Berliner Kunstgriff
12.11. - 19.11.19

12. November 2019 • Text von

Diese Woche reisen wir mit der Kunst in wilde Datenfluten mit Caline Aoun im Palais Populaire, nach Griechenland bei „Homemade Exotica“ und mit (vielleicht fliegenden) Teppichen in die gemeinsame Vergangenheit von Japan und Westeuropa in der Galerie Michael Janssen.

Caline Aoun, Seeing Is Believing, Deutsche Bank Prize, MAXXI_Roma © Luis do Rosario

Ununterbrochen sind wir einer digitalen Flut von Bildern, Texten, Informationen ausgesetzt. Inhaltlich oft überfordert lassen wir die Menge an Digitalem über uns, in uns rauschen. Und trotzdem bleiben diese digitalen Daten immateriell, abstrakt und für den Menschen kaum greifbar sowie begreifbar. Es ist dieser globale Datenfluss, der die junge libanesische Künstlerin Caline Aoun fasziniert und den sie in eine materielle Dimension übersetzt. Ausgezeichnet von der Deutschen Bank zur „Künstlerin des Jahres“, zeigt Aoun ab Donnerstag, den 14. November, erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland im Palais Populaire unter dem Titel „Caline Aoun: seeing is believing“ ihr teils abstraktes sowie konzeptuelles Oeuvre.

WANN: Die Ausstellung eröffnet am Donnerstagabend, den 14. November ab 19 Uhr. Zeitgleich eröffnet das Palais Populaire in seinen Räumen „Das Totale Tanz Theater“. Die Virtual Reality Installation ist anlässlich des 100. Geburtstags des Bauhauses entstanden.
Am Freitag, den 15. November findet von 18 bis 19 Uhr ein Artist Talk mit Aoun statt.
WO: Palais Populaire, Unter den Linden 5, 10117 Berlin.

Text: Teresa Hantke

Aiko Tezuka Flowery Obscurity The Night Watch (c) Lepkowski Studios, Berlin

Dekonstruktion, Rekonstruktion von Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Japan und Westeuropa und zwischen Kunst und Kunsthandwerk – so vieles auf einmal lässt sich schwer verbinden, es sei denn man zieht die Fäden alle gemeinsam auf einen Rahmen und webt alles ineinander. Das charakteristische Ergebnis zeigt sich bei der Künstlerin Aiko Tezuka in Form von raffinierten Stoffinstallationen und -objekten, die das hochgesteckte Ziel verfolgen, Geschichte zu entwirren und so für lange Zeit Verdecktes freizulegen.

WANN: Die Ausstellung kann noch bis Samstag, den 30. November besichtigt werden. Am Donnerstag, den 14. November um 18.30 Uhr findet ein Gespräch mit der Künstlerin statt.
WO: Galerie Michael Janssen, Potsdamer Str. 63, 10785 Berlin.

Dimitris Tzamouranis, Melancholia, Altar 2012, Polyptychon auf Holz, Leihgabe der Galerie Michael Haas Berlin, Foto: Jens Kunath

Geburtstätte der Demokratie, Touristenparadies, Ort der Krise, neues Berlin, Hafenstadt, Chaos, Schönheit, Athen – die Stadt, die alles ist. Im Rahmen von „ATHEN SYN I: Festival zeitgenössischer griechischer Kunst in Berlin“ untersuchen Künster*innen in der Ausstellung „Homemade Exotica“ Athen als Knotenpunkt von Herausforderungen und Transformationen in der europäischen Kultur und diskutieren die soziale Situation Griechenlands während und nach der Krise.

WANN: Die Eröffnung der Ausstellung ist am Donnerstag, den 14. November und kann bis zum 1. Februar 2020 besichtigt werden.
WO: FREIRAUM in der Box, Boxhagener Straße 96 (Im Hof), 10245 Berlin

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