Berliner Kunstgriff
03. - 09.03.2020

3. März 2020 • Text von

Fokus auf Film. Um die Berlinale-Vibes noch ein wenig fortzuführen, präsentiert die Berliner Kunstszene diese Woche skurrile, dokumentarische und utopische Werke im Medium des Bewegtbildes. Extra-Schmankerl: Tierprotagonisten inklusive.

Gernot Wieland, Thievery and Songs, 2016, © Gernot Wieland, Courtesy the artist and Belmacz .

Das Gespräch zwischen dem Künstler Gernot Wieland und dem Kurator Clemens Wilhelm dreht sich um die Entstehung des Filmes Thievery and Songs“: Psychoanalyse, Exil einer österreichischen Tänzerin in Bombay, und der Humor und die Zufälle des Lebens. Thematischer Breit- und inhaltlicher Tiefgang vorprogrammiert!

WANN: Das Gespräch findet am Donnerstag, den 4. März, um 18:00 statt.
WO: IBB-Videoraum, Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße, 124-128, 10969 Berlin.

Calla Henkel & Max Pitegoff, Study for Paradise at TV (Preston), 2019 © Calla Henkel & Max Pitegoff.

„Die Sinnstiftung im Jetzt“ steht im Fokus der Ausstellung „These are the Only Times You Have Known“ im Neuen Berliner Kunstverein. Elf internationale Künstler*innen widmen sich in Gemälden, Fotografien, Drucken, Videoinstallationen und Virtual Reality-Arbeiten Fragen der Zeitlichkeit – von existenziell bis hochpersönlich (und zurück).

WANN: Die Eröffnung findet am Freitag, den 6. März, um 19:00 Uhr statt.
WO: Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestraße 128 / 129, 10115 Berlin 

Daniel Stegmann Managré, Fog Dog, 2020, Film still, courtesy of the artist and Esther Schipper.

Ein mit Kies ausgelegter Galerieboden zur haptischen Aneignung des Raumes. Lichtinterventionen, die anhand geometrischer Konstruktionen das Raumerlebnis umdeuten. Eine Soundinstallation, welche dem Realen eine geisterhaft-entrückte Ebene hinzufügt. Und ein narrativer Film über die friedliche Koexistenz frei streunender Hunde in einer Kunsthochschule in Dhaka. Die zweite Einzelausstellung des Künstlers Daniel Steegmann Mangrané in der Galerie Esther Schipper verspricht Synästhesie pur!

WANN: Die Vernissage findet am Samstag, den 7. März, von 15:00 – 18:00 Uhr statt.
WO: Galerie Esther Schipper, Potsdamer Straße 81E, 10785 Berlin.

Timm Ulrichs: Olympische Marathon-Tretmühle, 1972, Foto: Gerhard E. Ludwig, Essen, © Timm Ulrichs, VG Bild-Kunst Bonn.

87 Minuten über einen Mann, der seit 1975 keine Kunst mehr sehen kann: Ralf-Peter Posts Film „Der Totalkünstler“ über den Künstler Timm Ulrichs beleuchtet die Praxis und persönlichen Eigenheiten eines jung gebliebenen Provokateurs. Bahnreisen mit von Papier angefüllten Plastiktüten und scheinbar endlose Telefongespräche vermischen die Realität mit absurdem Slapstick. Perfekte Mischung für einen unterhaltsam-tiefgründigen Sonntag. 

WANN: Der Film „Der Totalkünstler“ wird am Sonntag, den 8. März, um 17:00 Uhr gezeigt.
WO: Studio, Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin.

Der Film wird im Zusammenhang mit der Ausstellung „Timm Ulrichs: Ich, Gott & die Welt. 100 Tage – 100 Werke – 100 Autoren“ im Haus am Lützowplatz, 7. März – 14. Juni 2020, gezeigt.

 

Weitere Artikel aus Berlin