Alle Artikel von Christina-Marie Luemen

Weltenkunde mit Hagenpendragon

Die Publikation “Schramme am Himmel. Nachrichten vom Helden Hagen” von Alexander Kluge und Jonathan Meese gibt einen Crash-Kurs in Sagenkunde, Menschheitsstudium und Naturgeschichte und verbindet Fiktion, Realität, Erzählung und Analyse zu einer Betrachtung der globalen Gegenwart.

Schenkel und Skurriles

Die Ausstellung “Carol Rama” im Gutshaus Steglitz zeigt das graphische Spätwerk der Künstlerin. Die Arbeiten verbinden Extravaganz und Verwundbarkeit, Archaik und Kinderzeichnung und geben ein pars pro toto Bild des thematisch wie technisch reichen Oeuvres der Künstlerin.

Essen, was geht?

Stets um eine umfassende Berichterstattung bemüht, stellen wir diese Woche eine neue Reihe vor: der Stadtfokus, Auftakt Essen. Neben dem Folkwang Museum bieten der Neue Essener Kunstverein, das Ruhrmuseum und der Kunstverein Ruhr hier Großes!

Gesichter der Ukraine-Krise

Wiktoria Wojciechowkas Projekt “Sparks” dokumentiert den Krieg im Donbass aus der Perspektive ukrainischer Freiwilligensoldaten und zeigt Geschichten, welche der medialen Berichterstattung des Konfliktes fernbleiben. Nach fünf Jahren wird das Projekt nun erstmals in der Ukraine gezeigt.

Internet Explorer: Kunst online #9

Die Empfehlungen dieser Woche kommen mit einem Fokus auf den Sound: Eine Essay-Reihe zur Beziehung von Zeit und Zuhören, eine audiovisuelle Wucht der Künstlerin Leyla Yenirce und ein virtueller Pavillon an der Schnittstelle von Skulptur und Sound. Die AWARE-Plattform liefert mit einschlägigen Podcasts ihren Beitrag.

Konkrete Raumpoesie

Rafael Domenechs Einzelausstellung in der Galerie HUA International bildet einen Ausstellungsparcours zum Mitmachen und Mitdenken: Faltbücher, Material- und Lichtpublikationen erweitern den künstlerischen Werkbegriff und eröffnen Wege in entfernte Denkwelten. Unterhaltung auf physischer und intellektueller Ebene!

Das Blaue Wunder

Die Installation “Lovesong” der Künstlerin Wu Tsang in der Galerie Isabella Bortolozzi bildet eine transzendentale Erfahrung in Raum und Klang. Das Portrait über den Soundkünstler Beverly Glenn-Copeland verbindet visuelle Farbwirkung mit intensiven Klangebenen. Der blaue Galerieraum als Ort der Spiritualität und Selbstreflexion.

Radikal unterschätzt

Sie glitzern nicht, machen keine Geräusche und verbleiben meistens in 2-D. Dennoch sind die sogenannten Arbeiten auf Papier wahre Schätze der Kunstgeschichte und geben Aufschluss über den künstlerischen Arbeits- und Ideenprozess.

Vier gewinnt

Schiffsbruch, Baustellenoase, Clubatmosphäre und Laborraum: Die Auswahl der Kandidat*innen des diesjährigen Preis der Nationalgalerie ist ein weiteres Mal äußerst divers. Thematisch und medial verschieden, präsentieren die Installationen vielseitige Erfahrungsräume und richten die Aufmerksamkeit auf zuweilen konträre Fragestellungen.

Herz-Bube

In seiner Ausstellung „Beautiful and Damned“ in der Efremidis Gallery setzt sich Mitchell Anderson mit Macht, Klassenprivilegien und deren Repräsentation auseinander. Was als, Zitat, „Kennedy-Fan-Box“ anmutet, ist eine Reflexion über Politik, Tradition und Teilhabe.