Nürnberger Kunstgriff
25.11. – 01.12.16

25. November 2016 • Text von

„Ihr Herrn und Frau’n, die Ihr einst Kinder wart, Ihr Kleinen, am Beginn der Lebensfahrt, ein jeder, der sich heute freut und morgen wieder plagt: Hört alle zu, was Euch das Christkind sagt!“

"Cocktail d'Amore" in der Bunsen Goetz Galerie © Bunsen Goetz Galerie

„Cocktail d’Amore“ in der Bunsen Goetz Galerie © Bunsen Goetz Galerie

Wir sind uns sehr sicher, dass es euch zu unseren Kunsttipps führt. Zu feiern gibt es in Nürnberg nämlich nicht nur den Beginn der jährlichen Glühwein- und Lebkuchenzeit, sondern viel wichtiger: die Vorbereitung auf das Fest der Liebe. Die Bunsen Goetz Galerie, die vor Kurzem ihren zehnten Geburtstag gefeiert hat, steuert das passende Motto bei: „Cocktail d`Amore“ ist eine Gruppenausstellung mit Künstlern aus Italien, Spanien, China, Großbritannien und Deutschland. Gezeigt werden Malerei, Objekte und Grafik. Warm sollte euch bei diesem Cocktail jedenfalls werden.

WANN: Ab 19 Uhr ist am Freitag, den 25.November, echte Kunstliebe angesagt.
WO: Die Bunsen Goetz Galerie liegt in der Bucher Straße 83 in St. Johannis.

Tessa Wolkersdorfer: Dreamscape Mirage, 2016 © Tessa Wolkersdorfer

Tessa Wolkersdorfer: Dreamscape Mirage, 2016 © Tessa Wolkersdorfer

Wem das zu viel Schmonz ist, der folgt  Tessa Wolkersdorfer in ihre Welt der Ausflüchte und Sehnsüchte. »myscapes« klingt nach dem passenden, trendigen Hashtag, der eventuell gerne ein „e“ kaufen möchte. Wolkersdorfer baut surreale Bilderwelten, träumt sich in die Natur und findet dabei auch ein fliegendes Bett. Ihre Raumkonstrukte sind begrenzt und unendlich; sie suchen sich ihre Geschichte selbst. Die Meisterschülerin der AdBK Nürnberg ist unsere Empfehlung gegen den Tannenterror unserer Tage.

WANN: Flüchten könnt ihr am Sonntag, den 27. November 2016, um 17 Uhr
WO: Am Ufer der Pegnitz liegt die Galerie Bernsteinzimmer in der Großweidenmühlstraße 11.

Hannah Höch: Der Strauss, 1929 und 1965 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Hannah Höch: Der Strauss, 1929 und 1965 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mut zu mehr hatte Hannah Höch als sie sich der DADA- Bewegung anschloss. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Das Germanische Nationalmuseum ist daher stolz seine Neuerwerbungen zu präsentieren: Insgesamt drei Gemälden, elf Papierarbeiten sowie zwei Porträts der Gefährtin von Raoul Hausmann haben mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung ihren Weg nach Nürnberg gefunden. „Wache Tränen in Nächten“ geleiten euch in den Dezember.

WANN: Ab Donnerstag, den 1. Dezember, sind die Neuerwerbungen zu sehen.
WO: In der Altstadt am Kornmarkt freut sich das Germanische Nationalmuseum auf euren Besuch.

Daniel Kiss: Lucidity, 2016. © Daniel Kiss

Daniel Kiss: Lucidity, 2016. © Daniel Kiss

Dem Namen nach hätte die Bunsen Goetz Galerie auch diesen Künstler einladen können: Daniel Kiss. Der Nürnberger Kunstverein bringt seine „erste größere institutionelle Einzelausstellung“ an die Öffentlichkeit. Wer aufgepasst hat oder öfter im Kunstverein zu Gast ist, weiß um deren Beschäftigung mit digitaler Transformation, Codes und Chiffren. Kiss bringt eine neue Facette mit und lässt sein „andauerndes Interesse an der affektiven Wirkungskraft von populärkulturellen Zeichen, Symbolen und Codes“ wirken. Seine Objekte leben von der sich verändernden Wertzuschreibung durch den Betrachter. Wie Lebkuchen von September bis Januar.

WANN: Die Eröffnung ist am Donnerstag, den 1. Dezember,  um 19 Uhr.
WO: Der Kunstverein hat im alten Milchhof seinen Sitz, in der Kressengartenstraße 2.

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