und geben im Gesamtarrangement doch einen Blick auf gesellschaftliche und politische Fragen. 

WANN: Eröffnet wird am Donnerstag, den 20. Februar, um 18 Uhr.
WO: Galerie Anton Janizewski, Goethestraße 69, 10625 Berlin.

© Kevin Blinderman

Die Gruppenausstellung „A Year Without the Southern Sun“ zeigt künstlerische Positionen, die sich mit der Ausbeutung natürlicher Ressourcen und den dadurch drohenden globalen Folgen auseinandersetzen. Der Ausstellungstitel basiert auf einer Klimakatastrophe aus dem Jahr 1816, auch bekannt als das ‚Jahr ohne Sommer‘, als der infolge eines Vulkanausbruchs eintretende vulkanische Winter in Niederländisch-Ostindien (dem heutigen Indonesien) einen weltweiten anhaltenden Kälteeinbruch und eine Klimakrise der westlichen Hemisphäre zur Folge hatte.
Teilnehmende Künstler*innen: Agnes Denes, Gordon Matta-Clark, Kevin Blinderman, Mathieu Kleyebe Abonnenc, Nadia Kaabi-Linke, Neda Saeedi, Rafael Domenech, Trevor Paglen, Yalda Afsah. Kuratiert von Justin Polera.

WANN: Die Eröffnung findet am Freitag, den 21. Februar, ab 18 Uhr statt.
WO: Galerie XC. HuA, Potsdamer Strasse 81B, 10785 Berlin.

© Maik Schierloh.

Die ehemalige Bar Babette ist nun wieder Kosmetiksalon und als solcher zwei Wochen zu Gast im Maschinenhaus des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die Gruppenausstellung „How beautiful you are!“ fragt, als welcher der Begriff der Schönheit im Kunstbetrieb existiert – wie und von wem er verwendet wird. Der Tradition der legendären Bar Babette folgend, versteht sich How beautiful you are! als Netzwerkausstellung, in der insbesondere die Vielzahl der künstlerischen Positionen die charakteristische Spannung erzeugt.
Mit: Sonja Alhäuser, BIEST, Marc Bijl, Norbert Bisky, Kirstin Burckhardt, Yvon Chabrowski, Sandra Dresp, Martin Eder, Thomas Eller, Moritz Frei, Isabella Fürnkäs, AAS Gonzalez Haase, Mathilde ter Heijne, Jens Heller, Vera Kox, Via Lewandowsky, Lina Migic, Frank Nitsche, Nik Nowak feat. Isis Scott, Omsk Social Club, Kerstin Schröder, Sorgen International, Jonny Star, Moritz Stumm, Saralisa Volm, Albert Weis. Die Ausstellung wird kuratiert von Maik Schierloh.

WANN: Die Ausstellung kann ab Samstag, den 22. Februar, um 17 Uhr besucht werden. Um 18 Uhr findet eine Performance von Saralisa Volm statt. Ab 20 Uhr legen DJs im Sudhaus auf.
WO: KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Am Sudhaus 3, 12053 Berlin.

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