Wiener Kunstgriff
30.01. - 05.02.17

30. Januar 2017 • Text von

Wien, oh Wien. Große Openings stehen diese Woche beim 21er Haus und der Kunsthalle Wien an, mit Einzelausstellungen von Daniel Richter und Marcel Odenbach. Im WUK lassen wir am Freitag dann noch vier heimische Künstler hochleben. 

Daniel Richter, Alles Ohne Nichts, 2006-2007 Tatintsian Collection, © Jochen Littkemann, Berlin / © Bildrecht, Wien 2017 Öl auf Leinwand 230 x 320 cm.

Daniel Richter, Alles Ohne Nichts, 2006-2007. Tatintsian Collection, © Jochen Littkemann, Berlin / © Bildrecht, Wien 2017. Öl auf Leinwand 230 x 320 cm.

Wir freuen uns sehr, diese Woche zum Opening der Ausstellung „Daniel Richter. Lonely Old Slogans“ zu gehen. Richter zählt zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Generation und ist für Wien nicht zuletzt durch seine Professur an der Akademie der Bildenden Künste von großer Bedeutung. Die Ausstellung Lonely Old Slogans dokumentiert Daniel Richters Entwicklung von den frühesten Arbeiten bis heute. Gezeigt werden die unruhigen, expressiven Abstraktionen der 1990er-Jahre bis hin zu theatralischen figurativen Szenen. Die jüngste Werkserie der Ausstellung aus dem Jahr 2015 widmet sich vor allem der menschlichen Figur und der erotischen Körperlichkeit.

WANN: Das Opening findet am Donnerstag, den 2.Februar statt.
WO: 21er Haus, Quartier Belvedere, Arsenalstraße 1, 1030 Wien. 

Copyright: Sain Mus // Maul // Schrenk.

Copyright: Sain Mus // Maul // Schrenk.

Clemens Sainitzer & Philipp Erasmus, Jakob Maul und Thomas Schrenk laden euch ein zu einem großartigen, interdisziplinären Abend. Das Musiker Duo Sain Mus präsentiert am Freitag Abend ihre neue CD. Begleitet wird das Spektakel von einer Fotoausstellung von Jakob Maul, die den Werdegang von Sain Mus in den letzten 5 Jahren dokumentiert. Eine malerische Note fügt Thomas Schrenk hinzu, der vor Ort seine Serie „Abstrakte Fetzen“ präsentiert. Ein absolutes Muss in dieser Woche. 

WANN: Am Freitag könnt ihr euch ab 20:00 im WUK vergnügen. 
WO: WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien.

Marcel Odenbach, Im Kreise drehen (Video Still), 2009, © Marcel Odenbach & BILDRECHT GmbH, 2017, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln.

Marcel Odenbach, Im Kreise drehen (Video Still), 2009, © Marcel Odenbach & BILDRECHT GmbH, 2017, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln.

Die Ausstellung „Marcel Odenbach: Beweis zu nichts“, ist einem der bedeutendsten Videokünstler unsere Generation gewidmet. „Beweis zu nichts“ ist der Titel eines Gedichtes von Ingeborg Bachmann, in dem sie den Fortbestand der Opfer-Täter-Struktur in der deutschen Nachkriegsgesellschaft thematisiert. Marcel Odenbach nimmt sich in diesem Film des Mahnmals im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald an, das als Symbol für die Überwindung des Nationalsozialismus durch den Kommunismus steht. Odenbach geht der Frage nach, wie Erinnerung und Geschichte visualisiert, umgedeutet oder ideologisiert werden können.

WANN: Die Eröffnung findet am Samstag, den 4.Februar ab 19:00 statt. 
WO: Kunsthalle Wien, Kunsthalle Wien Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070,Wien.

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