Nürnberger Kunstgriff
23.09. – 29.09.16

23. September 2016 • Text von

In und um Nürnberg treiben sich Fantasiewesen herum, ihr könnt einen Abstecher in die mongolische Steppe unternehmen oder euch ansehen, wie die zeitgenössische Kunst das Thema Familie darstellt.

Verena Jaekel: San Francisco, 23.04.2006. © Verena Jaekel.

Verena Jaekel: San Francisco, 23.04.2006. © Verena Jaekel.

Dass Familie nicht mehr gleich Vater-Mutter-Kind bedeutet, ist hinreichend bekannt. Der Kunstpalais Erlangen geht nun gleich mit einer ganzen Ausstellung der Frage nach, was eine Familie denn im Kern ausmacht. Dabei geht es sowohl um soziale Strukturen als auch um technologische Entwicklungen wie künstliche Befruchtung oder Leihmutterschaft. In „Dicker als Wasser. Konzepte des Familiären in der zeitgenössischen Kunst“ beleuchten internationale Künstler das Thema Familie aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln; mal politisch, dann wieder ganz privat. Das Ergebnis gibt es für uns Besucher in Form von Fotografie, Video, Installation und Performance zu sehen.

WANN: Der Familienbesuch findet ab Freitag, dem 23.September statt
WO: Im Kunstpalais Erlangen, Palais Stutterheim, Marktplatz 1, 91054 Erlangen.

Unen Enkh: Skulptur für die Biennale von Venedig, 2015. ©Ulrich Breuling.

Unen Enkh: Skulptur für die Biennale von Venedig, 2015. © Ulrich Breuling.

In der Kunst von Unen Enkh finden sich immer Bezüge auf sein Heimatland, die Mongolei. Aus Rosshaar, Filz und Drahtgestellen fertigt der Künstler metergroße Objekte, die eine ganz eigene Bildsprache innehaben. Genau wie die Jurten der mongolischen Nomaden sind auch die Skulpturen Enkhs, der 2015 den Mongolischen Pavillon auf der Biennale von Venedig bespielte, gleichzeitig fragil, schützend und organisch.

WANN: Skulpturen und Objekte Unen Enkhs sind ab Donnerstag, den 29.September um 19 Uhr  zu sehen.
WO: Im Galeriehaus Nord, Wurzelbauerstr. 29, 90409 Nürnberg.

Laura Ford: Chattering Girl 1, 2014. © Galerie Scheffel, Bad Homburg.

Laura Ford: Chattering Girl 1, 2014. © Galerie Scheffel, Bad Homburg.

Mit ihren fantasivollen, surrealistischen Chimären reiht sich Laura Ford in eine Reihe mit Bosch, Goya, Füssli oder Chagall ein. Die englische Bildhauerin, die 2005 an der Biennale von Venedig beteiligt war, betrachtet ihre puppenähnlichen Wesen selbst mit einer Mischung aus Humor, Melancholie und Dunkelheit. So finden sich nicht nur Mischwesen aus Mensch und Tier darunter, sondern oft auch eine gute Portion Gesellschaftskritik. Die kunst galerie fürth stellt nun das Werk Fords der letzten Jahre aus, darunter nicht nur Skulpturen sondern ebenso Gemälde, Zeichnungen und Bühnenbilder.

WANN: Die Werke Laura Fords gibt es ab dem Sonntag, dem 25.September um 11 Uhr zu sehen.
WO: In der  kunst galerie fürth, Königsplatz 1, 90762 Fürth.

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